"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 308
Hatte von manchen Stellen an Armen, Beinen her ein Ziehen - Muskelkater -, als hätte ich die Nachtstunden über spontan was mehr Bewegungssport getrieben. Außerdem spürte ich grelle, böse Stiche von meinem unteren Rückgrat her. War mir unerklärlich, alles,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 307
Es müßte das auch sein, daß meine Angelika mal was tat, für ihre Studiengänge. Mehr Fleiß an den Tage lege. Das müßte ich doch verstehen. Am Wochenende wäre aber wieder Ausgehzeit. Bis Sonntag am späten Abend. Als ich nichts mehr gesagt habe, ist die...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 306
Ich möchte, daß Manuela zu mir kommt. Wie SIE an dem Nachmittag in der Stadt vorm Unteren zu mir gekommen ist. Etwas, was SIE seitdem so nicht mehr gemacht hat. Aber, um Manuela rufen zu können, reicht es nicht, nur an Manuela zu denken. Nein, ich bräuchte...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 305
Weil - so ein Foto ... Aber so, ohne Fotos von Manuela, irgendwas von Manuela Gespeichertes, das ich ausdrucken kann ... Das heißt, nichts auf dem Läppie, nichts auf Fotopapier. Da fehlen mir Möglichkeiten. Reine Einbildungskraft reicht nicht. Nur auf...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 304
Zwei dicke Wälzer aus der Unibibliothek lägen auf ihrem, Angelikas, Zimmer. Die müßten zumindest aufgeblättert werden. Das mit der Leihfrist, das würde langsam bedenklich knapp. Sie, Angelika, hätte nicht die geringste Lust, sich auch nur eines der Bücher...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 303
Frage ich Laila, wie sie denn auf Reise wäre. Man stelle sich vor, sie, Laila, so ohne Kopftuch, Schleier, dem Rest. Lämmchen, nenne ich Laila; sie wäre doch ein süßes, kleines Lämmchen. Dann erkundige ich mich bei Laila, wie es denn so geschoren sei,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 302
Montag am Abend. 19:43 Uhr. Der Samstag hat ein paar berichtenswerte Momente ... Tina, die Kalifornierin, reiche Fabrikantentochter. Tinas Papi machte seine viele Kohle mit verschiedenen Fabriken, in denen er Verpackungsmaterial herstellen ließ. Mensch,...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 301
Die Schnauze nun in entgegengesetzter Richtung, brause ich los. Habe jede Menge Gegenverkehr. Bis ... Wahrscheinlich wäre ich dann alsbald woanders. Wüßte nichts weiter von der Welt. Oder - alles wäre schlimmer, als es im Augenblick für mich ist. So zu...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 300
Nichts, das Angelika seitdem vernehmen hätte lassen, daß Angelika die gelbe Tüte irgendwie anging. Jedenfalls ist das einiges an Pillenzeug aus dem Psychokiste-Laden. Zwar sehr knapp am Ablaufdatum. Trotzdem gut für mich, zum Hinterherschmeißen, reicht...
"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 299
Erst vor einer Stunde habe ich eine der mir von Frau Doktor Hella verordneten Stimmungsaufheller gefressen. Unter der Aufsicht Angelikas. Trotz der Pille fühle ich mich hoffnungslos, trist. Pure Tristesse. Als ob ich ein Placebo gekriegt hätte. Könnte...