Aus den Staaten und heutzutage bei so was Weltreisende
Voll unerklärlich was. Ehedem sorgten die Nordamerikaner wieder für die Demokratie bei den Deutschen. Sie halfen aus mit ihren Entnazifizierungsprogrammen.
Nun sieht die Welt nach über siebzig Jahren ganz anders aus. Nazifizierer bereisen aus den Staaten nochgerade den Globus. Mit dieser rechtsrandigen Brackigkeit kriegen sie sich nicht ein, bleiben sie nicht bei sich daheim, in den USA. Sondern steigen in den Flieger. Haben Weltreise. So derartiges aus dem fauligsten Brackwasser auf fast missionarische Weise weltweit noch unters "Volk" zu bringen. Nahezu angenähert, SIE, an ein religiöses Bekenntnis beim "Breitbärtchen". Unfaßlich was Figuren, Kreaturen. Unglaublich was Absonderungen. Aber Nordamerikaner. Nordamerikastämmige. Oder Briten.
Schier der Wahnsinn. Was da am Übelwelthorizont dampft. Was da bei braunen Häufchen auf Amerikanisch rumredet. Wie die am Auftreten sind. USA- und "Commonwealth"-Abkömmlinge. Daß es einem kaum faßbar ist.
Nach dem zweiten Weltkrieg durfte man, hatte man ein Radiogerät, "Swing" hören, "Jazz". Nicht viel was anderes klang aus den Tonempfängern, dem zu lauschen die Tristesse-Jahre vorher für einen Deutschen lebensgefährlich war. Britische, nordamerikanische Sender am Radiogerät bei sich einzustellen, damit durfte man dem Nachbarn drüben nicht zu deutlich belauschbar werden. Sonst ... Hatte man Gestapo-Besucher im Haus.
Späterhin waren die aus den Vereinigten Staaten von Amerika die mit dem "Jazz", dem "Rock 'n' roll". Aus den Nordamerikalandschaften und Britannien verbreitete sich vieles. Die sechziger Jahre durch, noch bis Mitte siebzig hielt sich das.
Schon klar, mittendrinnen im Siebziger-Jahre-Jahrzehnt, da hörte sich was auf. Da zog von dem her ein anderer Geist ein. Erst mal bei den prekären Plattenverträgen. Bei musikalischen Ansagen. An Mentalität änderte sich im Laufe der "punk"-Zeit noch viel mehr. Als man das mit dem"punk" denn auf Touren gebracht hatte.
Aber, in der Gegenwart, so das Jahr '19 nach dem Millenium, sieht man das Britische, Nordamerikanische in einer Kleingeistwelt, beim Blasierten, Bornierten regelrecht in einer gräßlichen Potenz. Selbst noch aus dem Irgendwo eines Nordamerikastaates schaffen sich welche aufgeblasen, herablassend nach Europa. Wo im Jahr '19 beispielsweise ein europäischen Parlament neu gewählt wird. Da bereisen Leute - Nordamerikaner, Briten - die europäischen Länder mit was "Breitbart"-Gemütsart. Ohne den "Tramp" Charlie Chaplins damit zu meinen. Den einen "Tramp" Charlie Chaplins, bei dem sich fragen läßt, ob der eine, auf den DIE Gegenwartsfiguren sich beziehen, diesen "Tramp" und seinen Hintergrund überhaupt irgendwie verstanden hat. Jedenfalls konnte er sich diese "Tramp"-Bärtchen-Mode behalten, weil er mit so was im Gesicht bei vielerlei Volk seiner Umgebung über Jahre hinweg erfolgreich war. Als hätte ER das kleinste bißchen mit dem "Tramp" zu tun gehabt. Der einsame Gipfel von allem: Doof viel gewählt wurde ER. Im Jahre '33.
Nicht das haben diese nördlichen Amerikaner in der Absicht, das, mit dem sie nach dem zweiten Weltkrieg groß gingen. Sondern sie kommen als diejenigen nach dem Gegenwartseuropa wie überallhin globusweit, die in den dreißiger Jahren die obskuren, zwielichtigen Augenzwinkerer, Augenblinzler, Schulterklopfer da waren. Die, die sich vor Sympathiekundgebungen kaum einkriegen konnten. In den dreißiger Jahren, als SIE fasziniert auf das festlandeuropäische Geschehen guckten. Dabei nicht genau wußten, wie SIE das noch anstellen könnten, DAS bei sich und in ihren Ländern und in ihren jeweiligen Bevölkerungen ebenso unterzubringen. Das bei den Deutschen, Italienern in den dreißiger Jahren Beobachtete. SIE, die einen, die so was wie den "Führer", den "Duce" selber bei sich daheim gehabt hätten, die gesamten dreißiger Jahre durch waren sie Bewunderer. Diejenigen, deren Kindeskinder oder was die sind, Wieder-, Nachgänger auf alle Fälle, die in diesen heutigen Gegenwartszeiten, auch noch mit so einem gewissen Dreißiger-Jahre-Aussehen aus den Vereinigten Staaten angereist kommen. Daß es rein nicht zu begreifen ist, wie es da so zugehen kann. Bei Nordamerikanern. Von was für einen gräßlichen Geisteshorizont DIE doch sind, die sich als Nordamerikaner bei den Europäern anmelden. Oder sich dem Europäer als Briten vorstellen.
Fast kann man keine schlechten Worte für DAS finden, solche, die ausreichen könnten, das klar zu benennen, was SIE sind. Als Nordamerikanische, Britischstämmige. Geradezu das muß dafür hier hinreichen, SIE das zu heißen, als was sich der "Duce" in der Vergangenheit selber noch freiweg hieß. Als einen "Faschisten" benannte sich der "Duce". Wie sich der eine widerwärtige, ekelhafte "Führer" sich einen "Nationalsozialisten" nannte.
Das müßte reichen als Namensgebung. Für SIE. Schlußendlich, weiterhin, daß sich diese Leute aus den Staaten oder von woher auch immer SIE Abstammung haben, und die, die ihnen anhängig sind, nicht so gerne bei dem mit diesen Namen für sich am Vorkommen sind. Immer noch nicht, daß sie diese alten Bezeichnungen für sich übermäßig lieben. Ist man am Schluß nicht unter sich, wehren sie das empörter in der Gestik ab. Wenn man denn wo in einer Runde vielleicht noch größer was zu verlieren hat. Lieber bezeichnen SIE sich mit was eines "Rechtskonservativen". Gehaben sich mit dem Schmuckwort einer "Alternative". Einer "neuen, alternativen Rechten" und so was. All das des Weichspülers für sich mögen SIE. Das Verweilen bei Gegenwartsthemen. Bei denen sie es am allerliebsten auf sich beruhen lassen. Was vergangener Epochen sollte man nicht erwähnen, ansprechen wollen. Auch, damit man nicht bei ihnen dahintersehen könnte. Zu deutlich, was in den Blick geriete. Deshalb lehnen SIE das ab, als "Neurechte". Heißen SIE sich nicht selber "Faschist", "Nationalsozialist". So DAS. Das jedem noch immer viel zuviel von IHNEN erzählt. Auseinandersetzt. Erklärt.
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