Doch keine "Stopfgans" hier
Was da gerade nun bei Sagittarius A abgeht, das könnt sich an sich auch beizeiten wieder beruhigen.
Dann müßten die vom Wissenschaftshof das melden, darüber unterrichten, daß das Schwarze Loch Sagittarius A mit dem sonnengleichen Herumgeleuchte aufzuhören anfängt. Daß die Farbe ins Rötliche wechselt, immer dunkleres Rot annimmt. Ähnlich der Weise, wie es bei manchen Roten Zwergen zugeht. Bis auf ein neues irgendwann Schwärze auf die Szene zurückkehrt. Jenes lichtschluckende Schwarz eines Schwarzen Lochs.
Was hieße, fragen würde da so ein Teil: War was? Hat's mal Kleinigkeiten gegeben? Da war dann das, das anfaßte, eine kurze, flüchtige Erscheinung. Glattweg ein Ding, kaum der Rede wert. Zum Vergessen.
Kurz wollte Szenerie anfangen, als könnte da was noch zu den Begebenheiten in einem Abklingbecken werden, war alles schon wieder vorüber. Nahezu wie eine urplötzliche Magenverstimmung beim Menschen. Zwei, drei Tage hat so einer vielleicht was davon, kommt vom Klosett nicht weg. Dann, mit ein, zwei Kohletabletten und so am Tag ...
Und, wie sich da zwischendurch Überhitztes, Überkochendes im Galaxienrund herumverteilt, aufregender wäre das nicht länger. Für den Erdenweltler ebenso. Nähme die Frequenz der Rundumdüse in dem Maße sofort ab, wäre abzuwinken.
Ginge es verhältnismäßig rasch vorüber, hätt's am Schluß doch eher die Wirkung einer Raubtierfütterung im Zoo.
Müde, pappsatt würd rumgegähnt, zurückgekehrt, in den altbewährten Schwarze Loch-Lichtschluckermodus. Gelangweilt würde sich Sagittarius A herumräkeln: kein bißchen was passiert hier. Sogar noch mal um ein paar mehr an Sonnenschweren konnt man zulegen. Sonst, alles wie gehabt. Auf der Strecke.
Bis es jedoch wieder soweit sein könnte, daß Wissenschaft das als neueste Neuigkeit kundgibt, bleiben die Jets eine gewisse Erdenwelt-Thematik. Für den und den Spannungsroman. Weil sich ein Unglück schlagartig ereignen kann.
Bei der Strahlenschußweise, mit der da was Überheißes von dem schräg zu einem Monsterstern gewordenen Schwarzen Loch weggefegt wird. Das Anschwappende, das zu reichlich sein will. Dafür, für den Moment, es davonzujagen, daß es weithin ins Rund hinein davonstürzen soll. Statt, daß zuviel auf einen Schlag innendrinnen eintrifft.
Manches, das sich als Folge in die Stasisblasen-Ausdehnung hineinverteilt - als unsichtbares, überkochendes Plasma. Rein in die Weite der Stasis trifft das. Das eine, so ein Versandpaket, eine jede Sekunde zündfähige Bombe. Nach der Ankunft an irgendeinem Örtchen, wie aus dem Nichts im Vakuum aufgeschlagen, dehnt es sich innerhalb kürzester Frist über eine weitläufige Lichtjahrestrecke aus. Durch schlichtes Abkühlen.
Angelandet, aufgeschlagen, woraufhin es der Faktor Abkühlung bringt. Daß daraus Bombenware, Päckchenladungen, die sich entfalten. Daß mit denen auch das mit dem Schiffchenversenken gespielt werden könnte.
Nahezu jeden Ort rundherum um das im Zentrum, daß so das erreichen kann, das aus dem Duschkopf und seinen Düsen davonballert. Nach Nah und Fern. Und in jedem Radius die Möglichkeit.
Erst recht, seit dem Moment, nochgerade dem im Jetzt. Seit man dieses eine bestimmte Aufblitzen an der Teleskoplinse wahrgenommen hat. Ende der Zehner-Jahre nach dem Millenium, daß das geschah. Jüngste Tage. Vor ein paar flüchtigen Jahren. Seitdem, daß jedem dort an diesen technischen Apparaten klargeht, daß alles, das ungefähr mit dem Tempo der Lichtgeschwindigkeit daherkommt, nun jederzeit auch bei einem Aufscheinen kann. All das, im verzweifelten Abwehrkampf auf den Drall des Lichtschnellen hochgejagt. Mehr Wucht, nicht mehr vonnöten. Obwohl ...
Und wie die explosive Ladung aussieht, bringt sie sich zur Entfaltung, dafür muß keine weltweiten Ratesendungen für die Zuschauer an den Monitoren veranstalten. Das sieht man von bestimmten Orten auf der Erdbodenfläche aus selbst mit dem bloßen Auge.
Eine gigantische Staub- und Aschesäule. Auftürmende Bewölkung im luftleeren Raum. Dem ähnelnd, das nach einem irdischen Vulkanausbruch von unter der Erde herausschießt. Nur, daß es in der Weise in der Nähe des lokalen Spiralarms, in dem der Erdstern Sol Platz nimmt, zugeht.
Quasi, wie anlaßlos. Aus dem Reingarnichts. So scheint sich was im Weltraum ergeben zu haben, sich ausdehnend. Schon vor längerer Zeit war was. Weil auch dieses Licht dort eine Zeitlang benötigte, auf der Erde einzutreffen. Aber man sieht die Geschichte trotzdem bereits, hat für das dort seine Meßgeräte im Einsatz, die Spektrometer, die was Datenlage über die Stäube- und Aschevielfalt preisgeben.
Je nachdem, eine Begebenheit, wie man da was an sich ranläßt. Hat man da eine Ahnung von Dingen. Dann hat man gut Unterrichtung von manch einem Glück. Daß die Richtung zumindestens mal ungefähr gestimmt hätte. Der Wurf der Schleuder aus der galaktsichen Mitte, der hätte durchaus auch ein Ziel treffen können. Mittenrein dort die Systemgegend. Mancherlei wäre anders, heutzutage.
Auch noch überlichtschnell, dieses eine Geschoß. Wenn da die Entfernung zum Mittelpunkt der Galaxie Milchstraße mit abgeschlafften zwanzigtausend umschrieben wird. Während man es manch einem Volk besorgt, indem sich diese penibel genaure Zahlenwerte anlernen sollten. Eine Lernweise, derzufolge da die eine Distanz, von hier, Erdstern Sol, bis zu Sagittarius A vierundzwanzigtausend Lichtjahre beträgt. Und keine notigen, verkürzenden zwanzigtausend.
Andererseits, seit ein paar Jahren, seit den Abschlußjahren der Zehne-Dekade nach dem Millenium, piepeegal. Ob dort irgendwas Überlichtschnelles Treffer hatte oder nicht. Seit da der Lichtschein aus dem galaktischen Mittelpunkt angekommen ist, Ankunft hatte, bei einem und seiner Optik, seitdem braucht es für nichts mehr irgendwas mit Überlichtgeschwindigkeit. Seit dem besagten Moment genügt auch schon die knappe Lichtgeschwindigkeitsannäherung. Für alles. Erhöht das abrupt die Wahrscheinlichkeiten von dem und dem. Das von Sagittarius A aus davongedonnert wird. Damit da ein Schwarzes Loch nicht zukleistert. Noch gar verstopft.
Oder, wer hätte das gerne, aus sich eine Stopfgans machen zu lassen?
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