Etwas sollte einfach entzaubert werden
Etwas hat sich Mitte der Siebziger geändert.
Und das, was sich änderte, das trägt bis heute.
Angefangen könnt es bei einem Treffen von Schallplattenbossen mit konservativen Politikern haben. Die Konservativen, die redeten mit denen auf den Bosse-Sesseln. Wiesen sie mit ungläubigen Worten zurecht, so was. Was sie da an Platten ständig herausbringen ließen, all das. Der ganze Freigeist. Quasi das, was das "Psychedelische" in der Musik genannt wird, die Freikörperkultur, die "sexuelle Befreiung", all das paßte manchem nicht so in den Kram. Mit dem Vietnam-Krieg mußte man außerdem aufhören, obwohl ... Weil da so ein Bewußtsein in der nordamerikanischen Bevölkerung geschaffen worden war, daß da was für ein Kriegsende ging.
Da sollte sich an vielem was ändern. Und da in Großbritannien, das war zwar eine hochfliegende Musikkultur. Trotzdem ... Wegwerfende Handbewegung. Selbst bei den Briten kannte man die Problematik doch.
Sie muß man sehen, die EINE wegwerfende Handbewegung.
Da ging wo was ab, bei den Briten auf der Insel.
Es begann dann eine Geschichte bei den und den Kleidungsentwürfen. Mit einer Schneiderschere. Bei Stecknadelköpfen. Nebenher viel was Gedanken an eine Legende ...
Was soll man denn nun denen auftischen, kredenzen, die man demnächst, wenn sich der eine oder andere am Platz anders angezogen hat, erwartet? Da muß irgendwas schon größer losgehen, "hört IHR"?
Aber, es hat geklappt. Erste Sahne. Ziemlich exakt Mitte der Siebziger. Da könnt jemand mit Interesse ein Zuvor blicken, ein Danach.
Das, was immer das eine Gerede derer der Eltern-Partie war, während vieler Jahre. Das sollt man sich vor Augen halten. Jahrelang war sie, die Erregung, bei so dem mit dem "rock 'n' roll", dem der "Teenager", bei jungen Leute. Von diesen Inhalten, die so da die Eltern die späteren Fünfziger, Sechziger, auch die frühen Siebziger meinten, das griff er vieles auf. ER, der "punk". Der "punk", der dabei allerdings auch wie so ein Musikkundiger wirkte, als der, der sich an allzu langen Liedern störte. An diesem und jenem.
Im Grunde repräsentatierte der "punk" Zeug, was so Eltern bei einem ewig daherreden konnten, jahrelang immer. Wiewohl der "punk" sich zu anfangs als was schrecklich Ungebärdiges, Wildes antäuschte. Nichtsdestotrotz war das, was der "punk" alles nicht ausstehen konnte, all das, was früher so die Elternschaft nicht unbedingt leiden konnten, bei denen, denen sie hinsagten, daß die noch die Füße bei ihnen unter den Tisch stellten. Und solange man das tut, solange ...
Der "punk", der sorgte für ihn, den großen Friseurbesuch, wirklich wahr. Nochgerade war vieles am "punk"-Stil dauernd was, das man eher erst dann erreichte, wenn man es sich als Frisur beim Friseur abholte. Statt mühevoll selber damit bei sich herumzupfuschen, sich daran auszuprobieren. Wie etwa beispielsweise die "Igel"-Frisur. Oder auch der "Irokese". Was das jedesmal Spraydosen mit duftendem Haarfestiger benötigte. Viel ausdauerndes Herumgefummle an sich, was so die Äußerlichkeit anbetraf. Damit irgendwer als "punk" gesehen werden konnte. Bei viel Bier.
Gleichviel Bier sollten SIE trinken, der "punk" und der "skinhead". Sich das mit sich schönsaufen. Wobei der "punk" dann und wann noch was mit Drogenstoffinhalt betatschte. Beim Thema "Sex" sprach der "punk" von "Steckplätzen". Wo würde ein "Stecker" reingesteckt. Was sich einstöpseln. Das. Als wäre einer, Elektriker von Beruf, bei seinen Leitungen am Reden. Überdies, der Schwatz, als wäre man untereinander sonstwie von frei. Wiewohl es schwer zu sagen ist, wie und vor allem bei wem da so die frühen "punks" ihr "Steckzeug einsteckten". Bei so den wüstesten Verhaltensweisen, die man gegeneinander an den Tag legte. Beim gegenseitigen Bespucken, Herrempeln, Aufeinandereinprügeln, Bierüberschütten, so beim Besuch eines "punk"-Konzerts.
Das war erst mal noch kein Tanz mit Schubsen und Aufeinanderachtgeben beim wüsten Gegeneinanderrempeln. Wie man den "Pogo" heutzutage sehen soll. Man sieht auf so alten seltsamen Fotoaufnahmen aus den Tagen Mitte der Siebziger, kaum eine weibliche Schönheit wo bei einem mit einer "punk"-Ansage irgendwo. Alles ständig haufenweise Kerle. Weit und breit nichts als Jungmänner. Wie das mit dem "punk" und "skinhead" ja auch bei den jüngeren Kerls, männlichen Teenagern was anrichten sollte. Auf die war der "punk" und der Rest gemünzt. Nicht unbedingt auf was bei den "braveren" Mädchen. Auf den Aufmüpfigen aus dem Mannsbild-Lager zielte das mit dem "punk"-Geist insbesondere. Als allererstes auf die Bürschchen. Die, die sich sonst vielleicht Mitte der Siebziger noch die Haare länger wachsen lassen hätten wollen. Wenn das so weitergegangen wäre, das mit dem "guitar hero". Die man dann, als "punk" war, zeitig von der Jugendmagazintitelseiten runterdrängelte.
Ab Mitte der Siebziger war das ein Zeitpunkt, daß es keine Besonderheit mehr sein sollte, wo besser Gitarrespielen zu können. Gitarreklimpern konnten doch noch ein paar andere auch, was "hinschrammeln". Bloß, daß die weit und breit nicht mehr SO spielten. Überdies: Lieber nichts mehr mit DIESEM Auftrieb. Alles an den Langhaargruppen vor Mitte der Siebziger brach massiv ein, beim "punk". Bei einer rascheren Produktionsweise, viel weniger Aufwand und Kosten allerorten. Da veröffentlichten SIE anscheinend die ersten Demo-Aufnahmen bereits, bei so "bands". Und das sicherlich nicht ohne Hintergedanken. Enige der "Alten", die da noch als gefeierte Musikanten durchgingen, die verloren regelrecht den Halt unter den Füßen. Stürzten böse ab. Wobei man kurz noch zuschaute, erst mal noch so viel als möglich beim Thema "Plattenverkäufe" rauszuholen. Obwohl da manches Erlauschbare von da für nicht mehr viel gut war. Sicher nicht, sich öfters als notwendig am Plattenteller zu drehen. Überdies: beim Anblick der Leute, den eingedämpften Dauerwellen- und Lockenwicklerfrisuren, die man dann auf den Plattendeckeln zum Überblicken kriegte. Ein großer Zauber ging von vielen nicht mehr aus.
Da war was fort, und es sollte auch weg sein. Entfleucht.
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