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Blog von TeddeMehr

Gestern und heute, wie so die Alten und die Jungen

1. Februar 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Wie ist so ein Spruch: "Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?"

Tja, letztes Jahr, so Ende Januar des Jahres '18 nach dem Millenium - da war schon manches noch ein wenig verschieden, anders. Als gerade jetzt im Moment.

Da konnt man was noch nicht unbedingt so deutlich sehen. Es hat sich ja erst aufgebaut, entwickelt. Was man voraus ganz frontal sehen kann, wie so ein Loch in der Antarktis wo. Unerklärlich was. Einfach ein großes Löchlein im Eis. Reingesprengt da. Und kein Mensch war es eigentlich. Es geschah fast unbemerkt. Keiner hat direkt was gehört, mitbekommen. Den Knall nicht vernommen. Das des entweichenden, freigesetzten Methans. Das nun von wegen dem Wärmerwerden an die Oberfläche geriet, bei der Schrumpfung der Eisdecke. Knallend entwich was.

Und auch anderswo, insbesondere so östlich, daß derzeit großmächtig was losgeht, im Aufsteigen befindlich ist. Jene deutschregionalen Ostregionen. Da regt sich besonders was an Gestalten, Wesensarten. Hie und da sieht man so ältere Leute, die ja früher schon Ostbewohner waren, so alt wie sie sind. Fünfzig, sechzig, siebzig, achtzig.  Überlegt man sich jene späteren Siebziger-Jahre-Zeiten. So die Achtziger durch ... Bis zum Moment des Mauerfalls.

Zusammen kam es an, ab Mitte der Siebziger. Es hieß "punk" und "skinhead". Zwei als gegensätzlich benannte Handpuppen präsentierten sich. Taumelige Marionetten. Großes Puppentheater. DAS übersprang die höchste Mauer.

Sie bekämpften sich, die "punks" und die "skinheads". Wie man es sich erdacht hatte, gingen welche einzelne oder Gruppierungen aufeinander los, Das war mit das Absichtsvolle, das, das dahinter stand: daß sich da zwei widerstrebende Püppchen einen Dauerkonflikt liefern sollten. Daß es mal häufig, stark so aussähe, wie mal in der "Weimarer Republik", als da die massiven Straßenkämpfe am Laufen waren. Einen gesicherten Sieger hätte man von daher auch zur Hand gehabt. Wer weiß, ob sich wer, beim gedankenverlorenen Herreiben seines Kinns, nicht DAS so vorgestellt hat? Wie er sich seine Neuigkeiten erhoffte, sah er so ein Gesicht von einem mit einem Breitbärtchen vor seinem geistigen Auge? Jedenfalls endeten da dann nach einer Wahl so die freien "Weimarer Republik"-Tage, kriegte jener Bürger sein Joch drübergestreift.

So der "punk", der "linksraus". Als den "linksraus" sollte man ihn sich ansehen. Der "punk", im Dauerschlägern mit dem "skinhead", seinem Begleiter, dem "rechtsraus", der dem "punk" Mitte der Siebiger nach überallhin mitkam. Oftmals ganz unbesehen. Beide rempelten sich dann, als sich das mit ihren Kopfzahlen erhöht hatte, an. Gegenseitig kannte man sich oft am Äußeren. Trotzdem war es nicht immer einwandfrei deutlich, wer gerade wer war, wer der "punk", wer der "skinhead".

Ziemlich eine Seuche waren die "skinheads" in den östlichen Regionen. Die "skinheads", denen die Nasen von Leuten am laufenden Meter nicht paßten. Fast jeden, den sie spontan mal angreifen konnten, nur weil wer komisch an so Gröler und Schreihälse ranguckte. Da und dort störte allerdings nicht nur die Nasenspitze, sondern blickten die Schläger sogar Hautfarben, Fremdländisches. So ein "skinhead", der hatte eine größere Dreindreschpalette drauf, als so der relativ vernünftige "punk". Der in den Lederklamotten, ein Bierchen in der Hand, "Irokesen"- oder "Igel"-Haarschnitt, eine Sicherheitsnadel sich wo durch die Lippen oder in die Wange reingezogen.

Bei den Äußerlichkeiten war der "skinhead" nochgerade der eine mit ein bißchen weniger Aufwand. "skin" zu sein, da reichte eine Kahlrasur am Kopf. Bei Springerstiefeln, knallengen Röhren-"Dschiens". Hatte man das mal als Klamotten daheim, für die nächste Hautkopfrasur war nicht viel notwendig.

Eine wahre Pest, die "skinheads" in der "DDR". Kaum, daß die Oberen, trotz Stasi und dergleichen, ihrer Herr werden konnten. Heute ist das Rechte in den östlichen Bundesländern der europäisch-deutschen Regionalität aus der Trübnis aufgetaucht, als reine Plage. Mit einer erst vor ein paar Jahren am Tableau aufscheinenden Parteineugründung zieht man heutiger Zeit reichlich was auf, in den Ostbundesländern. Daß einem gut das Wort von den Plagegeistern einfällt. Unfaßlich, das, im Osten. Obwohl ...  Der eine oder andere dabei, so örtlich, dem man heutzutage den Ost-"punk" oder Ost-"skinhead" nicht mehr so ansieht. Daß er, sie, es Vergangenheit hat. Honorig mag man sich in der Gegenwart geben, hat eine Brille auf, hinter der man vorguckt. Alles eines gesetzteren Herrn, so einer "Dame". In den Parlamenten trägt man einen feinen Anzug oder ein Frauenkostüm. Durch das Geld als Parlamentarier und so kann man sich was Gewandung maßschneidern lassen. Wobei man gar nicht mal so viel verschieden was Zeug zu dem von früher irgendwo gegenüber einem Zuhörer absondert. Bloß, so älter geworden ist man, gesetzter, manches Gewebe hat nachgelassen, ist schwammiger. Man mimt den politisch rechts rausdrehenden Senior. Dem man Respekt vor seinen "Jahresringen", seinen wohlbedachten Worten entgegenbringen soll. Total der Gegensatz zu dem von ehedem, als man sich noch mit dem "Baseball"-Schläger umtat, spricht man bloß so gewählte, besorgte, kummervolle Worte, so "Rasse, Blut und Vaterland", die "Nation" und Einzelstaatlichkeit hinter hohen Grenzen betreffend, von parlamentarischen Redekanzeln runter.

Worte, die durchaus das sind, nach dem sie sich anhören. Nur eben, so ein nordamerikanisches Sportgerät, das spontan wo auf jemanden losdrischt, das ist aus der Sicht verschwunden. Den Arm reckt man allerhöchstens kurz hinter verschlossenen Türen nach so einer Art, die einem eine Anzeige und Aufregung einbringen könnte. So glasklar und unzweideutig im Ausdruck ist man nicht mehr, wie in jenen jüngeren Jahren. Als man noch selber zuschlug. Heute sollen es so die Eingaben machen, die gedacht sind, in einem Parlament durch die gesetzgebenden Instanzen zu wandern. Diese Weise der Einflußnahme ist die Wahl im Jetzt. Im Namen einer Partei. So eines Parteiwesens, das einem ziemlich entspricht. Nur eben, so als "punk", "skinhead" ist man nirgends weit und breit zu erkennen. An dem von früherdings bei einem sollen sich andere bespaßen. Wer immer sich mit so was bespaßen möchte.

 

 

 

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