Was des Gewöhnlichmachen
Die Wissenschaftler, denen man viel zu lange fast schon direkt Heldenverehrung entgegengebracht hatte. Ehedem. Muß ja nicht ständig alles aus dem Blickwinkel betrachtet werden, was so die Dreißiger Jahre als Duce-Faschismus und Nationalsozialismus am europaischen Festland großgehen durfte. Auch außerhalb Europas gab es noch ein vielschichtiges Leben. Viele Regionalflächen rund um den Globus. Auf denen was los war.
Schließlich führte da so das Dauerveröffentlichen in so Wissenschaftsmagazinen schon so in den Dreißigern des letzten Jahrhunderts zu einigem. Man war als Wissenschaftsmensch, Verfasser phantastischer, miunter restlos religionsbefreiter Bücher ein gefragter Mensch. Diese, jene durften sich im Radio und so äußern, schrieben für Zeitungen, Magazine, verbreiteten ihre Ansichten und Blickwinkel, blieben dabei nicht auf den Wissenschaftshorizont beschränkt. Sondern erwarben sich eine Stellung in der Gesellschaft. Auch eine Diskussionsschiene war zu führen von welchen, ohne allzu große Wahrnehmung einer Gottesfürchtigkeit.
Auf alle Fälle waren so Wissenschaftsleute, Schreiberlinge wissenschaftsorientierter Geschichten mitunter nahe dran an einem heutigen Musikwelt-Sternchen-Status. Selbst die zu allem möglichen fähigen Mädchen, Frauen konnten sich bei einem von ihnen einstellen. Nach der Art von Groupies. Die Weiblichkeit, geradezu seit eh und ja das Beste der einen einzelnen abfeiernden Kreische-Szene. Die Damenwelt, die kann das vor allem. Bei einer Veranstaltung, die sich mit der Zeit, als Folge seiner wissenschaftlichen Beschäftigung entwickelt hatte. Während man sich im Gegenwärtigen, dem einen eigentlich Spott entgegenbringend, darum wissen, wie einige aus dem Frauenlager sich im Angesicht von einem aufführen können, daran ausprobiert, so was mitunter auch künstlich hervorzurufen, regelrecht zu veranstalten. Vor allem auf der Musikantenstadelbühne. Das eine Moment für die Flüchtigkeit, das einer Sternschnuppe, die rasch am Nachthimmel verglüht. Derweil das schnelle Geld in die Taschen von Produzenten fließt, die die Puppenspieler und Strippenzieher sein wollen. Der Rest, geht der am Schluß für die Müllkippe, am Schluß egal.
Wer sieht das nun nicht? Das mit dem Vorlauf des Großen Knalls auf Erden, der das Universum in Betracht zog. Einiges an der Heldenverehrung weltlicher Wissenschaftsmenschen paßte da religiösen Kräften bis hinein in einen Kirchenstaat nicht. Damals, so die zwanziger, dreißiger bis rein in die vierziger Jahre. Daß auch da mal was geschehen sollte, mit JENEN Wissenschaftlern, zumeist als falsche Idole, Götzen umschrieben. Und die einen, diejenigen Leute, Wissenschaftler, Romaneschreiber, sie waren zu profanisieren. Prakisch gingen die der Wissenschaften irgendwann auch aufs Klo. Wie jeder andere gewöhnliche Sterbliche auch, daß an Klo-, Zeitungspapier herumfingert wurde.
Geradezu ein Faktor, auch was, was der Große Knall ganz selbstverständlich mit inbegriffen hatte: die Entzauberung, Herabwürdigung. Während die früherher dann und wann selbst noch im Glauben zu erschütternde Priesterschaft sich am Großen Knall-Momentum zu straffen wußte.
Oder ist das nichts, wenn man sich selbst vorm Wissenschaftszeilenbelesensten noch hinstellen konnte, mit dem unzweideutigsten Fingerzeig, dem Hinweis auf den Urknall? Klar und deutlich müßte das einem jeden sein, daß es am Großen Knall an der Schöpfungsgeschichte rein gar nichts mehr herumzudeuteln gab. An dem: Im Anfang schuf .... Alles hatte man am Großen Knall zurück, war frei beweglich. Das gesamte Spektrum war erneut freiweg abzudecken. War da mal irgendwas? Eine Sorge? Ein Kummer? Ohne zurückstecken zu müssen, konnte man sich aufführen. Was immer da einer vor einem meinte, der sollte besser nicht bei Wissenschaftszeilen durch die Gegend lesen, dort alles glauben. Vielmehr sich das Buch der Bücher wieder mal vornehmen.
Quasi, da war nichts mehr irgendwie gegen einen bei Glaube und Religion zu sagen, am Großen Böller, der ab einem gewissen Zeitpunkt die ganze Welt elementar bewegte. Seitdemr da die Lunte anzuzünden war, die sich voranbrannte, bis es die eine Detonation gab, die für jegliches verantwortlich sein soll. Den göttlichen Willen hatte man am Wissenschaftshof einzusehen, miteinzubeziehen in seine wissenschaftlichen Berechnungen. Singulär war das eine Ereignis denn auch. Durchgreifend. Inflationär flog und fliegt alles von dannen, von einem Weltenpunkt aus. Wie infolge eines göttlichen Willens.
Wer früher mal so hinging, sich großmächtig wo hinplazierte, ein spaßiges Erlebnis mit dem von der Kirche abgesandten Gemeindevorsteher haben wollte, der seine Schäfchen überblickte zählte. Dem einen war die Predigt tatsächlich nicht länger zu stören. Ganz so laut konnte der Störer nicht mehr werden, um nicht die prächtigste Abreibung und Erwiderung abbekommen zu können. Was bei einem der Priesterschaft zu bewirken, das haute nicht mehr das kleinse bißchen hin. Am Böllerschlag für die Kosmosweite hatte kein Priester länger die Augen niederzuschlagen. Jedes Oberhaupt einer Kirchengemeinde war mit dem einem Knall wieder zurück am Ball, auch bei den Wissenschaftsthemen. Einer im Priestergewand erzählte die Schöpfungsgeschichte, wie und wann immer er dazu die Lust hatte. Und die Wissenschaftsartikelweise, bildete tatsächlich nichts anderes ab, als die Urknall-Szeneie. Mit der umzugehen war.
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