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Blog von TeddeMehr

Nichts des früheren Bewußtseins

18. Juni 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

So wurd das also berichtet: Wissenschaftler haben getöteten Schweinen die Gehirne entnommen. Es ist ihnen dann tatsächlich gelungen, diese Hirne, verschiedene Stunden nach dem Todeszeitpunkt, doch noch mal zu stimulieren. Sie haben davon gesprochen, das textlich der Weltöffentlichkeit gegenüber zur Nachricht werden lassen, daß ihnen die Wiederbelebung eigentlich gelungen wäre. Sie konnten die unterschiedlichen Gehirnareale noch mal befeuern.

Mit welchem Ergebnis? Es war denn Leben in den Gehirnen. Bloß, die einzelnen Gehirnzellen, die räkelten sich nichtsdestotrotz jede irgendwie für sich in der Gegend rum. Kaum irgendwas schien miteinander zu schaffen zu haben. Als fehle da was, hätte sich doch nicht einstellen mögen.

Welchen Mangel stellten sie demnach fest, wenn man allem so Glauben schenken darf, was einem ständig weisgemacht wird? Die frühere Sau war das Belebte nicht. Das, was vormals in den Gehirnregionen quasi der "Kitt" war, allem die Struktur verlieh, fast so was das wie die eine "Seele" - an dem ermangelte es den Wissenschaftler. Als wäre der "Schnitter", "Gevatter Tod" nicht locker zu betrügen. Nichts von dem her, das ratzfatz wieder wie zuvor war. Etwa, als wäre zwischenzeitlich das mit dem Dahinscheiden, Sterben gar nicht geschehen.

Nichts weit und breit von dem Schwein von ehedem. Außer, daß sich in dem Gehirn - in den Gehirnen - zwischendurch wieder was abspielte. Alles mögliche, einzig und alleine: nicht DAS. Das Gewisse ließ sich nicht bemerken.

DAS entstand nicht mir nichts, dir nichts wieder. Das, das die EINEN Kernbeziehungen in der Zellenstruktur herstellte. Dieses eine Wesentliche. Jenes eine, quasi das Ich. Der alte Charakter. Hier der einzelner Schweine.

Einsam und verlassen blieb der Rest trotz allem, fand keinerlei Beziehung zueinander.

DAS ließ sich am Gehirn nicht wiedererwecken, zurückholen. Trotzalledem, das insgesamt wiedererweckbar war.

DAS, das ins Leben zurückkehrte, das blieb sich grundsätzlich in dem Sinne FREMD. Hatte nichts miteinander zu schaffen.

Vielleicht keine Überraschung: Nicht der Hauch einer Spur dessen, was das eine Schwein zu Lebzeiten ausmachte. Diese eine Bewußtheit, die nahm keinen Anteil, blieb, dem wissenschaftlichem Erkenntnishorizont nach, "ausgefahren".

Ein Zusammenspiel fand nirgends statt. Das könnte nun jedermann womöglich was zu sagen haben. Jedem, der reich genug ist, sich eventuell nach seinem Tod einfrieren zu lassen:. Nicht sonderlich zuträglich könnt das dem Geist der kostenintensiven Einfrierindustrie sein. Wenn eine Rückkehr des ALTEN nicht wahrzunehmen war. Und das, obwohl nur ein paar Stunden zwischen Tod und Leben lagen. Trotzdem trennte, "nabelte" sich was ab. Das Übrige, das vereinzelte. Blieb ohne Interaktion. Wechselwirkungen: keine. Stand in den Zeilen geschrieben.

Als wär da ein Vergehen endgültig, ist einem das EINE, der Augenblick, erst mal geschehen. Das heißt, ist der Tod eingetreten, ist man tot. Das eigene innere Selbst, zumindest das dieser Schweine, das ließ sich nicht das bißchen verorten. Trotz all dem Leben, das man in die Schweinegehirnregionalflächen zurückschaffte. Als wäre da was im Grundsatz äußerst flüchtig. Geschieht einem erst mal was dahingehend.

Zumindest ist das die Geschichte, wie das bei mir und bei meinem Verständnis angekommen ist. Kann ja die Möglichkeit sein, daß ich was nicht recht begreifen konnte. Von dem, was einem dieses eine Experiment von Wissenschaftlern also erzählen möchte. Wovon hier Mitteilung gemacht wird. Wird man wohl, verpflanzt man demnächst mal Gehirne, darauf achtgeben müssen. Irgendeinen Fehler darf man keineswegs begehen, will man sich den Ursprungsmenschen behalten. Nicht irgendwen kennenlernen. Etwa einen neu Lernenden.

Wie immer, ob man sich besser beeilt oder nicht. Bei einem Gehirnschlag spricht man ja davon, daß man auf das Wenigste warten sollte. Gemach, gemach - ist nicht bei einem Hirnschlag. Raschest muß für Hilfe gesorgt werden. Unmittelbar. Das eine Ausrufezeichen, dieser Hinweis, den Ärzteschaft jedermann bei diesem einen Sachverhalt, dem eines Gehirnschlages, geben: Besser auf nichts lange zu warten, sofort den Notarzt herbeirufen. Je geschwinder sich Hilfestellung einstellt, um so weniger fehlt dem Patienten am Ende. Obwohl man auch bei kurzen Minuten mitunter erleben kann, daß schon viel zuviel nicht mehr was wie früherdings ist. Daß einem jeden am Schluß sogar alles fehlen kann, was einen zuvor ausmachte.

 

 

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