Glaub mal
Mitunter behaupten Wissenschaftsleute auch, sie könnten sich was gar nicht denken, vorstellen. Ohnehin wäre Phantasie nicht das bißchen das IHRE.
Etwa das, wie es zur Ausbildung von Galaxien kommt. Das ist ihnen einigermaßen umschattet, umhüllt. Rätselhaft.
Ist auch schwierig, für die Galaxienentwicklung einen Erlebnishorizont zu finden. Daß man das einer neuen Galaxienstruktur wo beobachtbar kriegen kann. Während man die im besten Lichtschein auf ihren Blasenrand-"Straßen" fahrenden Galaxien unmittelbar ganz unproblematisch beobachten kann. Bleibt das der Galaxienneuentwicklung ein klein wenig im Dunklen. Woran sich nicht allzu leicht zuviel ändern läßt.
Womöglich ist manches in der Wissenschaftlerwelt ja auch so, wie es ist, weil Wissenschaft allem Vorgegebenen an Ansagen zum Trotz nicht notwendigerweise Erkenntnis abbildet. Sondern doch eine Interpretationsspielwiese ist. Daß man als Wissenschaftler zwar viel vom Profunden, den Fakten daherspricht, aber zwischendurch öfters mit sich reden läßt. Statt unbedingt kühl, objektiv, abstrakt zu bleiben, distanziert, daß man sich auf was einläßt, was einen angetragen wird.
Daß es vorkommt, daß gemeint werden könnte, daß man einem entgegengebrachte Erwartungen erfüllen will. Wahrscheinlich, um nicht außen vor gelassen zu werden. Statt im Abseits rumstehen, will man doch mitten unterm Volk sein. Bei ihm gefeiert werden. Die Schulterklopfer abkriegen, eine Bevorzugung, irgendwas Bedeutung haben. Den weithin hallenden Ruf mit allen möglichen Preisen, Ehrentiteln. Auch für Haus und Hof hätte man gerne größer was ab.
Aus dem Grund, daß man was zugibt. Eventuell das, daß so Begebenheiten gesicherter so sein könnten, müßten, wie sie in Religionsbüchern als "Ursprungsgeschichte" und so "Erklärung des Daseins" und so was dargestellt werden. Muß man bloß das betrachten, was für Probleme mit Darwin man am Tisch sieht. Daß wirklich welche meinen, die Geschichte der Welt insgesamt hätte erst vor zehntausend Jahren begonnen. Weil es so in Religionsbüchlein getextet steht. Daß was von dort geradezu in der Wirklichkeit seine Entsprechung haben MUSS. Bei einem Glauben, den man als Wissenschaftler bisweilen nebenher selber noch teilt. Daß man da dafür gerne was preisgibt. Für den Glaubenssinn rumforscht, für ihn seine Interpretationen abliefert. Mit dem vor allem Dingen der ureigenen Gläubigkeit, Frömmigkeit aushilft.
Schlußendlich ist Religion - die Konstrukte, Welterklärungsmodelle, die unters Volk gebracht werden und sich "Religion", "Glaube" heißen - auch was, das man sich als Mensch anlernen muß. Richtig über Jahre hinweg. Bisweilen hilft es, daß man von Kinderbeinen an anfängt, mit dieser Lernerei. Mit der Hilfe von Religionsunterricht schon für die Allerkleinsten. Ganze Studiengänge gibt es in Religionsangelegenheiten, an angesehenen Universitäten. Bei der Tatsache der unterschiedlichsten Götter, die auch bei einer Ein-Gott-Gläubigkeit noch in Erscheinung treten. Daß es für einen als Wissenschaftler zum Problem wird, daß Religionsabgesandte händeringend vor einen hintreten, sich mit einem unterhalten wollen. Welche, denen man die universellen Fragen am besten nach der Art ihres einen bestimmten Ein-Gott-Glaubens und der Menschheitsgeschichte ihrer Religionsbuchwerke beantworten soll. Alles, das man aus dem heraus dargelegt hätte.
Der gesamte "Urknall", großmächtig hat man sich vor zig Jahren bei einem großen Wissenschaftlertreffen auf den geeinigt. Sogar den exakten "Urknall"-Ursprungsort kennt man lange.
Tatsächlich hat der "Urknall" wohl weniger mit einem Ereignis "Urknall" was zu schaffen, als mit dem Wirken, der Einflußnahme von religiösen Leute. Die bei der gesamten Entstehungsgeschichte des Universums was eines Endes und eines Anfangs abgebildet sehen wollten. Wofür so ein "Urknall" gut ist, bei einem Anbeginn der "Zeit", dem einen "Böllerknall", und dem Umstand, daß die Strecke der Explosion, so weit, wie alle Teilchen so eben vom Explosionsort wegfliegen können. Daß das besagt, daß dort was natürliche Begrenzung haben müßte. Daß man sich mal einen "Jüngsten Tag" vorstellen könnte. Daß er für einen doch erwartbar wäre. Daß irgendwas was einen Schluß fände. Daß ein "Gott" sich an einem "Jüngsten Tag" einfände und durch IHN für eine "Wiederauferstehung" gesorgt würde. Ganz anders, wie in einem statischen, sich ohne Unterlaß erneuernden Universum. In dem sich seltenst irgendwo was fehlt, wenn was nicht mehr ist. Weil alles sich von mal zu mal grundsätzlich erneuern wird.
Hierbei scheint vor allem die menschliche Eitelkeit eine Rolle zu spielen. Eine Eitelkeit, die eventuell nicht recht einsehen will und kann, daß man doch nichts so Exklusiveres ist, so verschieden von anderen Lebewesen. Die Vergängnis haben, Untergang, das.
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