Rollenspieler, Bespaßer
Lustig, Komiker kommen nach vor gestürmt.
Einer, Hauptdarsteller in einer politischen Satire, tritt in einem Wahlkampf gegen den an, den er in seinem Format auch noch höchstselbst karikierend abbildet.
Wenn das nicht ein Späßchen ist.
Obwohl - wer möchte da eigentlich lachen, bei so was, wenn es sich nebenher um handfeste Politik handelt, in die einer abgewandert ist? Sobald es sich um reale Schicksale von Menschen dreht, um vielerlei Kleinigkeiten, über die durch politische Handlung entschieden wird. Schon die Frage, was das eine, der Auftritt in einer künstlichen Filmkulisse, mit dem anderen, das gesetzgebend und so was wie staatstragend Realität werden kann, zu schaffen hat.
Hauptsächlich möchte der eine, Hauptdarsteller in einer Filmsatire, die Korruption bekämpfen. Gegen das vorgehen, das Korrumpierende, das mit über den Alltag von Menschen entscheidet. Wie er das bestimmte Korruptere in dem einen Politiker entdeckt, dessen Rolle er bei seinen Satire-Auftritten einnimmt. Vor einer Filmemachermannschaft, bei etwas, das später auf einem Fernsehkanal gesendet wird. Im Filmwerk, daß Verhältnisse und Verhaltensweisen angeprangert werden, Anweisungen gab ein Regisseur.
Nur - das eine ist eine Rolle in einer oberflächlichen Fassade. Das andere das echte, reale Leben. In dem sich erst der Beweis erbringen lassen muß, ob man selber weniger verführbar, korrumpierbar wäre als jemand anders. Jene Prüfungen, die muß jeder erst mal hartnackig bestehen, Tag für Tag. Wie man mit den Angeboten zurechtkommt, die einem laufend angetragen werden.
Auch in der Europaregion Italien gibt es derzeit so was: einen an der Spitze einer "Bewegung", die sich witzigerweise was "fünf Sterne" benennt. Als hätte irgendwas der "Bewegung" mit dem zu tun, wofür ein gut geführtes Hotel oder Restaurant unter Umständen fünf Sterne zugesprochen bekommt.
Der eine, der den Parteiführer mimt, ebenfalls einer, der als Fernsehkomiker populärer ging. Aus dieser Popularität heraus hat er sich dafür entschieden, in die Politk zu wechseln. "Links" nennt sich das, dem er vorsitzt. Das mit dem "Links" dabei eher weniger verortbar. Bei so einer großflächigen Rußlandorientierung. Die Abbildung manch einer Geistesart heutiger russischer Politikwelt. Eine Ausrichtung, die im Rußland des Heute, die das Allerwenigste mit dem zu schaffen hat, das man linksgerichtet heißen kann. Eher ist man im Gegenwartsrußland was Reaktionäres, Despotisches, hat beste Annäherungen an einen südamerikanischen Autokratenstaat linker beziehungsweise rechter Prägung, nicht an die westlichen Demokratien.
Dieser seltsame "Bewegungs"-Anführer in der italienischen Europaregionalität, der dabei als "Linksorientierteres" nicht davor zurückschreckt, ein obskuren Bündnis mit Leuten einzugehen, die man gut und gerne Rechtsraus heißen könnte. Solche allerdings, die dabei weniger was mit der altvorderen Titulierung ihrer Sachverhalte größer was zu schaffen haben möchten. Wenn sie nicht unter sich sind. Ansonsten wohl nur hinter vorgehaltener Hand. Das des "Duce". Des "Duce" und seines faschistischen Regimes. Das sich noch als das bezeichnete, was es war: faschistisch.
Rollenspieler aus dem Komiker-, Clownsbereich, die in die Politikerwelt abwandern. Welche, die öfters nichts weiter anstellten, als schauspielernd die Texte anderer Leute zu sprechen, mit so was und mit ihnen abverlangten Gesten das Szenenbild einzunehmen. Solcherart Typen will man als Bevölkerung ins Vertrauen ziehen?
Ehrlich, bloß weil mich jemand in einer Fernseh- oder Filmrolle überzeugt - heißt das doch nicht, daß was Wählbareres unterwegs wäre, wenn er, sie, es als was Politisches daherkommt und von einem Wahlplakat runtergrinst? Bloß, weil einer früher mal das Spielen einer Rolle besonders gut konnte, daß man sich eventuell weglachte.
Bei den italienischen Europäern ist ja auch kaum was lustig deswegen, bloß weil da einer ehedem in Spaßmacherrollen vor Kameras spielte. Und, kommt Politik ins Spiel, können mir die Beine oder die Brüste von einer Weiblichkeit ja weiterhin gefallen. Bloß, ob ich deswegen nicht besser das vernehmen sollte, was die für Sachverhalte anspricht? Ebenso wie ihr Umfeld. Was von daher auf der politischen Agenda steht. Statt mich auf eine Äußerlichkeit zu verlassen, wie eine da des weiteren mit den Reizen einer Frau rüberkommen mag.
Oder hätte ich es gerne, mitkriegen zu müssen, daß das eine kaum was mit dem anderen zu schaffen hat? Bei "Komikern" ebenso, die ebensowenig sie selber sind, sondern nichts als die Interpreten in einem Rollenspiel. Ihnen hingeschriebenen Texten verpassen sie mit dem nötigen Timbre in der Stimme Authenzität. In einem Szenenbild.
Das andere, kommt die Wirklichkeit hinzu, was das für einen bedeutet, nachdem man in der Wahlkabine auf einem Zettel angekreuzt hatte, das steht auf einem anderen Blatt. Oder nicht?
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