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Blog von TeddeMehr

Die Hochrüstung der Sternwarten

2. November 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Am Großen Knall saß man als Religionsseite am erhöhten Stuhl rum, fast wie zu seinen allerbesten Mittelalterzeiten. Im Mittelalter die Tage, als man den meisten Leuten vorgab, was diese wissen durften, was nicht.

Besser spät wie nie, heißt so ein Spruch. Den man auch auf den einen Böllerschlag anwenden konnte, nachdem dieser als eine mögliche grundsätzliche Erklärung für alle Weltenentstehung lange im neunzehnten Jahrhundert die Möglichkeit sein hätte können. Hätte man sich in europäischen Wissenschaftskreisen auf die Weltenentstehungslegende mit der kosmischen Knall-Aussicht eingelassen, statt sich störisch vorzuzeigen.

Hätten sich die Wissenschaftsleute Europas das EINE ansagen lassen wollen. Was gut zu verstehen gewesen wäre, nachdem um sie her nichts als Monarchie war. Jede Menge Gläubigkeit und Kirchenmacht unter den Bevölkerungen auf den jeweiligen kleinteilig-regionalen Landesflächen vorherrschte.

Bloß, es kam um die Jahrhundertwende neunzehntes zum zwanzigsten Jahrhundert nicht das bißchen dazu. Das bei den Wissenschaftsfakultäten Anschwappende, drängelig an sie Herangetragene, das wurde allerhöchstens zur Kenntnis genommen. Angesehen. Während man sich fürs Schulterzucken entschied. Sich als das Wissenschaftliche lieber das mit der Unentschiedenheit behielt. Quasi das, nichts direkt zu wissen. Das eine Unbestimmte, aus dem sich alles und nichts ergeben konnte. Statt irgendwie die gewisse fixe Wissensart abzukriegen.

Jene Ergebnisoffenheit und die Distanz zu denen von Glaube und Religion bewahrte man sich. Das, von dem viel zu viele nordamerikanische Wissenschaftler, so die auf der Gottsuche, kaum was wissen wollten. Seltener einen Plan hatten die Nordamerikaner, weshalb man zur Theologie und Kirchenstaatlichem kühle Distanziertheit wahren sollte. Und dann kam es im Amerikanischen bei Hubble und Hubbles US-Kollegenschaft irgendwann zu einer Wissenslage und Euphorie. Wobei sich späterhin doch ein Witz präsentierte: daß man sich, all seines gewissen Wissens zum Trotz, ein wenig verunsichert zeigte und in der Weise auch äußerte. Bedenken hatte man vor allen Dingen wegen so Zukunftsgenerationen. Daß so ein Fundament, das am Großen Knall, doch zu erschüttern wäre. Trotz all des Inflationären, das man wegen so einer Fahrweise von Galaxien besprach. Während man gleichzeitig damit angefamgem hatte, den realen Explosionspunkt wo zu erkennen und über IHN zu unterrichten. Komplex und komplexer rechnete man sich näher an den einen frühesten Ereignis-Horizont bei dem kosmisch-elementaren Ausgangspünktchen heran. An den Ort, von dem man behauptete, daß alles dort seinen Anfang genommen hätte.

Die Generationen der Zukunftstage betrachtete man dabei zweifelnd. Meinte regelrecht beschwörend, daß jeder der Nachkommenschaft, der sich das mit dem Horizont Großer Knall für die Arbeit vornahm, das auf alle Fälle mal einsehen müßte, daß es DIESER tatsächlich wäre. Der einen Gewißheit, der des Urknalls, hätte man sich in jedem Fall als das vorgegebene Endresultat anzunehmen. Dem, daß das nun mal das Ergebnis wäre, das unter dem Strich. Gleichfalls müßten SIE sich nach dorthin hinrechnen.

Wobei so die Zeitfläche von vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahren für den einen elementaren Explosionsausbruch das Gemütlichste war. Mit dem Radius vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahre war man am glücklichsten. Mit dem ließ und läßt sich bis Heute am besten rumrechnen. Daß man es am liebsten bei den vier- bis achtzehn Milliarden Jahren, belassen hätte. Weswegen sich mitunter einem jeden im Heute nahezu ein Wissenschaftskreationismus darbietet.

Wäre man bei der Angelegenheit, mit der einer eventuell Probleme kriegen kann, nicht auch selber gewesen, weil man weiterarbeitete, sich und seine Gerätschaften fortzuentwickeln. Das eine sich zwischendurch dabei abholend, das immer wieder zum Ungemütlichen an der gesamten Angelegenheit am Wissen um den Großen Knall führte. Das eine, daß man sich an den Teleskopen in den Sternwarten im größeren Stil technisch verbessern konnte. Bei den einen Gerätschaften, die man für den Blick hinaus ins Universum nutzte, mit denen war einiges anzustellen. Derweil eins zu konstatieren war. Daß man der eine mit dem Großen Knall war, als solcher voll erwartungsfroh, daß man nicht falsch läge. Und trotzdem geschah es im Grunde, daß man eigentlich nie das Erhoffte, Ersehnte kriegte. An ein Ende war mit keinem der fortlaufend neuentwickelten Hilfsmittel zu sehen. Das war einem bisher einfach nicht gegeben. Bis hinein in die heutige Gegenwartszeit.

Wirklich, wie immer man beim Inflationären bester Hoffnung war, daß alles rundherum beizeiten bei der Ausdehung mal schlagartig ein Ende nähme. Daß das Momentum entstünde, daß jegliches an Zeugs, Materie mal an einer Grenzlinie liegen bliebe. Daß all die Inflation zum Erliegen käme. Womit das bisher ewige Unendliche doch endlich endlich wäre. Das Weltall teilte diese Szene und Betrachtungsweise nicht mit einem auf Erden. Nicht ums Verrecken.

 

 

 

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