Die angezündete Nebelkerze
23. Oktober 2023 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #rundgehen
Jene eine Aufstellung, knapp hintereinander her und mannigfaltig das Tempobolzen, die läßt allerhöchstens fragen, gibt es irgendwo ein Vorderfeld mit dem einen oder anderen Vorausfahrenden - und welche bilden wo den Abschluß. Bei einer Metastasenausbildung. Bei einem Virus-Schwarm.
In jedem Fall gibt es Kreuzungen, auf denen ein wenig an-, innegehalten zu werden scheint. Kurz abgewartet, bis es den rechtzeitigen Zeitpunkt gibt, daß man sich einfädeln, -reihen kann. Ohne denen auf der Hauptstrecke zu heftig vors Kontor zu fahren. Demnach, zu stark ineinander einzuschlagen. Das will man denn genausowenig wie das, zu wild rumzuflippern. Und - wer zu langsam ist, eine Geschwindigkeit nicht erreicht, nicht Abstandhalten kann - der verliert sich an die nachkommende Aufreihung.
Jedenfalls muß aufgepaßt werden, wenn der Haußtverkehr auf der Dauerrennstrecke in eine einzige Richtung geradeaus verläuft.
Des weiteren stellt sich die Frage, wenn man bei einer Kurve oder mitten auf der Streckenlandschaft zu weit ab-, hinausgetragen oder -geschubst wird - ob das das Angesagte ist. Einmal, selbst die beste Leuchtekugel kann es mit Sicherheit zerlegen. Derweil auch das nicht der Bringer zu sein scheint, bei einem massiveren Aneinanderstoßen zu weit in Undefinierbares hinauszugelangen. Ich meine, von der und der Leuchtestrecke abzukommen. Dabei zu tief hineinzudrücken, in eine dräuende Dunkelblase.
Oder - wie ist da was am Rundgehen, in Kosmosblau? Verlässen einem im blaufarbenen Selbstfluoreszierenden und dessen Diesigkeit urplötzlich gräßlicherweise die Lichter der Galaxiennachbarschaft? Wird denn die Klarsicht urplötzlich eine, als wäre man auf Erden mit der Karre in eine Nebelwand hineingefahren. Ö - bei Londoner Nebel.
Spaßig, der Blickwinkel mit London, nicht?
Voll egal, denn dieses Problem, das scheint die Galaxie Milchstraße im Kosmosmoment nicht zu haben. Daß bei ihr zu befürchten wäre, daß - die fortwirkende Umfinsterung links und rechts der Streckenführung, bei zu starker Bewölkung und so. Bei all dem, das ein-, vernebelt.
Da hat die Galaxie Milchstraße anderweitige Sorgen, Bekümmerungen. Welche von alternativerer Weise. Nicht die - von einer Strecke abzukommen. Eine Pampa-Lage im Irgendwo in Erfahrung bringen zu müssen. Bei einem eingeschränkten Blickfeld. Daß eventuell galaktisch eine Rundumgefährdung kennenlernt wird, nachdem man unterwegs auf der Etappe abreißen hat lassen. Daß man als was Vereinzeltes Unterschiedlichstes kennenlernen muß. Vielleicht das, bis ins Kleinste Atom hinein zerlegt zu werden. Oder, wenn die Atomgewichte sich halten, beim Rest der augenblicklichen Ausformung im Großen verlorengegangen zu sein.
Doch die Frage, was geschieht einer Leuchtekugel, einer Galaxie oder einem Zusammenschluß in Form eines Galaxien-Haufens, gerät so ein Gerät zu tief ins Untiefe rein. Wird in der Desorientierung eingetroffen. Verliert sich der einen umgebende Lichterglanz restlos ins Nichts. Ganz die Weise, was mit mir unter Wasser geschehen könnte, wenn ich nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Die rettende Wasseroberfläche über mir. Das Halteseil, das hab ich dummerweise losgelassen, kann es nicht mehr ergrabschen.
Auch vergleichbar damit, wenn ich mich bei sengender Sonnenglut in einer Wüste verlaufe. Wo ist noch jemand, der mich zurück in die Zivilisation geleitet? Der eine Nomade auf seinem Kamel?
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