Ein Weilchen erinnert noch manch Lichtstrahl dran
Da kann man wirklich nichts machen. So überhaupt nichts. In zwei Milliarden Jahren fängt das mit dem Untergang der hiesigen "Milchstraße" an. In weiteren zweieinhalb Milliarden wird es sie nicht mal mehr mit dem, zu was sie nach dem Zusammenstoß mit der einen "Kleinen Magellanschen Wolke" noch wurde, mehr geben, die "Milchstraße".
Dann wird alles der "Milchstraße" einverleibt sein. Teil der "Großen Magellanschen Wolke". Die "Große Magellansche Wolke", sie wird von jugendlichen Schönheit namens "Milchstraße" restlos nichts übriglassen.
Weitergefahren wird allseits trotzdem werden. In dem örtlichen Galaxien-Haufen hier. Als wär nie nichts gewesen.
Die einzelne "Milchstraße", in der die Menschheit im Augenblick bei anderen Lebewesen ihre Allgegenwart hat, derweil nichts weiter mehr als irgendwas eines Lichtstrahls irgendwo. Käme wer oder was in Zukunftszeiten auf die Idee, nach der einen bestimmten "Milchstraße" sehen zu wollen, fände er sie nicht länger vor. Die "Milchstraße", ein Ding, an dessen Wirklichkeit nichts mehr wahr sein wird. In fünf, sechs, sieben Milliarden Zukunftsjahren.
Außer etwas eines Restlichts wird sie nichts mehr sein. Das mitteilsame Licht, das von "Milchstraße" ausstrahlte, das wird eine Zeitlang weiterhin seine Reise unternehmen. Funkelnd aufscheinen, als wäre da noch irgendwas einer "Milchstraße".
Mancher Lichtstrahl also, ein allerletztes "Hurra", zu einem Andenken an das wird er, das mal die "Milchstraße" hier war.
Das Licht der "Milchstraße", es wird noch einige Äonen lang währen. Bis das verlöscht. Bis der Zeitpunkt kommt, daß sich der Lichtfunkenschlag der "Milchstraße" abrupt an nichts weiterem mehr nährt.
Was dann Platz nimmt, das ist alles die "Große Magellanschen Wolke". Jene unsäglich alte "Wolke", in die die hübsche "Milchstraße" hinüberging.
Während überall alles der Umgebung wie eh und je wirkt. All die auf den Blasenrändern fahrenden Galaxien, die weiter fahren. Als hätte es nie irgendwelche Vorkommnisse gegeben. Die eine unaufhörliche Reise wird von den Galaxien-Reiseunternehmungen auf den Rändern gewaltiger "Blasen", Blasen wie so "Luftballons", fortgesetzt. Diese "Ränder", wo alles ist, das einen "Antrieb" hat. Einen "Motor". Durch die "Schwarzen Löcher", die in jeder Galaxie sitzen, werden die Sternenversammlungen angetrieben, vorangejagt. Damit wird für Strecke und einem Zuwachs an Geschwindigkeit gesorgt. Ein "Getriebewerk" eben, bei der Arbeit.
Tod und Untergang, derweil für alle Galaxien eine Alltäglichkeit. Wie immer die Verhältnisse für "Einzelschicksale" so liegen, all das geht bei den Galaxien wie am Erdglobus unter sterblichen Lebewesen zu.
Bei einem unermeßlichen Dunkelhorizont, einem, einmal erfüllt mit mehr Licht. Dann wieder mit weniger Licht. Wo er ist, der Beweis. Jeder Ort im Licht, der sie kennt, die Vergänglichkeit. Ob da derweil deswegen der Kreislauf jemals ein Ende hat? Alles Lichtgefunkle, ob das wirklich einmal ausgeht? Daß wirklich nichts mehr daherfunkelt?
Klar, alles Licht, das könnt durchaus verlöschen. Nur, bleibt es deswegen denn bei dem im Dunklen? In aller Ewigkeit die Finsternis?
