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Blog von TeddeMehr

Eine DDR-Mauer für 'nen Amerikaner

10. Januar 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

"Hugh!" sagt der Häuptling der Indianer, "der weiße Mann, der mag nicht viele neue Zuwanderer im weiten Land. Meint er erst, es für sich erworben zu haben."

Was da in der Gegenwart in den Vereinigten Staaten von Amerika nur los ist?

Ein Mauerbau möchte vorangetrieben werden, von dem ins Amt gewählten Jahr '17-US-Präsidenten. Einer gewissen Art weißen Dreißiger-Jahre-Type. Einer einer Epoche des vorhergehenden Jahrhunderts.  Zufällig im "Internet"-Zeitalter aufgeschlagen. Nichtsdestotrotz jemand, wie so Lebenstagen entstammend, als manch ein Horizont in den US-Staaten ein klein wenig ein anderer war. Etwa auch, was beispielsweise den "Duce" anbetraf, den "Führer". Damals, als das mit der nordamerikanischen Rassentrennung noch anders war, trotz der Abschaffung der Sklaverei. Bei: die Weißen hier. Schwarze, Latinos, Asiaten dort.

Bis DIE einen, als keine dreißiger Jahre mehr waren, rasch in den Schatten hasteten, um lieber nichts der Vierziger-Jahre-Neuigkeiten abzukriegen. Nachdem es sich in den Vierzigern ereignete, daß die Nordamerikaner einen Krieg führten, in Asien. Kriegsbeteiligung hatten, in Europa. Gegen den "Führer" wurde gekämpft, gegen den "Duce".

Nun denkt ein US-Präsident, Jahr '19 nach dem Millenium, an einen Mauerbau. Angedacht hätte er eine Massivmauer, wie so jene ungefähr, die mal die olle "DDR"-Mauer war. Die Mauer der "DDR": eine meterhohe Steinmauer. Stein um Stein, der von Maurern wie beim Hausbau aufeinandergesetzt wurde. Bis sie denn errichtet war. Zuletzt, daß man das Gesamte wie bei einer gewöhnlichen Gebäudemauer "anwarf". Weißer Mörtel.

Ganz früher, die chinesische Mauer, die war auch massives Mauerwerk. Sehr hoch und mit Wachtürmen besetzt. Signalfeuer konnten in diesen Türmen entzündet werden, womit dem Wachposten im Turmbau in der Nachbarschaft bezeigt wurde, daß es Ärger gäbe. Rauch bedeutete, daß jemand mit feindlicher Absicht vor der Mauer Aufstellung nahm.

Die große chinesische Mauer. Die ruhmreich ist. Am Ende jedoch eine, ohne jeden Belang. Man hat nur zu überlegen, daß die Chinesen den Eindringlingen das und das Tor selber aufsperrten.

Dann: der weite "Limes" der Römer. Überhaupt nicht so strikt, der "Limes". Zu friedlicheren Zeiten war da ein reges Kommen und Gehen, standen so die römischen Wächter höchstens rum, guckten kurz rein in die Wägen mit der Handelsware. Wenn sie nicht alles einfach so vorüberwinkten. Warum sich mit irgendwas aufhalten? Wegen Räubern und Dieben, Tricksern? Räuber und Diebe, Trickbetrüger, die waren überall. Derartiges Volk hatte man auch hinter dem "Limes", war der zugesperrt, wurde der "Limes" bewacht.

Schon spaßig. Ein weißer US-Präsident, der hauptsächlich den "Latinos" die Grenze dichtmachen will. Was da wohl die nordamerikanischen Ureinwohner dazu meinen? Die in ihren Reservaten?  Einer, blond, blauäugig, weißhäutig, kämpft um eine Art Massivgrenzmauer, die an die herankäme, wie sie die "DDR" mal hatte. Ein wählbarer Nordamerikaner, der eine Art "DDR"-Mauer bei den Nordamerikanern unterbringen möchte. Oder: Aus Stahl könnte das Werk auch noch sein.

Wobei: Was früher so die US-Präsidenten immer gegen die "DDR"-Mauer anschimpften. Die "DDR"-Mauer, die die eigene Bevölkerung einsperren sollte. Und jetzt ist da einer der IHREN, ein US-Präsident. Der wünscht genau so eine Mauer, für die USA. Einmal der Aspekt: auszusperren. Bloß: Wäre man gewissermaßen nicht ebensogut eingesperrt? Hätte eventuell selber bei einer beabsichtigten Grenzüberquerung seine besonderen Probleme.

Wenn das nicht urkomisch ist, weiß ich nicht mehr, was ein Witz ist: eine nordamerikanische "DDR"-Mauer. Oder, wie die chinesische Mauer ein Schutzwall vor bösen Eindringlingen von außerhalb. Bei den Chinesen die Hunnen, bei den Nordamerikanern Zuwanderungswillige aus Südamerika. Bei den Römern, war mal wieder ein arroganter "Senator" am Herumspinnen, latschten denn die römischen Soldatenkohorten von hinter dem "Limes" raus. Solange, bis sie mal zwischendurch den Nimbus der Unbesiegbarkeit einbüßten. Und ob dem weißhäutigen Nordamerikaner, der was Dreißiger-Jahre-Geist an den Tag legt, Dinge weiterhelfen, wenn sich demnächst die Kopfzahlenverhältnisse in Nordamerika anders gewichten? In dem Sinne, teilt sich eine Geschichte in Weiß, Schwarz, Latinos und Asiaten und "Bevölkerungsschichten" auf. Wenn damit das eitle Selbstverständnis eines Grundsatz-"Weißen" noch viel heftiger als heute attackiert wird. Auch noch ohne größere Ankunft von Armuts- und Despotismusflüchtlingen aus viel zu vielen südamerikanischen Regionen

 

 

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