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Blog von TeddeMehr

Als alles paßte

7. Oktober 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Der Große Knall beinhaltete alles.

Da war es egal, daß das EINE, die allgemeine Entstehung von allem und jedem im All, in einer Großexplosion seinen Ursprung haben sollte.

Nichtsdestoweniger - es kam auf Erden zum Großen Knall. Im Verlauf einer umschatteten, finsteren Epoche, als viel zu viele Leute, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, ganz andere Probleme hatten, als sich über ein elementares Knallmoment den Kopf zu zerbrechen.

Selbst darüber, daß der eine Urknall in erster Linie eins zur Folge hatte: daß eine Kirchenseite sich beruhigt zurücklehnen konnte. Dafür hatte man angesicht einer keimenden Religiösität nicht viel Sinn.

Am Großen Böllerschlag, nachdem DER ausgerufen wurde, DIESEM zur Großinstallation verholfen war, blieb die Struktur, wie alle Welt entstanden sein sollte, wie gehabt. Für Leute mit einem Religionsblickwinkel an sich kein Grund zur Klage.

Eine lang anhaltende Friedensära, eine, die sich bis in die heutige Gegenwart - die Zwanziger Jahre nach dem Millenium -, die sich daraus regelrecht ergab.

Muß man sich doch nur mal vorstellen: keine einzige Zeile an den im Dauerbuchdruck befindlichen Religionsschriften hatte man irgendwie abzuändern oder gar wegzulassen. NICHTS mußtee man unternehmen. Rundum ALLES durfte man beibehalten. Mit dem Großen Knall-Momentum, das jedermann als etwas wissenschaftlich Fundiertes betrachten sollte, erledigte sich für manches, bei Glaube und Religion beheimatet, jegliche Art von Fisimatenten.

All das, mit dem so vorher vom Wissenschaftshof aus immer gedroht wurde, mit dem war es vorbei, am Urknall.

Oder - wer sieht da jenes eine gewisse Anliegen nicht? Das, was Theologen wie Steine auf den Herzen liegen haben konnten. Angesichts von einer anhaltenden wissenschaftlichen Ergebnisoffenheit. Was hieß, alles mögliche bei so den Weltenentstehungslegenden, das auch noch sein hätte können.

Nicht ohne Folgen.

Schlußendlich war der Große Knall ehedem auch nur eine von mehreren Möglichkeiten. Nicht die beste, nicht die schlechteste.

Bis es denn zur großen erdenweltweiten Knall-Werdung kam, wäre vielerlei noch drinnen gewesen.

Mit dem umfänglichen Aufkommen der nordamerikanischen Wissenschaftsleute in jeder Wissenschaftsfakultät passierte es allerdings, geriet ein Ding voll in die Vorhand. Man stelle sie sich bloß mal vor, die aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Diese hohe Zahl an Gottsucher-Wissenschaftlern. Dazu noch jene Wissenschaftler, die eigentlich geweihte Priesterschaft waren, jedoch zumeist das Wissenschaftler-Zivil für sich nahmen, den Priester allerhöchstens andeuteten. Die sich ebenfalls bei den Nordamerikanern verhalten konnten.

SO, aus seiner Glaubenslage heraus, daß man das Universum ins Auge faßte. Daß es klargehen sollte: JENE standen den ständigen Drängeleien derer vom Kirchenstaat wirklich nicht ablehnend gegenüber. Die verstanden, was Blicke untereinander bedeuteten. Und erst recht  das,, wenn es sich ereignete, daß da Hubble war, Hubble mitsamt seiner nordamerikanischen Kollegenschar. Hubble und dessen Wissenschaftsartikel. Hubble, derjenige mit den Galaxien, diese erläuternd. Für mancherlei wissenschaftlichen Unterbau am Großen Knall sorgte Hubble, selbst wenn er selber Sachverhalte in einer anderen Weise interpretierte.

All das waren die Voraussetzungen, unter denen man es irgendwann zu einer durchgreifenden Entschiedenheit bringen konnte. Daß selbst ein X-Faktor, was Göttliches meinend, in die Wissenschaften und die Weltallweite Einzug halten konnte.

Sämtliche Klagen der vorausgehenden Jahrzehnte. Die zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre hindurch. Als man kirchlich lamentierte: Wissenschaftler als Helden der Jugend und so. Jeder wollte in die wissenschaftlichen Fächer, kaum mehr einer die Theologie studieren. Daß viele nicht in Heiligen Büchern, sondern Science fiction lasen. Da Außeridische mit Gottheiten gleichsetzten.

Am Urknall wurde dann vieles, wenn nicht gar alles anders.

Besser hätte man nicht erhört werden können, als mit dem Großen Knall. Was man denn auch schon im neunzehnten Jahrhundert haben hätte können.

Glaube und Religion und das Wissenschaftliche, am Großen Böller, da paßte knallermäßig wieder alles. Damit war die Theologie allüberall in den Wissenschaftsfakultäten zurück. Nicht irgendwie außen vor, vielmehr mittendrinnen.

 

 

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