Da wabert doch was beständig als dunkle Materie überall im Weltall rum. "Geisterteilchen" verunreinigen noch mal dies und das. So die zig Fünkchen, wie aus dem Nichts. Wahrscheinlich durch den Widerstreit zweier Faktoren hervorgerufen: der reinen Materie und dem zweiten Umstand in der Gegend, dem der Antimaterie.
Ob da der Raum wo vergeht? Die Zeit, die man mißt, weil etwas eine Wegstrecke von hier nach dort nimmt?
Den Umstand, daß dann die "Milchstraße" nicht mehr sein wird, der ist nicht der Rede wert. Selbst das, was aus der "Großen Magellanschen Wolke" wird, der es bald noch zu gut geht, deren "Wolke" sich noch mal weiter aufbläht. Daß sie ... Eventuell bei einer gewissen Kurvenfahrt ... Daß dann der gesamte hiesige Galaxien-Haufen von wegen der "Großen Magellanschen Wolke", die noch mal gigantischer wurde, dann in einer Kurve von der "Galaxien-Straße" abkommt. Bloß: Fehlt dann was? Fehlt sich im Universum deswegen was, weil was wie die "Große Magellansche Wolke" für vieles für eine Abfahrt sorgt? Oder weil so eine Galaxie wie die "Milchstraße" ein viel zu kurzes Leben hatte? Weil sie was Größerem, Älterem unterliegen mußte.
Kein bißchen fehlt sich dann was, selbst wenn dieser Galaxien-Haufen hier von der weiten Galaxienstraße abkäme und noch ein paar andere Galaxien-Haufen im Rund mit sich mitrisse - alles tätsächlich gänzlich unerheblich.
Womöglich, eher sogar brauchbar, nützlich. Für den Kreislauf wird dadurch ein bißchen was getan.
Andere an der Stelle vorüberkommende Galaxien-Haufen, die nehmen die Straßengegend ganz einwandfrei und sicher. Die kommen deswegen nicht von der Straße ab. Nichts für sie gegenwärtig, daß es da unterwegs einen größeren Unfall gegeben hat. Sie selber fliegen nicht aus der Kurve. Während sich das Häuflein des verunfallten Restes mittendrinnen wiederfindet in der wüsten Pampa einer Blasen-"Leere".
Doch nicht das Allerschlechteste. Man muß nur das kurz sehen, da nebendran, da kommt schon was Neues "angefahren". Frisches nähert sich der Straßenlandschaft. An die "Milchstraße" erinnernd. Will zum anderen mit hinauf auf die Galaxien-Straße. Voll unbedarft biegt der "Frischling" in den Verkehr ein, wird vom nächstbesten nahenden Galaxien-Haufen mitgerissen.
"Wusch" - nun hat man sie sofort, die und die Begleitung. Mitunter ein Fehler, wo in zu "schlechte Gesellschaft" zu geraten. Ähnlich in der Spiralenform und bei all dem geht es da bei dem Neuankömmling zu, wie das bei "Milchstraße" mal der Fall war. Oder so bei den und den Galaxien vor achtzehn, vierundzwanzig, dreißig Milliarden Jahren. Bloß eine große Fragestellung von daher bei dem hier: Ist da auf dem und dem fotografischen Bildwerk nicht doch schon ein Gebilde mit dabei, urig fetter, nebulöser, wolkiger? Bei so den mannigfaltigen jugendlich hübschen, unangefaßten "Milchstraßen"-änlichen Galaxien dort. Hat man in Echt bloß solche Galaxien, die ihre strukturierten Spiralen rechtsrum drehen, nach linksherum? Befindet sich wirklich auf keiner Aufnahme was anderes mit vor Ort? Tatsächlich alles das junge, jugendliche, frische "Milchstraßen"-Gleiche? Nichts als Galaxien-Frischlinge allerorten? Direkt eine manches entscheidende Frage, bei dem Problem "Urknall" und so. Bei dem dieser Thematik, was man haben möchte: eine Welt, wie sie ist. Oder eine, wie sie nach einem Modell sein soll. Möcht man eine an ein Modell angenäherte Welt denn haben?
-----