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Blog von TeddeMehr

Erst mal vierzehn Tage weggewesen, um ...

23. März 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

Alles noch viel schlimmer in die Wahrnehmung zu kriegen. Eine neue Welt, die sich eröffnet hat.

Eine vierzehntäge Quarantäne, so heißt es immer, die soll eingehalten werden. Nach jenen vierzehn Tagen, daß man vorsichtig sein doofes Näschen wieder raushalten kann ...

So eine Vierzehn-Tage-Frist, heute ist die bei mir glattweg vorüber.

Es hatte mich auch was Tolleres erwischt. Muß zugeben: An drei Tagen war ich schwach. Während dreier Tage war ich nahe dran, wo anrufen zu wollen. In Örtlichkeiten, wo Ärzteschaft, Pflegepersonal anzutreffen ist.

Was bedeutet hätte, daß man mich, hätte ich mich zur Haustür rausgeschleppt, auf einer Liege abtransportiert hätte. Infusionen hätt ich gekriegt.

Montag vor vierzehn Tagen waren da jene Umstände, da war kurz für mich kaum aus dem Bett herauszukommen. Mußte quasi umziehen, auf eine Couch, um da mancherlei gräßlichem Beiwerk bei so Vorkommnissen zu entfliehen. Hastig doch noch nach wohin zu gelangen ...

Schrecklich was war das. Selten so was zuvor erlebt.

Und dann, es war alles voll das Fieber, daß ich die Idee kriegte, ich könnte dehydrieren. Boshafter Salz- und Flüssigkeitsverlust. Überdies, zu Kaltes durfte ich auch nicht so genießen. Lauwarm mußte was zumindest sein, und viel mehr als sonst üblich. Damit, von wegen des Verlustes an Flüssigkeit nichts dazukommt. Einer starb da ja in Ägypten, dort, wo's heiß ist ...

Selbst am Freitag war da ein Zustand noch echt schlimm, plötzlich, so gegen zehn Uhr abends; ein einziger großer Schweißausbruch. Ein Virologe wollte mich mit seinen Virus-Ansagen überdies voll zum Durchdrehen bewegen. Daß ich am nächsten Tag lieber keine Nachrichten mehr gehört hab ...

Wenn das eine Lungenerkrankung war, daß jederzeit an eine Lungenentzündung gedacht werden konnte. Daß in der Folge an der Lungenentzündung boshaft verstorben wird, bei der Geschichte.

Der eine Virologe sagte tatsächlich an, daß es einen daheim am Sofa erwischen kann, wenn man den Moment verpaßt hat, aufzubrechen, zu lange ruhig blieb. Er meinte, daß es da Leute, denen es vorher noch einigermaßen ging, wenn die nicht rasch an die Beatmungsgeräte herankamen ...

Den Moment, den hab ich verpaßt. Um am Morgen doch noch weiter loszukrabbeln ...

Wie erwähnt, es war zum Durchknallen. Ganz schlimm, sich abzuregen zu versuchen. Die Füße ruhigzuhalten, mit der Schulter zu zucken. Bei den Gedankengängen, helfen, helfen können dir die eigentlich nicht das bißchen. Die haben nirgendwo ein Gegenmittel parat, im Grunde genommen. Stirbst du eben, wenn's sein soll; das Händchen halten muß dir dabei keiner.

Muß man sehen: Die in den USA, die versuchen sich gerade zur Sekunde darin, da notigem US-Volk was mit einem Malaria-Mittel weiszumachen. Der Bevölkerung zu erzählen, daß das gegen Malaria plötzlich gegen DAS helfen soll.

Obwohl das eine die Malaria ist, das andere, das, das derzeit alles auf der Welt zum Stillstand, Innehalten bringt. Das Mörderische. Da könnte man sich doch richtig auch mit einem Placebo ausprobieren, in dem Sinne, daß man Ereignisse auch überstehen kann, immer noch, selbst wenn ...

Trotzalledem, heute, jetzt zur Sekunde, sind da jene vierzehn Tage des Quarantänischen bei mir vorüber. Wie es aussieht, hab ich der Quarantäne-Szene umfänglich gehorcht. Beschweren muß man sich an sich über mich nicht. Wie der Zufall überdies so spielt, ich kann immer noch was tippen. Trotz dreier schwacher Tage zwischen, mit jenen Krankenwagen-Ideen, innerhalb der vierzehn Tage. Momenten ärgerer Bedrängung und schwachmatter Einfälle. Bei den niederschmetternden Neuigkeiten, die ohne Unterlaß auf einen eingeprasselt sind.

Witzigerweise hab ich jetzt dadurch die Mundschutz-Neuigkeitswelle nicht mitgekriegt, war nirgends unterwegs, mir was jenen Mundschutz zu besorgen. Wie mir Desinfektionsmittel ebenso fehlen, weil ... War in den vierzehn Tagen ja alles nicht so toll, bei mir. War nichts größer mit der Füßelei.

Bald jetzt allerdings muß ich fürs Übliche der Lebensumstände wohin, muß auf den beiden Beinen mittenrein latschen, in manche Kulisse. Es zwingt mich nach wohin, wo vermehrt da unterschiedlich Volk anzutreffen ist. Welches, wo man nie weiß, wo es vor einer Minute war. Man selber, man hat sich auch erst ausreichend von was erholt, ohne genauer darum Bescheid zu wissen, was das eigentlich wirklich war, was da niederhaute. Tagelang bekümmerte.

Schon witzig. Da könnt regelrecht bald das nächstemal jetzt was bei mir anfangen, eine Szene sich neu- und wiedereröffnen. Diesesmal vielleicht ... Schließlich ist das ein Zwang hier. Ewig halten Vorräte nicht vor. Und an die Substanz ging schon mal was längst. Dinge gehen boshaft zuneige.

Da hat man was zu unternehmen, dort, wo sie sind, die vielen einer Bevölkerung. Gesunde, Kranke ... Von denjenigen abgesehen, die bei sich Umstände haben, daß sie kaum was juckt. Die Vorüberkommenden bespaßt auch mitten ins Gesicht husten, dabei den Schenkelklopfer haben, wie das bei Polizisten schon geschehen ist, daß sie angehustet wurden.

 

 

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