Verdient sich machen um den Knall
Die große faschistische Ära da. Beinahe jedes Kind kennt bis heute diese Zeiträume.
Hat eine ungefähre Vorstellung davon, was, man stelle sich das nur mal vor, die dreißiger Jahre auf der Bodenfläche der Festlandeuropäer umfänglich am Abgehen war, erst recht die vierziger Jahre. Weiß von den Tagen, als da die Angelegenheit mit den faschistischen Auswüchsen mitten im Herzen Europas doch noch einen Abschluß fand. So Mitte des Jahres '45. Mancherlei Ansager-Volk betraf da während jenen Tagen ein Schicksal, das sie zuvor lange Jahre anderen zumaßen. In erster Linie jedoch mußte Gestühl geräumt werden, von dem aus in despotischer Weise anzusagen war. Weggezwungen wurden diejenigen von dort.
Jene bestimmte große Faschisten-Ära, die sich zu verabschieden hatte. Die Nationalsozialisten waren das auch, Faschisten. Der Nationalsozialismus, der Faschismus in seiner übelsten Ausprägung war. Faschistische Nationalisten, die Europa regelrecht in Gefangenschaft hielten.
Diejenigen einer faschistischen Ausprägung, sie hatten so weit Vergängnis zu gewahren, in die dräuenden Schatten zurückzutreten. Womit, nach dem Abgang des deutschsprachig rüberkommenden Nationalsozialismus und des Duce-Faschismus erst mal haufenweise Trümmer weggeräumt werden mußten. Nach Überlebenden der Faschistenregime konnte geschaut werden. Ob er, sie noch lebte und wie es diesem und jenem während den Tagen des Jochs ergangen war.
Obwohl das nicht hieß, nur weil man jetzt plötzlich frei sein konnte, selbstbestimmt, daß da etwa für jeden Künstler oder Wissenschaftler freiweg wieder alles einwandfrei in Ordnung war. Daß dort für ihn anzufangen gewesen woäre, wo eine Geschichte für ihn ehedem aufhörte, weil das faschistische Übelwesen seinen großen Auftritt haben durfte.
Auch von dem her hatten vormalige Verhältnismäßigkeiten - Berufsverbote und so - böswillig ihre Auswirkung. Bei der Tatsache, daß sich im Rest der Welt einiges getan hatte, zwischenzeitlich. Während man als Vereinzelter gezwungen war, sich herumzuräkeln und dem ehemaligen zu distanzieren.
Die Künstler- und Wissenschaftsszene war eine andere, hatte veränderte Ansätze, die man nicht mit begleitet hatte.
In die wissenschaftlichen Fakultäten Europas hatten jene faschistischen Elendstage mit ihren Umständen durchaus die unterschiedlichsten Lücken gerissen. Geistreiche Leute, die den Abgang hatten, manches Konzentrationslagerleben wurde nicht überstanden, als es noch bestand. Gestorben werden konnte auf die vielfältigste Weise.
Man war demnach den gesellschaftlichen Umständen, die jahrelang fortbestanden, erlegen. So oder so, daß dem nicht zu entrinnen war. Die wenigsten Überlebenden, die an frühere Positionen und Sonnenplätze zurückkehrten.
Daß es einem doch das zu denken geben sollte: daß die Nordamerikanischen auch hier im großen Maßstab die Kriegsgewinnler genannt werden können. Vor allem, daß das in den Wissenschaften galt.
