Endlich das Ende sehen
Nach der krausen Vorstellung von "Kreationisten" beginnt und endet alle Welt, wie es in gewissen Religionswerken geschrieben steht. Dort die Verhältnisse festgehalten werden. Für sämtliche elementaren Entwicklungen spielt bei ihnen anscheinend keine Rolle, daß ein exakt umrissener Zeitraum von so zehntausend Jahren nicht allzu lange ist.
Derweil der Darwinismus doch unzweideutig verschiedene Lebensentwicklungsphasen und Erdepochen abbildet, denen geistig einwandfrei zu folgen ist. Bei tauglichen Zeiträumen. Etwa bei jenen Phasen, die das Leben nahm, innerhalb von verschiedenen Milliarden Jahren. An sich, mich bekümmert am Darwinismus nichts.
Das eine an "Kreationisten", das sind denn die religiösen Fundamentalisten, die das Stringente einer Religionslehre abbilden, der sie anhängen. Jenseits dieses Religionshorizonts wollen sie möglichst wenig blicken. Durch nichts und schon gar keine "Wissenschaft" in ihrem Glauben erschüttert werden.
Währenddessen so was wie bei diesen "Kreationisten" rundweg fast auch bei der Angelegenheit mit dem "Urknall" aufscheint. Als wäre der tatsächlich auch ewas "kreationistisch" Angehauchtes. Bloß der Wissenschaftler- und Forschungszweigehorizont. Auch dort darf es jenseits der "Urknall"-Betrachtungsweise nicht mehr allzuviel nebenher geben. Seitdem man den "Urknall" als Leitfaden nimmt. Mittlerweile, daß SIE beim "Urknall" eine Genauigkeit an den Tag legen, als wäre der DAS, als eine "Singularität". Bei einem haargenau verorteten Punkt. auf Weltraumkarten verzeichnet. Bei einer Zeitraumspanne von vierzehn bis siebzehn Milliarden Jahren, solange liegt der "Urknall" zurück. Fast in jedem Wissenschaftsartikel steht diese Zeitdauer zu lesen geschrieben, nur ab und zu trotzt da wer, sieht den "Urknall" vielleicht auch mal vor fünfundzwanzig bis dreißig Milliarden Jahren. Als wolle man neuen Sondenfotoaufnahmen Rechnung tragen, sollten doch neue Aufhellungen reinkommen.
Fast darf man den Verdacht hegen, der "Urknall", das wäre glatt eine Art Wissenschaftswelt-"Kreationismus". Von Haus aus hat das mit dem Aufkommen des "Urknall" jede Menge mit Religion zu schaffen. Mit religiösen Leuten. Abgesandter Priesterschaft im Wissenschaftlergewand, die sich mit Astrononie und physikalischer Rechnerei beschäftigte. Die da als solche selber den ohnehin Religionsfreundlichen unter den Wissenschaftlern noch dazukamen. Zusätzlich bei IHNEN auszuhelfen. Um klarere Kante zu geben. Als welche, wissenschaftskundig, bei den vielen Freunden unter den Wissenschaftlern dem glaubensferneren Rest einen Ausweg aufzuzeigen. Der "Urknall", der war in dem Sinne der EINE Ausweg.
