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Blog von TeddeMehr

Immer höher die Frequenz

22. Mai 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Vor vierundzwanzigtausend Jahren ist im Zentrum der Galaxie Milchstraße irgendwas losgebrochen, wovon man am Erdplaneten seit dem Ende der Zehner-Jahre nach dem Millenium etwas weiß. Eine Entzündung hat sich dort am Galaxien-Mittelpunkt eingestellt, daß innerhalb kürzester Frist, nahezu unvermittelt, eine gewaltige Sonne aufschien. Als hätte so ein Giganto-Stern loszuleuchten angefangen.

Was nun wiederum am irdischen Horizont die Szene mit den sogenannten Jets in den Vordergrund rückt.

Die sind für den menschlichen Betrachter des vierundzwanzigtausend Lichtjahre fernen Geschehens nun regelrechte Interessenslage: diese Jets.

Jene von der Galaxien-Mitte im Grund zu jedem Augenblick mal wegschießenden Strahlen, während der englische Ausdruck Jet gleichzeitig noch mit dem Ausdruck Düse zu übersetzen ist.

Eine Düse ... Da sollte man alles im Dreihundertundsechzig-Grad-Umkreis in Betracht ziehen. Jede Fläche, die erreicht werden kann. Mal.

Gewöhnlich werden so oder so Jets von Sagittarius A weggeschossen. Schließlich geht nur ein gewisses Maß an rankreiselnder Ware für die Aufbereitung in das Schwarze Loch Sagittarius A rein. Sagittarius A, wie ein Ofen. Ein Heizkessel. Verschiedenes, das wird reingeschaufelt, drinnen aufgeschichtet, wo Platz ist. Dann ist dem Reingeschmissenen, der Schichtung genug, die Klappe geht zu. Bis das nächstemal nachgeschoben wird, damit die Ofenglut neu anfacht. Auf annähernd gleichbleibender Temperatur wird alles im Ofen, Kesselinneren gehalten. An allzu viel Abkühlung ist da nichts und niemand interessiert. Abklingbecken sind mit Sicherheit nicht gerne gesehen. Der Eindruck, daß so was mal drinnen sein konnte, wie ein über alles ausgebreiteter Schleier, einer des Vergessens.

Bloß, das, was sich in der Gegenwart zeigt, das hat mit einer anderen Seite was zu schaffen. Mit Überhitzung. Viel mehr als die innere Glut benötigt, das ist das, was sich boshaft in allernächster Nähe des Schwarzen Lochs eingefunden hat, dort sich böserweise an die Innenwelt heranschiebt. Hineingelangen, daß einiges möchte. Das nutzlose Übermaß, das es in sich hat, das sich randrängelt. Nach Einlaß begehrt es DEM. Dem schieren Luxus. Ein wahres Vielzuviel an allem. Mehr, als gebraucht, benötigt wird. Das Gute, aus dem das Arge, ein einziges Ärgernis wird. Das eine, kaum von einem alleine zu bewältigen. Ein zunehmender Schweregrad, damit fertigzuwerden. Was für Hilfeschreie.

Die Verstopfung, die droht. Das, zugepappt, vollgekleckst zu werden, von Kleister.

Was man sich echt in der Weise betrachten könnte: Bei dem fünf Millionen Sonnenschweren unterwegs habenden Schwarzen Loch Sagittarius A ist einiges Bedrohliches vor Ort eingetroffen. Sicherlich Verhältnisse, die man so umschreiben könnte: Wünschenswert ist da nicht das bißchen was. Freiwillig hätte man sich nicht darauf eingelassen. Da ist zwischendrinnen ein Ding passiert. Denn, an die Galaxien-Zentrale konnte von etwas herangelangt werden, das ziemlich böswillig in der Entfaltung sein kann. Bei dem Zugriff, den es sich besorgen kann. Das eine, das als Übertriebenes, das Unmäßige sich zeigt, das ist die Bedrohungslage für ein einzelnes Schwarzes Loch schlechthin. Weil dessen Achilles Ferse.

Das bei Sagittarius A Aufgetischte ist wegen seiner Menge unverdaulich. Außerdem hätte es in Begehr, daß ungezügelt davon was sofort geschluckt werden soll, mittenrein ins Schwarze Loch wandern.

Nach besten Kräften, daß sich Sagittarius A nun seit vierundzwanzigtausend Jahren gegen dieses Daherkommende, Anschwappende, das mit Überfluß etwas zu schaffen hat, wehrt.

Was auch für die fernere Stasis-Blase bei Sagittarius A dies und das zu bedeuten hat. Nämlich das, daß jede Menge des Zurückgewiesen hineinverteilt wird.  Im Normalfall ja nichts Schlechtes, wenn sich in der Blasen-Ausdehnung Kleinigkeiten an Staub- und Ascheware  rumverteilen. Sich auf die Wirbelfahrt begeben. Alles mögliche an Staub- und Aschezeug wird da immer gerne genommen. Rundweg selber, daß man für Nachschub von dem und dem noch sorgt. Jede Suppenküche, die sich neu entwickelt, ist bei Sagittarius A in der Vorhand zu sehen. Ist da genügend für die Gewinnung neuer Sterne da, für die Aufbereitungsprozesse dafür. Jedes Schwarze Loch hat so was gerne, nichts steht da dagegen. Denn, dafür wird gereist, hochgeschwind.

Nur, das, jetzt. Das eine, dem vom Menschenauge mithilfe der hochtechnologischen optischen Gerätschaften seit Ende der Zehner-Jahre nach dem Millenium zugesehen werden kann. Mit dem hat es wohl eher eine Bewandtnis. Die einer Boshaftigkeit. Hier hat weniger was mit Glück, Freundlichkeit zu schaffen. Sondern damit, daß sich irgendwas ereignet hat. Auf der Fahrstrecke scheint was rumgelegen zu sein, wurde mitgenommen. Etwas Gräßliches, Ekelhaftes. Das überdies noch an die Mitte, die Zentralstelle, herangelangen konnte. Um sich in attackierenden Weise vor Ort zu entfalten. Zu einer Entzündung führte das. Zu einer abrupten Spontanreaktion bei Sagittarius A. Einem Abwehrverhalten.

Was auch heißt, schießen die Jets momentan hochfrequentierter als ehedem die Zeit von Sagittarius A fort, kann die Geschichte nochmals um ein vielfaches an Frequenz und Wucht zulegen. In einem unvorstellbaren Ausmaß. Daß das, was wegspritzt von Sagittarius A, nicht nur größere, bessere Ladungen enthält, sondern nahezu selbst noch aus der Galaxie Milchstraße und ihrer Ausdehnungsgrenze hinausschießen kann. Nochgerade, daß sich das gesamte Blasen-Innere von Sagittarius A unter Dauerbeschuß befindet. Bei einem Hochfrequenzfeuer in Potenz.

Und das, was da das Geladene sein kann, das, was an sich bald als Streuung überall ankommen kann. Das, was ab dem Augenblickchen losgeht, wenn es einen erreicht. Dort, in der Nähe dieses Spiralarms der Galaxie Milchstraße, hat so was schon seine Präsenz. Das Überhitzte, das sich seit seinem Aufschlag im Vakuum in der Form einer pyroklastischen Groß-Wolke ausbreitet.

Aus dem Nichts aufgetroffen, mit rasanter Abkühlung erklärbar.

 

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