Dabei muß man nur kurz was überblicken: Die USA, ein Staatsgebiet, wo alles wie eh und je geblieben war. Selbst zu Zeiten der Mobilmachung und im Krieg. Die nordamerikanischen Verhältnisse waren dergestalt, daß der und der US-amerikanische Sternengucker, Physiker in Kosmosfragen allerhöchstens aus der Tageszeitung erfuhr, was so in Europa kaum wem nicht mitspielte. Allerhöchstens das tagtägliche Nachrichtenmilieu betreffend berührte das größer, wie es bei den Europäern zuging. In den USA wurden die Wissenschatsarikel verfaßt und veröffentlicht, in den Sternwarten und den naturwissenschaftlichen Instituten gearbeitet, als gäbe es ein kriegerisches Treiben irgendwo eigentlich überhaupt nicht. Da, in den Staaten, besprach man bestensfalls das, daß den Wissenschaftsmagazinen der Europamarkt weggebrochen war. Auch der der Bücher. Während Bestimmte Tag für Tag zur Sternengucken in die Arbeit fuhren, war dort das Berufsleben.
Oder erklärt das einem nichts davon, warum die aus den USA unter den Wissenschaftlern, richtiggehend die mit dem nordamerikanischen Akzent auf Englisch, die Lückenfüller waren? Die Nordamerikanischen, sie nahmen an mancher Leute Stelle auf Stühlen Platz. Und das nicht in einem bescheidenem Maßstab. Sondern so, als wäre die Erdenwelt eine einzige Nordamerika-Party. Daß man sich beinahe darüber verwundern darf, daß Wissenschaftskonvents und -kongresse nicht von Haus aus in den Vereinigten Staaten abgehalten wurden. Damit den US-Staatlern lange, mühselige Reisen mit ihren Unkosten und Umständen erspart blieben.
Nichtsdestotrotz wurde auf der Welt herumgereist, mit seinen letzten Forschungsergebnissen im Gepäck. Während die Begebenheit in dem und dem Kirchenstaat, dort, wo man mal langsam im großen Stil bei Wissenschaftlichem mitmischen wollte, der Szenerie bei den Nordamerikabeheimateten entsprach. Dort, wo man in Wissenschaftsfragen und beim Anzweifeln von Formelhaftigkeiten, Rechenarten dann so weit war, viel mehr als nur anzweifeln zu wollen. Einflußnahme beabsichtigte man.
Es gab da kirchenstaatliche Amtsressorts, die kaum irgendwelche äußere Umstände zu interessieren hatten. Nur nach der Wissenschaftswelt und ihren Umständen schaute man dort. Sonst bekümmerte nichts.
Nahezu darf man das ins Auge fassen, daß da ehemals die Sterne am Himmel besonders günstig standen. Daß was zu unternehmen war, in eigener Sache. Bei seiner religiösen Optik. Und dann erst das, die Umstände, die dafür sorgten, daß es auf Erden zu einer Urknall-Beschlußfassung kam. Bei den Nordamerikanischen und ihrem Anliegen in Sachen Gottsuche. Bei denen stand man mittendrinnen unerkannt rum.
Alle Welt betraf das schlußendlich; der Urknall wurde als Wissen durchgesetzt. Als das EINE, das wesentlich sein sollte, wurde der Urknall ausgegeben. Ganz das Große, und das mit einem Wissens-Trick. Wissen, das war der Clou der Clous, mit dem man sich spielte. Um durchgreifend zu wirken, unter Euphorisierten einer Wissenschaftswelt, die wähnten, etwas wäre wirklich so, sie hätten ihn, den Schluß der Schlüsse ...
All das kumulierte, in einer Weise, daß es von dem her zu einem irdischen Großen Knall kommen konnte. Rund um den Erdball.
Eingermaßen umschattet, obskur, ein Großer Knall. Bei dem man derart unterwegs war, daß man sogar zukünftige Generationen mit ihm noch ansprach. Noch auf die mögliche Zukunft nahm man Bezug.
Bis heute soll man sich etwa um den Urknall besonders verdient machen. Letztes Jahr, Jahr '20 nach dem Millenium, erhielten zwei Nordamerikaner für ihre besonderen Verdienste um den Urknall einen Nobelpreis. Zwei, scheinbar besonders gut darin, der Plausibel-Machung des Großen Knalls eine Hilfestellung zu sein. Was heißt, selbst im Heute ist jeder dazu aufgerufen, einem Wissen zu einem Fundament zu verhelfen.
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