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Blog von TeddeMehr

Nur noch die Überzahl war

12. Januar 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Sollte man sich mal vor Augen halten: Die eine Teleskop-Technik, mit der man im Heute bis in das wüstest Distanzierte hinausblickt, die hatte man ehedem noch nicht. Ein klein wenig eingeschränktere Blicke waren gestattet. So eine Blickweite, bei der bei vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahren, um den Dreh rum, mal Grenze war. Schnitt.

Das, daß damals das Äußerste war. Bei der einen Sichtperspektive rechnete man sich zu dem einen Böllerchen-Mittelpunkt hin ...

Einen Explosionsknall, daß man dann als das Ursächliche für jegliches insgesamt ansah. Bei Hubbles Wissenschaftsartikeln - und denen seiner USA-Kollegahs - vermochte man sich kaum mehr abzuregen. Nochgerade, so viele aus den Staaten, die man irgendwann zu der Zeit bei Klassentreffen örtlich mal war, während andere mit ihren Ansichten nicht so reisefähig waren. Vielleicht sogar überhaupt nirgendwo mehr hinreisten, obwohl ihre Stimmen zuvor immer gezählt hatten.

Die vom Wissenschaftshof, in deren Phalanx durchaus Lücken gerissen worden waren, zu der Ära. Vor der besagten allgemeinen Knall-Werdung auf Erden. Dieser Großinstallation.

Ab einem Zeitpunkt waren die aus USA geradezu unstattbar viele geworden, dort, am Wissenschaftshof. Deren Gottsuche-Motivation bei Kosmos-Fragen schwer zu tragen kam. Auch die sollten nicht vergessen werden, die ohnehin priesterliche Weihen hatten, bei der Sternenguckerei an ihrer Zivilkleidung einen Priesterkragen durchaus vorzeigten.

Daß das Bild klarsein dürfte: Hier war ein Lager mit seinen Positionen in die Vorhand geraten. Bei einer Überzahl, nicht von schlechten Eltern. Zudem euphorisierte man sich. Bei einer bestimmten Weltenentstehungslegede konnte man sich fast nicht mehr einkriegen: dem Urzeit-Böllerschlag. Massiv wurde darauf hingewirkt, den Großen Knall nicht nur fürs gesamte Universum zu vermuten, sondern vorzugeben.

Muß man sich verdeutlichen: Einen abgesicherten Anfang hat man beim Knall-Moment, der rankam an so Bücher der Bücher-Sätze wie Im Anfang schuf ... Bei einer Ansage, warum man denn umständlich Forschung betrieb, wenn man alles so schon wußte. Ein Geschehen lediglich in den Büchern der Büchern nachzulesen gebraucht hätte. An seine Schulzeit hätte man sich auch erinnern können. An den Religionsunterricht.

Das war mit ein Momentum schließlich. Daß bei einem bestimmten Perspektivischen nichts und niemand mehr was zu befürchten hatte. Am Böller droben war gut sich abzuregen. Aus Religionsblickwinkeln. Dort erledigte sich die Konfrontation Wissenschaftlichkeit und Religiösität.

Der Urknall, der schien dem und dem Wissenschaftsvolk das Runde, das, bei dem es schön werden könnte. Bei einem Anbeginn, dem langwierigen Zwischenstück - und schließlich, zu allem Überfluß das noch dazu, nochmals was ganz Großes: der fortsetzende Verlauf verhalf zu der Perspektive einer Endspiel-Szene ... Die umschreibt man in Buch der Bücher-Worten mit einem Jüngsten Tag.

Wem das jetzt nichts sagt. Bestimmten Wissenschaftsleuten sagte das durchaus was, früherher die Lebenstage. Vor ein paar wenigen Jahrzehnten erst. Überdies, wann hatte man schon mal so eine formidable Mehrheit? Beim Wissenschaftsvolk, das sonst die Kontroversen liebte. Wo gemeinhin die wissenschaftliche Unentschiedenheit regierte, legte man sich auf nichts fest, schon gar nicht auf etwas Religiöses.

Diese Vergangenheitszeiten vor siebzig Jahren war man weltweit eher wieder gläubiger, religionsbezogener. Wenige, die nicht der und der Religion anhingen. Fast alles war denn nur mehr der Gottsucher-Horizont, bei den Wissenschaftsleuten. Außerdem, bei den haufenweise USA-Stämmigen mußte darüber kaum geredet werden.

Das eine herausragende Ereignis war denn tatsächlich dieses, daß man es dort, wo man Wissenschaftszeug dauernd kontrovers besprach, sich zu kaum je zu einer Entscheidung durchringen konnte, plötzlich beschlußfähig war. Bei der gewissen Anhäufung von Gottsucher-Wissenschaftlern, zu der es wegen den USA-Abkömmlingen kam. Nochgerade bei der Kunde, Galaxien anbetreffend, die der Nordamerikaner Hubble mittels seinen Wissenschaftsartikeln unter die Leute brachte. Mit dabei, bei Hubble, der nicht als sonderlich religionsbezogen galt, mancherlei nordamerikanische Kollegenschaft. Um die man sich kaum größere Sorgen machen mußte, was ihre Religionsbezogenheit anbetraf. Diejenigen da, die den einen unter Dampf stehenden Galaxienzug bei Hubble schlichtweg nicht versäumten, sondern den Kessel unter Dampf setzten. 

Solche aus den USA, die in rauhen Mengen auftraten, unter den Wissenschaftsmenschen, zu jenen heute umdunkelteren Gegenwartszeiten, was manche Wissenschaftsentscheidungen angeht. Währenddessen sich jenen aus den Staaten, auch noch wirkliche Priesterschaft dazugesellte. Auf den letzten Stand gebracht, was die Wissenschaftsangelegenheiten anbetraf.

Solcherart Gestalten, die hauptsächlich die Interessen ihrer Religion vertraten, derweil sie sich naturwissenschaftlich orientiert gaben, in Wissenschaftszivil sich kleideten. Dann und wann waren sie in der Lage, den Priesterkragen auch ganz wegzulassen. Was andererseits beizeiten nicht zu oft notwendig war. Schlußendlich, an Orten, wo die Nordamerikaner waren, dort konnte man sich auch priesterlich verhalten, offen, unzweideutig seinen Glauben leben, ihm Ausdruck verleihen. Ohne versonnen kühl angesehen und ignoriert zu werden.

 

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