Noch weiter hinaus hat man zu sehen
Auf der Szene kann man also festhalten: Wenn hier das nächstemal nicht Schluß ist, hat man weiter etwas vor. Muß weiterhin was unternehmen hier. Sich Kosten und Mühen sparen, das ist nicht. Es heißt, beim Tiefenblick hinein noch einmal an Potenz zuzulegen.
Bei der Ansage, irgendwann muß doch mal etwas zu erkennen sein. Unzweideutig zu gewahren. Irgendwo kann schließlich nichts mehr weitergehen wo, so wie bisher. Nicht bei den argen Galaxien-Dingern.
Wohin man hinausschaut, dort darf für das Kameraauge einfach nicht Abschluß sein. Nicht, wenn nichts endet, sondern gräßlich Fortsetzungspunkte hinter dem letzten Wort dahintergesetzt werden müssen.
Demnächst muß noch ein Stückweit tiefer reinzublicken sein, ins All. Zwingend.
Das von einem Erwartete scheint sicher irgendwo auf, wenn man sich nur noch ein klein bißchen mehr anstrengt. Sich Mühe gibt. Auch beim Thema Geldfragen, Unkosten. Noch mal hat man eine Großrechneranlage mehr hinzufügen.
Aber, das ist doch nichts. Für Gott und einem erdenweltweiten Blickwinkel eines Jüngsten Tages, menschlich erdenwelttechnisch für DAS, da kann man schon einiges zusätzlich springen lassen.
Klar, das hat man längst. Nur, daß es aufs neue nichts nützte. Oder - wer möchte da dran zweifeln?
Das heißt, will man sich die Kosten und Mühen nicht sparen. Wird einem scheinbar das nicht gestattet, die Szene zu vereinfachen. Indem man einen draußen eine Außengrenze erkennen läßt. Wiewohl da keine ist.
Hat man ja schon mal an sie gedacht, hatte seine rechnertechnische Aufrüstung, für eine Endspielsicht. Jedoch für das nächstemal Pustekuchen. Die nächste Enttäuschung hatte man zu erleben.
Nur - wer hätt das melden müssen? Vermelden? Muß man denn hier auf Erden, rund um den Globus, eigentlich immer ehrlich spielen? Tut man ja auch nicht. Wäre demnach der Kollege schlicht in der Lage, mit einem zu Potte zu kommen - könnte man dann nicht ...? Dann wäre sie sicherlich einer Menschenwelt ansag-, verkündbar: die dringend nötige Außengrenze am ultimativen Böllerschlag. Wäre man einig miteinander, wäre das kein Problem. Wie da vor Jahrzehnten beispielsweise unproblematisch etwas geschehen konnte. Zu der Zeit, als es zur allgemeinen erdenweltweiten Urknall-Proklamation kam.
Jetzt noch dazu, nachdem man eh wieder an seine technischen Grenzen gestoßen ist. Während der Kosmos einem die Nachricht gab: Es geht weiter, immer weiter. In der Folge hat man sich in allem noch mal zu steigern. Zuzulegen bei der kosmischen Weitsicht. Viel mehr für die Endspielszene, den Jüngsten Tag und das Jüngste Gericht ist zu unternehmen, als schon getan wurde.
Schließlich MUSS das sein, daß es was zu erkennen gibt, vor allem das, daß wo nichts mehr sich zeigt. Kein Licht mehr aufscheint.
Aber - das darf eigentlich nie sein, daß Grenzziehung wäre. Indem man sie schlichtweg verkündet.
Das eine momentan auf Erden, das muß man doch begreifen, daß das vor allem eins bedeutet: Es ist einiges zum Verzweifeln hier. Am Knallerchen droben herrscht einigermaßen die Verzweiflung. Dabei hat man großflächig Wissenstonart installiert. Zu einer Großinstallation an Wissen hat man sich verholfen.
Im Grunde darf das am Erdenplatz unten nicht sein, daß man sich, droben am Großen Knall, böse verrechnet hat. Verschätzt haben, das darf man nicht. Zu vieles, das dadurch schäbig ginge. In die Binsen.
Dabei hätte man alles so passend, solange man eben den Großen Knall am Tapet hat. Am Großen Knall umarmten sich der Theologe und der Wissenschaftler. Das will man doch nicht, daß das plötzlich wieder aufhört? Daß die einen anfangen, loszulegen und Blasphemie schreien, exkommunizieren wollen. Wie früherher.
Aber, Hoffnung, Hoffnung kann man immer haben. Vielleicht, stimmen die staatlichen oder großindustriellen Geldgeber, verständnisvoll am Großen Knall, einem dahingehend zu, daß man keine Veränderung braucht. Womöglich, wenn man ihnen das eine ansagt, daß man unter Umständen überhaupt nicht mehr so weit blicken muß. Ganz knapp dran könnt man sein am Letzten. Die Galaxien, wohl für das Universum auch nichts als eine Art Korona-Virus. Ein kosmisch-viraler Großschaden. Selbstreplizierendes. Mit dem es wo in der Verbreitung aufhören muß. Die Beschädigung, die an eine natürliche Grenze stößt. Und dann ... Dann wäre einem mit seinem Gott-Anliegen ausgeholfen, anbei beim Großen Knall.
Also, vielleicht nur mehr ein Stückweit mehr Tiefenblick, dann ... Dann wäre mal das möglich, daß Ruhe im Karton wäre. Am Urknall konnte es schlußendlich auch dazu kommen, daß ... Daß jeder ... Und wer nicht, der war abzukanzeln ...
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