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Blog von TeddeMehr

Als man etwas annahm, verabschiedete

27. Dezember 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

Umfänglich war das ursächliche Knall-Gebilde schließlich mit vielem dabei. Für jedwede religiöse Betrachtung. Nützlich als solche auf Erden. Dem Religionsaspekt brachte der Große Knall viel Frieden drunten am Erdboden beim Homo sapiens, nachdem man IHN einführte.

Der Wissensstand Urknall kann als eine einzige große Friedenszeit bezeichnet werden, seit ein paar Menschengenerationen. Für die der Religion im Gegensatz zu denjenigen der Wissenschaften.

Mit allem, daß der Urknall beiläufig aushilft. Der Urknall, mit einer relativ plausiblen Erklärung dafür, wie da mal mithin die jedermann sichtbare Materie entstanden sein könnte.

Der Urknall, der erläutert, wo alles mal herkommt, entspringt: aus der einen massierten Zusammenballstruktur.

Der Große Knall, eine wahrhaft umfassende Weltentstehungsszene, eine von allem und jedem. Die perspektivisch schlußendlich selbst noch das Paradies möglich machte.

Vor allem aber: der unzweideutig strukturierte Anbeginn. Der Knallmoment von einem unfaßbaren Minimalpunkt aus. Das Plätzchen, an dem sich alles im Heutigen sichtbare Zeug komprimiert geballt haben soll. Bis es dort kommen mußte, wie was bei so was zwingend einmal kommt: das Zusammengeballte, das nicht länger dicht hielt. Die verdichtete Materie, bei den vielen unterschiedlichen Stoffen, die doch mal schlimmer aufeinander reagierten. Der Funke schlug aus. Mit dem die Komprimierware von dem einen existenziellen Ort aus wegballerte und sich jegliches seitdem nach überall im Rund verteilt. Bis in die heutige Gegenwartsphase.

So vor vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahren soll DAS gewesen sein. Daß sich DAS abspielte. Woran sich seit den besagten paar Erddekaden kaum mehr was änderte, obwohl seit der Ära bei ziemlich verbesserter Teleskoptechnik noch mal um ein vielfaches tiefer in die Kosmosweiten hineingestarrt wird. Um beim Rumgucken nirgends einen Abschluß zu finden. Bei dreißig Milliarden Jahren ist da lange nicht Schluß.

Der Urknall, fast was aus dem Weltenentstehungs-Bilderbuch. Singulärität im Beilauf geheißen. Unverändert geblieben.  Beinahe, wie was eine Religonsschrift, an der keiner dann ein Sterbenswörtchen abändern mußte. Nicht nach dem konstituierten Knall. Nachdem es dem Menschenvolk durchgreifend Großer Knall ward.

Peng!

Sieht einer den Böller auseinanderspringen?

Das war auch damals schon, als man das Knall-Moment fixierte. Das, was man den Wissenschaftsleuten verklickerte, daß man die Böllerschlag-Dinge auf die Reihe kriegen sollte. Nochgerade im und für das Weltall. Oder ... 

Nach nichts Neuem hätte man mehr Ausschau zu halten, zu forschen. Sondern, hier Kleinigkeiten zur Kenntnis zu nehmen. Etwa das, daß all das, das sich beim Großen Knall denn abspielte, so schon seit einer halben Ewigkeit be- und geschrieben stand. Nichts am Großen Knall war tatsächlich im mindesten eine Neuigkeit. Man hätte sein Augenmerk nur auf die religiösen Schriftwerke zu richten brauchen. Wie dort das Zeilenaufkommen war. Statt irgendwelche Neuigkeiten wo sehen, erkennen zu wollen. In manchem Buch der Bücher sollte man lieber mal auf ein neues die Zeilen nachlesen. Man wußte doch jetzt das Neueste von einem göttlichen Funken - und dort stand alles seit altersher doch in Worten aufgeschrieben. In der Schule hätte man es bereits zu Kinderzeiten gelernt. Das eine Im Anfang schuf ... Und - irgendwann fand das höhere Wesen, daß es gut wäre. Was das wäre, da wäre man auch nicht gänzlich ohne Begriff. Das im Hier und Jetzt, das auf der Urknall-Strecke, auf der man sich als ein Lebewesen aufhielt. Zwischendurch, solange man lebte. An sich mitten im Angesicht der vielen Materie, die sich weiterhin ins Rund hinaus verteilt. Der man mit dazurechnete. Als Teil jenes Zwischenspiels, das man ist. Wo sich ein jeder so als lebendes Wesen an sich kurz gewahr sein kann, während man sich dort und dort befindet. Als wer, der in die Welt hineingeboren wurde. Für ein kleines Weilchen.

Und das war dann noch lange nicht alles, am Urknall: Die Urknall-Lösung hatte seit eh und je damals gar drittes noch im Angebot. Das eine, daß etwas nicht ewig andauern konnte, mußte. Die im Glauben, am Urknall konnten sie sich was getrost sein.

Irgendwo MUSSTE an ein Ende gesehen werden. Ein Schluß, Aus, Amen.

Für die Endspielbühne war die Urknall-Szenerie denn ebenfalls das Größte, mit der sich die Wissenschaftsleute seit längerem vor der allgemeinen Urknall-Werdung auf Erden besprochen hatten. Aber eher philosophisch. Als eine von mehreren Möglichkeiten. Ohne es im Diskurs zu einem Entschluß zu bringen. Durchgreifend wirken wollte man deswegen nicht, wenn auch noch ganz was anderes drinnen sein konnte.

Nicht irgendwo als das Letzte, Ultimative war das mit dem Großen Knall zuvor auszugeben, als man noch bei seiner forschenden Ergebnisoffenheit verweilte. Die Ergebnisoffenheit in seiner Forschungsarbeit am Kosmos war etwas, von dem man sich erst trennen mußte. Sich von dem verabschieden.

Ehe man von dem nicht Abstand nahm, sich besann ...

Es wurde allerdings davon abgekommen. Man nahm ihn für sich an, den Urknall. Den Großen Knall.

 

 

 

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