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Blog von TeddeMehr

Der Opportunismus kann auch groß sein

13. Januar 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Dieses Ausmaß einer Nordamerika-Party hatte es zur damaligen Zeit in sich. Während so mancher streitbare Europäer der Szene fehlte. Oder dem Opportunismus stattgab.

Gemeint sind hier mal die, die die Nationalsozialisten als systemrelevant empfanden. Die, die NS-Leute weiter ihre wissenschaftliche Arbeit in den Labors tun ließen. Die dreißiger Jahre durch, die Vierziger, bis Kriegsschluß.

Solange sich niemand zu kritischen Äußerungen hinreißen ließ, durfte weiter Raketentechnik entwickelt werden, für die Vergeltungswaffen.. Der Atombombe war man damals ebenfalls auf der Spur. Wobei es ab und zu unübersichtlich wird, warum die nicht schon im Nationalsozialismus gebaut und zum Einsatz gebracht wurde.

Fast, daß es scheint, manch ein Wissenschafter wußte den Nazis gegenüber doch ein bißchen was zu verbergen. Etwa einen aktuelleren Entwicklungsstand, zu dem man es bereits gebracht hatte. Schwer zu überblicken, warum es bei dem und dem nicht zu einem größeren Entwicklungssprung kam.

Die, die Wissenschaftler waren unter dem NS-Regime, die hatten es an sich nicht so leicht, ihr ehemaliges weltweites Ansehen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in dem Sinne zurückzugewinnen. Der eine oder andere konnte beruflich nicht so aktiv sein, nachdem er von den Alliierten zu mehrjähriger Lagerhaft verdonnert war. Wie mancher Schauspieler der damaligen Ära auch, der im NS-Regime der Volkszerstreuung und der Filmpropaganda aushalf, dafür Preise einheimste und vom NS-Granden Haus- und Grundbesitz zugeschanzt bekam. Von Staats wegen enteignete Ware.

Erst nach Verbüßung einer Strafe, konnte manch einer, der der NS-Herrschaft durch ein dienstbarer Geist war, sich wieder um sein früheres filmisches oder wissenschaftliches Betätigungsfeld kümmern. War einer inbesondere als Wissenschaftsmensch für die Sowjetunion oder die USA nicht größer von Interesse.

Überdies waren die der deutschregionalen Gebiete an sich nie alles, in Europa. Es gab ein paar mehr Forscher, die vor den damaligen faschistischen Elendsjahren eher streitbar und mit säkularer Einstellung zu betrachten waren. Die der Wissenschaftszene zwischendurch später, wegen den faschistischen Hoch-Zeiten bei Wissenschaftszusammenkünften fehlten. Oder selbst für immer den Kongressen in Wissenschaftsfragen abgehen sollten ... Als Folge der brutalen Verhältnisse, aus Faschismus und Nationalsozialismus geboren, die auf europäischem Boden zum Tragen kamen, die dreißiger, vierziger Jahre. Überdies, weil so die NS-Leute und Duce-Faschisten zeitweilg Kriegserfolge zu verzeichnen hatten. In viele Länder konnte einmarschiert, dort die Herrschaft übernommen werden.

Oder denkt hier wer, daß es nicht auch solche gab, die sich grundsätzlich weigerten, sich von irgendwem gleichschalten zu lassen? Andere europäische Regionen oder selbst auf natonalsozialistischem Staatsgebiet noch. Leute, die überhaupt allem fernblieben, dem Gesamten, an dem unter der Anleitung der Nationalsozialisten geforscht wurde.

Lieber war ihnen ein Berufsverbot als DAS.

Welche, die nicht die Vergeltungswaffen mitentwickelten und darauf verzichteten, sich etwa von Wernher Freiherr von Braun kontrollieren und was ansagen zu lassen. Bei aller möglicher ausgeübter Zensur und einer Dauerbedrohungskulisse, mit der Gefahr, daß man sich doch an einen erinnerte, und man für eine Dampfzugfahrt in ein Konzentrationslager abgeholt wurde.

Man darf da mit Sicherheit das festhalten, daß so diese, die sich im Nationalsozialismus als Wissenschaftler umtriebig verhielten, trafen sie so späterhin wieder bei den Wissenschaftskongressen ein, nicht zu viel galten. Manch jemand zudem, der geistig lieber opportunistisch mit den US-Amerikanern mitging. Bei ihnen kopfnickte. Hatte wer doch etwas davon, durfte er sich bei ihnen, als die aus Nordamerika, verhalten. Einer, wie beispielsweise Wernher Freiherr von Braun. Der es bei der NASA zu einigem Ruhm als Raketenpionier brachte. Das jedoch auch erst mit den Jahren. Bis hin zu dem Moment, daß es keinen mehr so interessierte, daß Interview-Worte Hinweis gaben, Dekaden später, daß so das mit der Entnazifizierung bei dem Mann nicht unbedingt ganz so gut geklappt hatte. Nicht so, wie man das meinen hätte können. Nachdem er es zwischendurch in den USA zu einiger Größe und Bedeutung gebracht hatte.

 

 

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