"Nimm weniger oder wechsel das Medikament"
Da hat mir also einer nun auf der Kommentareebene empfohlen, "weniger was zu nehmen". Oder ich sollte an meiner Medikamentierung was ändern.
Ändert das aber was? So die "Milchstraße", wie sie jetzt ist, in zwei Milliarden Jahren wird es sie in dieser Weise nicht mehr geben. Dann wird die "Milchstraße" wohl an einen unstrukturierten Nebel erinnern, ehe die "Große Magellansche Wolke" sie sich in weiteren zwei Milliarden Jahren dann höchstpersönlich richtig "vorknöpft".
An dem einen markanten Hochfahr-Foto im Jahr '19-Moment sieht man beim Spiralenarm anscheinend im Sternengefunkel das heraneilende "Monster", die "Große Magellansche Wolke". Deren Vorbauten, das der "Motorhaube", die "Halos". Ziemlich weggezerrt von der "Wolke", die beiden ziemlich eng beieinanderstehenden Dinger, "Kleine Magellansche Wolken" genannt. Wohl die Kräfte der "Milchstraße", die die "Halos" der "Großen Magellanschen Wolke", die hinterherjagt ranziehen, als würde die "Milchstraße" mit ihren Kräften bei ihrem Untergang auch noch mithelfen. Zu allem Überfluß.
In einem irrwitzigen Tempo tausendfacher Lichtgeschwindigkeit, daß der Gigant an die "Milchstraße" heransaust. Die "Große Magellansche Wolke". Eines der Dinger im "Vorbau" kommt aber früher ran.
All das mit diesen gewissen Erkenntnissen doch nicht meine Erfindung. Reine Spekulation. Sondern eine Wiederspiegelung von Wissenschaftsartikeln. Diejenigen Leute, die diese Texte verfaßt haben, Wissenschaftler, die sich nicht mit der Betrachtung all der Vergangenheit rundum im Weltenraum zufriedengeben. Mit ihren animierten Modellen wollen sie die Gegenwart zu Gesicht kriegen, in die Zukunft blicken. Von daher beschäftigen sie sich an ihren Arbeitsplätzen bei irrwitzigen Großrechnern, von denen keiner mir bekannt ist, mit den hiesigen intergalaktischen Geschehnissen.
Das mit dem Untergang der "Milchstraße", das hat sich anscheinend aus so Zukunftsmodellen öfters als hohe Wahrscheinlichkeit ergeben. Daß sie die Erkenntnis nun teilten. Nachdem sie besser, genauer wissen, was das weitere "Milchstraßen"-Geschick sein wird. Daß sich die "Große Magellansche Wolke" die "Milchstraße" dann portionieren wird. Womit man die "Milchstraße" dann mit Sicherheit als Folge von den Galaxien-Karten verschwinden lassen kann.
Das, was man hinsichtlich der Milchstraße dann noch schreiben könnte: die paar Märchenzeilen: "Es war einmal. Es war einmal eine spiralenförmige Galaxie, von so einem 'Menschen' mal 'Milchstraße' geheißen. Jene Galaxie, sie muß wo bei einem 'Andromeda-Nebel' und einer 'Großen Magellanschen Wolke' verlorengegangen sein. Bei der Fahrt in diesem regionalen Galaxien-Haufen hier."
Was soll's? Wen interessiert's? Ursprünglich waren da Überlegungen, was mit "Antisemetismus" zu texten. Dann war ich dafür zu unvorbereitet blöd. Wollt da was nicht recht als Textaufkommen flutschen. Mußt rasch was anderes aus dem Hut gezaubert werden. Etwas, bei dem es am Parkett weniger glatt zugeht.
Tatsache. Einiges los, überall in Europa, den Antisemitismus betreffend. Fast könnt man meinen, man liest was Zeilen der zwanziger Jahre, hätte was ähnlichen Text als was Gegenwartsneuheit.
Schon so Nietzsche kannte so was, hatte so Schreiberlinge an der Backe. So die, was Doktoren-, Professoren- und irgendwas Wirtschaftsdirektorenwelt. Wer immer von dort. Als Nietzsche sie hatte, die Berühmtheit. Die, die sich als schleimige Monarchiehuldiger mit Nationalborniertem und selbst noch Rassistischem in der Kaiserreichrumsülzerei bei ihm einstellten. Bei derartigen Absonderungen untersten Bodensatzes.
Späterhin konnte der mit dem "Tramp"-Bärtchen, das ihm in die Visage geriet, nicht von solchen Zeilen-"Wolken" lassen. Dauernd, daß er was bei solchen durch die Gegend las. Die Nietzsche früher bisweilen aus seinem Haus hinauswarf, sie verspottend. Eben zündeten sie sich die allerbesten Zigarren an, schwenkten französischen Cognac oder sonst was teuren Schnaps im nicht eben billigen Glas. Dann betrachtete Nietzsche sich die bisweilen, kriegte Laune, aus der heraus loszulegen war. Mit einer Unwucht an Schimpfworten überschüttete er sie. Vieles, was er von ihren Geschreibseln hielt, teilte Nietzsche ihnen mit. Ihnen, denen seine Schwester mit Tränen in den Augen hinterherkam. Sich händeringend bei ihnen entschuldigend; der Bruder, er hätte eben wieder eine seiner "Phasen".
Haha, von Nietzsche wollten DIE was. Einmal, weil SIE dachten, Nietzsche, der wäre einer der IHREN. Obwohl auch nicht viel besser als SIE, hätte er es doch rein ins Weltweite geschafft. Das, weltweiten Ruhm abzukriegen, das hätte der eine oder andere der Schleimbeutel bei Nietzsche und so, als "Lehrer" verbeamtet oder im Professorengrad, vor allem Stolz auf sich als Lateiner, die eigenen Lateinkenntnisse, auch gerne gehabt. So was ein Stückweit von Friedrich Nietzsches Ruhm für sich mit abzukriegen. Wo er sich in manchem doch Friedrich Nietzsche so ähnlich fühlte.
Nun, der Antisemitismus. Auch der war bei denen, diesen Fatzkes, die sich als "Bildungsbürgertum" empfanden, was Großes. Und dort, bei denjenigen, deren Namen heute kaum einer mehr größer kennt - muß mit Sicherheit auch nicht sein -, las der eine seine Zeilen, der sich des Bärtchens von Charlie Chaplins "Tramp" annahm. Die frühen zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts rum. Sog da was aus den Heftchen, Wochenschriften, Monatsmagazinen für sich auf. Um die gesamte Palette an Feindseligkeit gegen vieles, die sich in diesen Schriftwerken denn abbildete, dann schier zur haßerfüllten Realität werden zu lassen. Er war der, der das Zeug nicht nur voller Feindseligkeit schrieb, Texte in der Hinsicht verfaßte. Sondern er setzte das später in seinen Konzentrationslagern in Wort und Tat um. Ließ das Zeug wahr werden. Die letzte Idee eines Vorurteils. Eine, für die ich mich in einem Wirtshaus, erzähle ich was von ihr, schämen müßte. Nach meinem Erwachen aus dem Suff mit schwerem Kopf. Vielleicht gehe ich besser dann lieber mal einen Monat lang nicht da ins Wirtshaus. Sondern woanders hin. Es muß erst ein bißchen Gras über die Sache wachsen. Ehe ich mich wieder blicken lassen kann. Nachsehen kommen, ob noch wer was von ihm weiß, von meinem geschwätzigen Stuß. Diesem Unrat.
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