Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

So nah und doch so fern

8. November 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

Vielleicht haben sich bereits schon mal Leute auf ihre Knie niedergeworfen, die Arme dem Himmel entgegengereckt und Dankesgebete gesprochen.

Weil das DORT geschieht, beim Stern Tau Ceti. Und nicht HIER.

Dergleichen Geschehnisse, den Erdstern Sol anbetreffend, die, daß auf sich warten lassen. Warum auch immer. Würd's denn jucken? Das Leben geht weiter, immer weiter, woanders.

Obwohl - es gibt durchaus schwer was, auf das man aufpassen sollte: die Sonne. Der Erdstern Sol. Das da unter der Korona ... Weit genug könnte es sein, fürs Aufschlagen. Das Ankommen der Freundin Nova.

Daß es glatt bei der zu einem Frühchen kommt.

Das ist quasi jederzeit drinnen. In zig was an Jahren - oder die kommenden Momente.

Währenddessen was zu betrachten ist ... Womöglich gerade nur nicht so hungrig, das, das sich als Mittelpunkt im System Proxima Centauri da befindet.

Wie könnt man da eine Szene umschreiben? An Verdauung wäre zu denken, die Folgen der letzten Absorption. Durchaus, daß dort, nebendran im System, etwas in etwa mit so was beschäftigt sein kann.

Was muß aufgearbeitet werden. Fast eine Geschichte, wie die, beim Menschen, nach dem Mittagessen. Gähn! Mit vollem Magen rumarbeiten ...

Nur, beim Stern Tau Ceti ist die irdische Zukunftswelt in vollem Gange. Der Stern Tau Ceti, mittelalt, der kriegt ab. Da ist man längst in sich reingefahren ...

Jedenfalls hält sich der Erdstern Sol, was da eine Szenerie angeht, während eines langwierigen Augenblicks, während dem lokal alles Örtliche auf Pause steht.

Eine huschige Zeitlupe dort, das Wenigste hier.

Kurz weiter auf einer Vier-Komma-drei-Lichtjahre-Distanz, der Erdstern Sol. Die eine Ferne zum Rote-Zwerg-Pünktchen Proxima A und dessen unübersichtlichem Planetensystem-Garten, von dem man nicht sagen kann, wie viele unterschiedliche Systemweisen dort zu überschauen sind.

All das, von dem man von Geschehnissen in der unmittelbaren Nachbarschaft von einem spricht: Alles mitsamt der Vergangenheitsszene so fern - und doch, im Grunde, so nah.

Das heißt, selbst wenn der Erdstern Sol herangeholt würde, daß die Reise denn dann an seinen Bestimmungsort abgeht, vergeht zwischendurch weiterhin eine hübsche Strecke an Zeit. Mancherlei des Zählapparats, der in Jahren rechnet. Bei der Umständlichkeit, für ein Menschenleben sind nicht mehr als allerhöchstens sechzig bis einhundert Jahre von Interesse.

So viel Zeit, die da verstreicht, daß die gesamte Menschheit längst wieder ausgestorben sein könnte, bis es zu der Ankunft im System Proxima Centauri kommt. So in ein paar Milllönchen an Jahren.

An sich Zeiträume, die im Kosmos keine Rolle spielen. Ein Kosmos, bei dem man sehen kann, daß da eine Galaxie, die der Galaxie Milchstraße hinterhersetzt, ein unvorstellbar irres Tempo unterwegs hat. Wirklich, eine geistige Last, an diese Hochgeschwindigkeitsfahrt auch nur zu denken. Bei jenen Umständen, daß da trotzdem was Jahrmilliarden noch währt, bis jene in Wirklichkeit rasenden Galaxiengebilde bei der Galaxie Milchstraße eintreffen, die Galaxie Milchstraße, die gleichfalls voranrast.

 

 

 

-------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post