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Blog von TeddeMehr

Bewacht, kümmert nicht

6. Januar 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Normal ist nicht davon die Rede, daß so gewöhnliche Menschen dauernd überall hinkönnten. Wer da wo hineingelangen dürfte, das sind nichts als geladene Gäste, Leute mit Terminen. Etwa welche aus der Sportlerwelt, hat man im Nachgang so Erfolge zu feiern, oder man ist aus dem Schau-Geschäft. Journalisten dürfen dann und wann ebenfalls wo rumlaufen. Gewisse Passagen nehmen, so was. Der Rest: gesperrtes Gebiet. Einem spontan verwehrt.

Hat man die Absicht, kurz auch nach woanders in der Gegend rumzumachen, hat man plötzlich zu gewahren, daß dort doch wer aufpaßt. Daß nicht jeder ein Befugter ist. Daß man einen Passierschein dabei haben sollte, irgendein Dokument, wird man angesprochen. Wenn man schon nicht bekannt ist.

Also: Ständig geht's vorbei an bestem Wachpersonal. Hat man es mit Ordonanzen zu tun. Allerbestens auf die und die Eventualität vorbereitet. Zu allem fähig. Aus dem Stand, daß auf einen losgehüpft werden kann. Bei den Pflichten, die man an der Stelle hat: die Augen offen zu halten und einen etwaigen Eindringling, Angreifer zu erkennen, zu melden oder gar abzuwehren,. Was immer dabei mit ihm anzustellen. Selbst erschossen werden, das könnt einer in einem Sekundenbruchteil von einem der waffentragenden Posten.

Nur, was ist, wenn das, das eindringt und seine Absichten hat, jederzeit an allem und jedem vorübergelangt? Etwa durch einen wie IHN, diesem Jahr '17-US-Präsidenten. Dem Sieger der Jahr '16-US-Wahl. Ist da jemand in dem seiner Begleitung, oder wurde sogar ein Termin bei dem Präsidenten für ihn vereinbart, dann darf so jemand auch unmittelbar vorkommen, wo dazutreten, selbst noch hinein zum Präsidenten im "oval office" würd man ihn lassen.

Wie dergleichen ja schon größer geschah, da. So obskure "Breitbart"-Gestalten, die ohne weiters mit dem einen Präsident mitkamen, die er geradewegs noch in Amt und Würden brachte. Daß die, als wären sie nichts Feindseliges, ganz freihändig im Weißen Haus spazierengingen. Als so die Vertreter von Leuten, die ... Die man kaum in annehmbaren Worten beschreiben kann.

"Breitbart"-Typen finden hier Erwähnung. Wie soll man DAS mit denen nur verdeutlichen, DIE erklären? Dieser unsägliche "Breitbart"-Hintergrund. Ein Wesen, so ein "Breitbart" ...

Charlie Chaplins "Tramp", zunächst zierte den ein Breitbart. Aber der ist als der "Breitbart" nicht gemeint. Nicht das bißchen was des "Tramps", dieser Stummflimfigur, die Charlie Chaplin die meiste Zeit in seinen Filmen verkörperte. Der "Tramp", diese Kunstfigur eines haltlosen, etwas in der Welt überforderten, verloren herumirrenden Mannes. Eine Person, der dauernd was passierte, Unglück dazwischenfunkte. Die eher in Armut verweilte, als wo größer was an Hab und Gut gewinnen zu können. Auch eine Frau, die hatte er nicht zu oft für länger. Alles verging ständig bei ihm, irgendwie. Das einzige, das sich hielt, das war ein verknitterter, ausgewaschener Ausgehanzug, ein viel zu kurzes Spazierstöckchen und eben jenes Merkmal im Gesicht: der schmälere, breitere Bartstreifen. Ein Breitbart. Nichts eines ausgewachsenen Schnurrbarts. Sondern das, ein getrimmter Streifen an Barthaarbewuchs, den das Rasiermesser knapp noch gestattete.

Der "Tramp", der war für Charlie Chaplin die Rolle seines Lebens. Und damit machte er nach dem ersten Weltkrieg rund um den Globus bis noch rein in die dreißiger Jahre so richtig Mode. Daß sie sogar so ein Österreichstämmiger, ein Weltkriegsheimkehrer, der sich als Gefreiter bei den ehemalgen Frontveteranen über Wasser hielt, irgendwann für sich nahm. Zumindestens in der Visage hatte er dieses Zeichen. Er, einer, der denn bei den Heftchen,  Wochen- und Monatschriften verweilte, die es anscheinend so in den Ex-Soldatenkreisen überreichlich gab. Rechtsdrehend verlogene Haß- und Hetztexte aus der Feder von Nationalkreis-Autoren, deren Namen in der Gegenwart der Jahr '19-Tage nach dem Millenium nicht vielen mehr was sagen. Die Urheber von Textzeilen waren die, in denen unter anderem von der einen "Dolchstoß"-Legende was auseinandergesetzt wurde. Inhalt: Der erste Weltkrieg hätte auch noch gewonnen werden können, hätte man nur den Kaiser nicht entmachtet. Danach es aus der Berliner Hauptstadt den Generälen nicht angesagt, daß es denn nun Frieden geben sollte. Mit all dem sinnlosen Gemetzel würde Schluß gemacht. Die von rechtslastiger Hand allerdings, die, was mit der Verklärung im Sinn, was anderes erklärten. Die nichts anderes kundgaben, als hätte dem kaiserlich-deutschen Soldaten nichts als der Nachschub gefehlt. Mit dem, daß das aus der Etappe ausblieb, wäre man den Frontkämpfern in den Rücken gefallen. Obwohl der erste Weltkrieg von der kaisertreuen Generalität doch noch gewonnen werden hätte können. Daß man, wäre alles nur weitergegangen, gegen die Erste-Weltkriegs-Alliierten noch gesiegt hätte.

So das las dieser eine, solcherart nationaltümelnde Schriftwerke, verlogen hetzerisch, revanchistisch, rassistisch, intolerant, bluttriefend haßerfüllt, der, den die im Heute an der Statt Charlie Chaplins "Tramp" meinen, sprechen sie von einem "Breitbart".

Man stelle sich vor. Und so welche, aus einer so politisch rechtsrausdrehenden "Breitbart"-Fläche, die hatten durch den Jahr '17-Präsidenten Zutritt ins Weiße Haus. Sogar in Amt und Würden wurden sie gebracht. Sie saßen ab dem Moment mit in beschlußfähigen Gremien, Kommissionen, Ausschüssen im Weißen Haus. Einer war insbesondere ruhmreich. Weil es von ihm hieß, er könnte sich noch unmittelbar den Gehörgängen des Präsidenten annähern. Ihm Worte einflüstern. Geradewegs was war der, der an hoher Position was für eine "Internet"-Plattform und so gearbeitet hatte, Mitarbeiter war bei was, das sich höchstselbst "Breitbart" bezeichnete. "Breitbart", womit nicht der "Tramp" Charlie Chaplins betrachtet werden kann, sondern jemand anders. Derjenige wird gemeint, der sich der "Breitbart"-Mode, die der "Tramp" Charlie Chaplins weltweit brachte, ebenfalls annahm.

All das ging lange um, im Weißen Haus. Kam, als ihm reingeholfen wurde, vorüber an strammstem Wachpersonal. Nur die Strammsteher, Salutierer, daß DIE, die spöttisch begleiteten, beim Vorüberschreiten ansahen. Sonst geschah ihnen nicht viel. Ihnen, die trotz all dem dessen, was sie waren, keine Verhaftung oder zumindest Platzverweise zu befürchten hatten.

 

 

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