Und siehe, den wissenschaftskundigen Religionsabgesandten und den ihnen Wohlgesonnten, denen wurde schlußendlich nachgegeben. Der "Urknall" wurde das EINE. Beim "Urknall" strukturiert er sich, der eine Anfang-und-Ende-Charakter, wie er sich in der und der religiösen Schrift abbildet. Bei dem, wenn es sofort heißt: "Im Anfang ..." Alles gestaltete sich wohl, wie es sich die religiösen Leute wünschten, die sich allzu zu massiv durch die Wissenschaft erschüttert sahen. Der "Urknall", das war eine wissenschaftlliche Lösung. Das eine Gewünschte. Die Weise, wie sie alles nun zugestanden kriegten, mit dem einen "Urknall". Mit diesem Anbeginn von allem. Damals waren SIE wirklich zahlreich vertreten, die Kirchenvertreter im zivileren Wissenschaftlerkleid, bei so einer vielköpfigen Wissenschaftlerversammlung. Diese eine Zusammenkunft, deren Tragweite man in der Gegenwart haarscharf ins Bewußtsein bringen kann. Wegen einem. Weil man damals das Grundlegende mit dem "Urknall" beschloß, Erkenntnisse Hubbles vorgeschoben, die die Fahrt von Galaxien und die große Reise von allem und jedem im Hier und Jetzt anbetrafen. Die Problemlösung, sie war ein Explosionsknall von an einem Punkt verdichteter Materie. Eine Art "Super Nova"-Bild. Nach der mehrheitlichen Einigung da dauf, wurde der Rest an Denkweisen regelrecht verblasen. Es herrschte sie ab da: die "Urknall"-Diktatur.
Seitdem hat man bloß mehr den "Urknall" überall als Szenenbild. Ist der "Urknall" das eine Exklusive, auf das hin ausgerichtet alle Forschungsarbeit betrieben werden soll. Bis in diese Gegenwartstage hinein hat sich nichts daran geändert. Beinahe alles, nicht in einem freien, reinen wissenschaftlichen Sinne, die Wirklichkeit abzubilden, wie sie ist. Sondern dafür, eine Realität im Sinne von religiösen "Gewißheiten" zurechtzuzimmern. Für ein vorgegebenes Format. Eine Zwangsjacke. Eine festgefügte Vorstellung, an der sich nichts mehr zu ändern hatte. Etwas, das doch durchweg "Kreationistische" Dimensionen zeigt. Von dem her: das mit dem "Urknall" direkt was "Kreationistisches", oder nicht? Die einen, ihre Reduktion bezieht auf was innerhalb von circa "zehntausend Jahren". Wohingegen die Zeitfläche der Wissenschafts-"Kreationisten" doch eine von vierzehn bis siebzehn Milliarden an Jahren ist. Alles soll in seiner Unerschütterlichkeit, als wäre "Kreationismus", doch als abgesichert hingenommen werden. Soweit man an die Realität rankommt, mit dem "Urknall". Man hat sogar eine Wissenschaftslehre beim "Urknall" parat, die an den Universitäten gelehrt wird. Der "Urknall", der einer Schriftszene eines Religionsbuches mit seiner Anfang- und Ende-Struktur entspricht. Eben: einem "Im Anfang". Als es da knallte, damit fing es an. Als alle Materie von einem Pünktchen aus wegflug, ins weite Rund spritzte jegliches hinaus. Mit einer Wucht, die im leeren Raum all die Reise bis ins Heutige hinein klärt. Mit dem "Urknall", das ist in der Gegenwart zu bemerken, daß man am Sternenguckerhimmel sucht, das Ende endlich auf den Monitorschirm zu bekommen: den einen beim "Knall"-Moment erwartbaren natürlichen Begrenzungshorizont. Die Grenze, wenn alle Materie, die wegschießt, anfängt, wieder an den Ausgangspunkt zurückzufallen. Wobei ein klein wenig aushilft, daß der menschlichen Technik, wie weit Teleskope soeben noch blicken können, natürliche Grenzen gesetzt sind. Gegenüberliegend, von dem einen vermuteten Knallpunkt, ist sie denn mitzukriegen, jede Menge Schwärze. Diese Finsternis kehrt immer wieder zurück. Verdirbt einem nicht so ein neues "update" bei "Hubble" oder einer anderen Sternenguckersonde den Spaß. Hatte man schon des öfteren ein klein wenig mit Enttäuschung mitzukriegen: Es tauchte doch wieder was auf, kam ein Lichtblitzen zum Vorschein. Es wurde Licht für die nächste Vergrößerung. Daß sich alle Welt doch noch ein Stückweit weiter ausdehnte, damit, und so. Nichts war es mit der letzten Grenzziehung.
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