Hätt man denn irgendwas gesehen, dann ...
Diese Galaxien, modisch der Spiralarm-Steil, nicht das bißchen eine Nachrichtenlage wert, erdenweltweit, nicht wahr? Alles ruhig hier. Unaufgeregt. Beiläufig. Kaum was wird zur Kenntnis genommen.
Was davon, was man da ganz weit draußen sichtete. Obwohl es niemals zuvor ein Erdenmensch gesehen hatte. Wohl auch, weil nichts als Galaxien. Galaxien, mit denen überdies nichts aufhört, ein Ende nimmt.
In der Realität, wie da so die Nachrichtenlage ist, nachdem da der gewöhnliche Sternengucker, der in den Sternwarten seiner Arbeit nachgeht, ein bißchen was von ihr mitteilte, hat sich nichts abgespielt. Erregungslage: gegen Null.
Schwer zu sagen, ob irgendein Sternengucker überhaupt was von seinen Neuigkeiten äußern sollte oder nicht. Was davon, daß, was die Realitätsbetrachtung für die Kosmosweite angeht, die universelle Welt des weiteren auf Unendlichkeit gestellt ist. Es bleibt dabei: eine sich fortsetzende Geschichte. Schier endlos, egal, was manche Leute rund um den Erdglobus so an Meinungen, Ansichten zum Ausdruck bringen. Irgendein Große Knall-Jünger etwa. Einer mit Religionsorientierung. Alles mögliche Religiöse in der Hinterhand. Jemand von denjenigen, die jedermann am liebsten auf der Stelle die geschlossene Muschel ansagen würde. Weil der Blickwinkel des Abgeschlossenen es hinsichtlich der eigenen Religionsblickwinkel wäre. Deren besonderes Anliegen eine glasklare Strukturierung ist. Ncht das offene Universum, sondern das abgeschlossene System, die ist ihr Modell. Schließlich ist so die perspektivische Großer-Knall-Vorstellungsweise eine des Ab-, Verschlusses. Für sie, daß sich irgendwo ein Rand, eine äußerstes Limit im Weltall zeigen sollte. Ganz selbstverständlich draußen entstehen, auftauchen. Dergleichen entspräche ihnen und ihrer Denke.
Oder - ist jene Anfang-, Mittelding- und Ende-Betrachtung hinsichtlich des Kosmischen nicht ihr Ding? Mit dem SIE auf Erden großgehen und dabei am liebsten durchgreifend wirken würden, sich verhalten. Früher hat das jedenfalls zu einer Zeit ausgezeichnet geklappt. Als man sich am Großen Knall bei Hubble und seiner Sicht auf die Fahrweise der Galaxien noch euphorisieren konnte. Als man keinen größeren Widerspruch mehr gestattete, bei Vorbehalten am Abwinken war. Alles Widersprüchliche, das man ehedem grob und mit dem erhobenem Zeigefinger, daß man schwer achthaben sollte, vom Tisch herunterwischte. Großmächtig in der Aufführung, wie man war. Fast an einen religiösen Fundamentalisten erinnernd. Zumindest, als wäre ein biestiger Despotismus unterwegs, während man den und den Despoten und seine Systemweise anderswo nach viel blutigem Kriegsgeschehen überwinden hatte können.
Tja, am Erdenrund kann man was unterbringen, bei Mann und Frau, Kindern, bei der Menschheit eben. Bloß, das Weltall, das teilt einem deswegem trotzig nichts als die unendlichsten Weiten mit. Dem Kosmosrund sind Modellinstalltationen, die eine menschelnde Betrachtungsweise inbegriffen haben, voll egal. Das Kosmische macht wegen so Verhältnismäßigkeiten beim Menschen nicht lange irgendwelche Zugeständnisse. Daß der Gottsucher-Wissenschaftler juchzend jubilierend hochspringen könnte, sich schreiend melden, das war in heutiger Gegenwartszeit wieder mal nicht. Das mit der sich fortsetzenden Kosmosausdehnung erklärt der Welt der Menschen, die allerbeste rechnergestützte Hochtechnologie, die war auf ein neues nicht ausreichend. Für manche und ihre Sichtweisen. So verzweifelt man auch wähnte, mit dem Besten des Besten könnte was zum Vorschein gebracht werden. Bloß, deswegen ist lange kein Ende nirgends in Sicht geraten. Nicht mal ansatzweise. Denn, man hat gegenwärtig dabei zu bleiben, daß nichts als Fortsetzungspunkte ans Satzende zu setzen sind. Solche, die Hinweis geben, daß alles im All weitergeht. Immer weiter. Ob das dem und dem Menschenwesen nun paßt oder nicht.
Nur, eine Gegenseite, die so die Große Knall-Perspektive von Haus aus als obskur empfand, die sollte sich auf der Erdbodenfläche drunten nicht zu lange daran erfreuen zu dürfen, das man nichts in die Wahrnehmung kriegen konnte. Nur, weil da der am Großen Knall einfach NICHTS in den Untiefen erkennt. Kein bißchen irgendwas den Hauch einer Ausdehnungsgrenze. Nochgerade still sollt einer trotzdem sein, mit Freudlosigkeit herzeigen. Den Tränensack unter dem Auge. Bei der sauren Miene mit dabei sein. Obwohl sich der Blick, im wahrsten Sinne des Wortes, im Heute geweitet hat. Tief wurd hineingeblickt. Und es blieb bei der Endlosigkeit.
Derweil man sich lieber kasteien sollte. Die Urknall-Parteigänger und Gottsucher mit ihren Gesten und Formulierungen bei einer Nobelpreisverleihung zur Kenntnis nehmen. All das, mit dem man Verdienstvolle ehrte, pries. Solche, die sich verdient um den Großen Knall machten. Dessen Fundament zu untermauern, damit waren sie beschäftigt. Wofür sie im Jahr '20 nach dem Millenium den Nobelpreis mitsamt dem hoch dotierten Barscheck ausgehändigt bekamen. Obwohl man kosmosweit eigentlich nichts blickt als die fortlaufende Ewigkeit. Dieser eine Status Quo, der ist erhaltengeblieben.
Was interessiert aber jede Neuigkeit am Weltall. Daß das sich um nichts bei einem kümmert, daß da die Bestätigung des Urknall-Modells auf Eis liegt. Weil man da unendlich weit draußen bloß die nächstbeste Galaxienstrecke sieht.
Nö, juckt nicht,nicht? Vielleicht hätten hier Wissenschaftsleute das eine oder andere auch mal anders formulieren sollen. Romantisch Alternativer etwas umschreiben. Eher was Herzerwärmendes, Hoffnungen Schenkendes. Einem was von Engeln kundgeben, anstatt Galaxien anzusprechen. Galaxien, die man in wüstester Entfernung zu allem hier zur Sichtung brachte. Mit seinem letzten Schrei an Technik und bei der Schleifweise optischer Linsen.
So konnt es das nicht so recht dazu bringen, daß sich eine Menschenbraue anhob. Nur, weil man da Sachverhalte beguckte, die nie zuvor irgendwer betrachten konnte. Zumindest drunten auf Erden.
Keinem war solch eine Betrachtung je vergönnt. Bis in die heutige Gegenwart. Nur, es war und ist schnurz. So was von piepe.
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