Ohne Bleibe-Perspektive und im Suff ungebremst zornig
Was da wieder los ist, an künstlicher Aufregung, seltsamster Aufführung.
Fast geht es zu, als wären die Täter NICHT verhaftet worden. Säßen die NICHT in Zellen hinter "schwedischen Gardinen".
Echt groß was an Erregtheit am Umgehen, mit einer gewissen Verlogenheit im Hintergrund, die im Grunde jedem in Sicht kommen könnte. Bei dem, wer nach den Geschehnissen da auch schon wieder Auftritt hat. Was ausnützen möchte. "Alternativ" oder so, daß es sich heißt, oder wie auch immer sich das Vorvorgestrige, die Zeit vor Adenauer, Erhard, sonst noch benennt.
Vor allem die mit dem Wort "Alternative" hervorzuheben, weil sich bei denen weiterhin so viel Wählerschaft einfinden will.
Schon ekelhaft, widerlich, diese Leute. Jene mit dem schmückenden Wörtchen "alternativ". Nichtsdestotrotz Angewählte, In der Wahlkabine nach vorn gebracht. Zwielichtiges Unter-fünf-Prozent-Volk, das es obskurerweise viel zu hoch hinaus schafft.
Und jetzt wird getan, als hätte es da nicht längst restlos alles gegeben, zu was Polizeieinsätze so führen können. Die Arbeit der Polizei am Ende: äußerst erfolgreich zu nennen. Jeder dingfest. Alle, die scheinbar bei so wüsten, hemmungsbefreiten Vorkommnissen dabei waren: hinter Schloß und Riegel. Bei bester Gefängniszellenansicht und in einem Gerichtsverhandlungshorizont.
Der Rest, der hier großartig auftreibt, dahingehend derweil erst mal noch unbelastet. Bei einem aufbrausenden Daherkommen.
Auch die Politik, nach der man fragen könnte. Bei der Politik, die betrieben wird, die bei Leuten, denen man keine Perspektive mehr bietet, zu Wut verhilft. Ein Zorn, der nicht unterschwellig bleibt, sondern besser losgeht, wenn der überall zu bekommende Alkohol noch verstärkt bei einem hinzukommt. Alkohol, schließlich dazu in der Lage, das Beste aus jedem Mann, jeder Frau herauszuholen. Mit Alkohol, daß man zu jemandem werden kann, der keine besonderen Hemmnisse mehr kennt. Jede Zurückhaltung, im Suff, daß es vorkommt, daß sie irgendwohin verlorengeht. Auf wirklich jeden könnte Alkohol so eine Wirkung haben. Frag einer doch den "Skinhead". Oft genug, daß gerade politisch Rechtsdrehende das bewiesen haben, wie eine Geschichte so sein kann, mit dem Alk. Zu was man fähig ist, wenn man Alkohol konsumiert hat. Unter Alkoholeinfluß kann es was geben, zu was so ein Wimmerl ansonsten nicht in der Lage wäre. Mit ihm geht dem kleinen Feigling die Hemmung ledig.
Und jetzt war dergleichen so bei drei Afghanen und einem Iranstämmigen. Hatte der Alkohol da seine traute Wirkungsentfaltung. Daß sie einfach mir nichts, dir nichts auf Passanten losgingen, wie so der "Skinhead" in seinen allerbesten Tagen. Wer bei einem "Skinhead" so komisch ranguckte, der konnte hergeschlagen werden. Das sogar noch viel besser, war Freund Alkie mit im Spiel.
Nur, daß das Alkielein nicht nur einem "Skinhead" weiterhilft, sondern auch was bei Personen bewirkt, denen man bereits sämtlichst verklickert hat, was demnächst bei ihnen losgehen würde. Daß sie abgeschoben würden. Daß die Ausweisung höchstwahrscheinlich gesichert ist. Selbst noch den betraf das, der als Koch längst arbeitete und alles. Daß das mit dem Arbeitsplatz bei ihm nichts weiter nützen sollte. Daß die Geschichte trotzalledem fällig würde. Rausholen kommen wollte man ihn auch noch dort, mitten dazwischen rein gehen, bei der Arbeit, und ihn, ihn in die Mitte genomen, abführen. Wie der Asyl-Antrag eines anderen eher nicht anerkannt würde und so dieses Ende, das anderswo schon der Tatsache entsprach. Was alles bereits unzweideutig verdeutlicht worden war. Daß sie allesamt beste "Heimat"-Perspektive hatten. Zurück mit ihnen nach Afghanistan. Bei einem Sammelflug. Nur eben: der genaue Zeitpunkt, der war noch nicht so restlos klar.
Und dann konnten sie sich zwischendurch die Wartetage eben noch Alkohol kaufen, weil es ihn überall so zu kaufen gibt. Daß man ihn sich auf der Stelle literweise reinschütten könnte, will man es. Da hatten sie sich getroffen, sich Saufware besorgt und beim Zusammenhocken über das eigene Geschick gesprochen. Über das, was denn bei jedem von ihnen in absehbarer Zukunft anstünde. Und in ihnen war eine unterschwellige Wut, ein Zorn, der sich dann unter Alkoholeinfluß richtig die Bahn brach.
Und das soll alles keine Politik-Folge sein? Nicht mit dem zusammenhängen, daß man allzu sehr nach einer bestimmten Partei guckt, die sich mit dem schönen Wörtchen "Alternative" aufhübscht? Mit dem Wort umgeht, als wär jemand aus der dortigen Gegend so was wie eine Alternative für irgend jemanden. Und nicht eher restlos zum Vergessen. Alles zum Vergessen, was eine Vergangenheit auch längst bewiesen hat. Wie da was zum Vergessen ist, mit IHNEN, der Beweis, der wurde großflächig erbracht. Das hat man IHNEN geradezu erlaubt, diesen Beweis erbringen zu können.
Und trotzdem sieht man nach denen, macht, statt sie grundlegend zu bekämpfen, eine Politik, ganz in ihrem Sinne. Als hätte es sich auch dahingehend während einer Vergangenheitsepoche nicht gezeigt, daß man deswegen nicht unbedingt eine Wählerstimme mehr abkriegen muß. Nur, weil man ein Gehabe an den Tag legte, als ob man selber wo dazugehöre. Und, von daher, weil so was von so was kommt, nachdem man das so und so betreibt, kommt denn eben auch dann und wann was Größeres vor. Bei wem, der noch nicht abgeschoben ist, aber nichts mehr weiter zu erwarten hat, als in sein unsicheres Heimatland, das man "sicher" nennt, zurückgeflogen zu werden.
Also, mir ist die Geschichte klar.
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