Der lange Nu
Ewig scheint er manchmal, der Nu. Unvergänglich. Und dann ... Und dann macht er sich schlagartig vom Acker. Der eine Nu, der sich so und so lange gestaltete, er ist fort. Und, er kehrt so wirklich nicht mehr wieder, ist zu bemerken. Er bleibt denn auf einmal boshaft fort. Nichts mehr jenes Nu's wird jemals wiedergesehen. Rückkehr wird nicht gehalten. Überdies, als wär der eine Nu nichts als ein Scheme gewesen, alles überhaupt nicht wahr. Seine flüchtigen Umrisse, als wäre jede Mitteilung einer Weile eine kurze Lüge. Unverwüstlich schien alles bei dem Nu. Von Anfang an. Bis alles im Nu verging.
Dieses Wolken-, Nebel-artige, das scheint im Kosmos was der Jetztzeit zu sein. Geradezu neumodisches Zeug, das sich als Umwelt der Galaxie Milchstraße präsentiert.
Während da die weiterhin ein wenig jugendlichere Galaxie Milchstraße, nicht eben die Übergröße, zu weitläufig ausgedehnt, sich wahrlich altmodisch abbildet. In einer uralten Stilart. Bei einer Spiralarmmode, die in vergangener Zeit nahezu jede Galaxie nahm.
Noch dazu - ist es denn zu fassen? - die Galaxie Milchstraße, das eines altvorderen Modestils, sie ist schlichtweg umzingelt. Das neue Zeug umgibt die eine Galaxie, die jugendlicher ist, aber bei dem Milieu ein altvorderes Modebewußtsein ausgebildet hat.
Muß man sehen, daß vor Myriaden an Milliarden Jahren kaum irgendwas anderes als DAS zu erkennen ist. Anderweitiges, das mal weiterhin nicht gesichtet wird, solange es keine neueren Nachrichten gibt. Bei dem, was man so auf den Kameraaufnahmen des weiteren sieht, ziemlich exklusiv ist das eine über eine weite Strecke. Nichts stört die Optik der dauerbesprochenen Spiralarmmode.
Wie allerdings die Welt rundum um der Spiralarmgalaxie Milchstaße sich darstellt, daherkommt, wirkt es beinahe, als wäre ausgerechnet die Spiralarmgalaxie Milchstraße in keinster Weise viel des Üblichen hier. Kaum das dieses Gewohnten. Anders wie so Galaxien vor Äonen sich präsentieren, geht es da regelrecht im Gegenwärtigeren in der Nähe der Galaxie Milchstraße zu.
Den Anschein, daß es bald nimmt, die Galaxie Milchstraße, sie wäre irgendwo hineingeraten. Unter fremdes, fahrendes Galaxien-Volk. Nicht allzu freundlich gesonnen, der Galaxie Milchstraße. Die eine Galaxie Milchstraße mit ihren momentan ausdefinierten Spiralärmchen. Vereinzelt, einsam, verloren. Weiterhin zu klein geraten. Inmitten von Riesen, Giganten, Monstern. An Ausdehnung hat manches der Galaxie Milchstraße tatsächlich einiges voraus. Nichtsdestotrotz nimmt die Galaxie Milchstraße vor Ort einen kessen Auftritt. Läßt sich sehen, erkennen. Wie sie sich großspurig gegenüber der einen Kleinen Magellanschen Wolke verhält.
Beinahe könnt jemand noch meinen, als wäre die Galaxie Milchstraße von woanders her. Glattweg nach hierher verbracht worden. Ist das Teil mit der Bezeichnung Milchstraße etwa das Opfer einer Entführung geworden? Oder - was ist auf dieser lokalen Bodenfläche einer Galaxienstrecke geschehen? Womöglich nicht allzu viel Großartiges. Vielleicht hat sich die eine Spielart der Großen Magellansche Wolke, des Andromeda-Nebels im Laufe der jüngsten Kosmoszeit nach hierhin ausgebreitet. Hat sich breitgemacht. Ist im Beilauf irgendwie zugewandert.
Oder ist doch alles ganz anders? Jedenfalls, das Uralte, das mit den zig Spiralarmgalaxien, ist noch unendliche wüste Weiten entfernt von hier. Dort, wo weit und breit wenig anderes zu sichten ist. Nichts als die eine Ausformung der Spirale, die man neuerdings so freiweg sehen, überblicken darf. Mithilfe einer Hochtechnologie, rechnergestützt, die sich früherher kein Mensch in dem Maße vorstellen konnte, wie ebensowenig den zielführenden Präszisionsschliff der in die Großteleskope eingesetzten metergroßen Linsen.
Als Phantast wäre jedermann abgetan worden, der so was ehedem dahergeredet hätte, wohin man in dieser Gegenwartszeit, Zwanziger Jahre nach dem Millienium, wirklich zu gucken imstande ist. Ohne damit glücklich zu sein.
Ein Hauch verwüstender Alterszene kann man also für sich betrachten. Eigentlich alles, wie was irgendwie Geträumtes. Derweil eher Beweisfotos aus Vergangenheitstagen Vielleicht, daß manche Behörde sie mal gerne sichten würde. Während man mancherlei Echtheit abstreitet. Gerne, daß man wüßte, wie wahr bestimmte Begebenheiten dort im Heute noch sind. Denn, da ist ein Nu Ewigkeiten her. In einer Weise, daß mal alles aufhören müßte, hier, DORT. Bloß, es hört nichts auf, DORT.
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