Weswegen man sich aushelfen mußte
Das sonnenartige Gleißen, das sich aus dem Mittelpunkt mitteilt, das weist auf einen Abwehrkampf hin. Jedenfalls hat da ein Schwarzes Loch zunächst seine lichtschluckende Ruhestellung verlassen müssen. Für einen schrillen Ausbruch, hellstes Sonnengleißen. Ein Abwehrfeuer.
Nur, was ist los? Was geht da plötzlich ab? Seit kurzem, seit vierundzwanzigtausend Jahren der Lichtreise?
Wird die Galaxie Milchstraße von der Anzugskraft der einen Kleinen Magellanschen Wolke eingebremst? Die eine von zwei Kleinen Magellanschen Wolken, mit der sich die Galaxie Milchstraße im Clinch befindet? Fürs eigene altvordere Gusto bewegt die Galaxie Milchstraße die ein Drittel kleinere Kleine Magellansche Wolke, zerrt, reißt an ihr und umgekehrt. Die Galaxie Milchstraße, die sich schon mal wegen ihres Größenvorsprungs was Besseres bei der Kleinen Magellanschen Wolke wähnt, an gute Erfolgsaussichten für sich glaubt.
Bis jetzt, daß sich nicht allzu viel an der Szene geändert hat. Schwer zu sagen, ob die eine Galaxie Milchstraße sich noch mal losreißen kann. Rechnergestützte Modelle, über die die der Wissenschaft ab und an informieren, teilen davon nichts mit.
Davon, daß der Trug, die Täuschung mal gemerkt wurde, dem die Galaxie Milchstraße aufgesessen ist. So recht entkommen kann, will die Galaxie Milchstraße bisher auf alle Fälle nicht: Die Haltekraft der Großen Magellanschen Wolke, die sich in der einen Kleinen Magellanschen Wolke mit abbildet, die hat immens durchgreifende Auswirkungen. Fast, als hätte die Galaxie Milchstraße sich auf die Annäherungs- und Zugriffsgeschichte überhaupt nicht einlassen sollen. Hätte die Galaxie Milchstraße das im vorhinein erkennen müssen, daß die eine Kleine Magellansche Wolke ein Halo-Bereich ist, nichts einer eigenständigen Galaxie.
Oder kommt da ein Problem woanders her? Hat es voraus wo eine größere Galaxie zerlegt, ist diese in die Binsen gegangen? Verteilt sich da deswegen mehr verunreinigendes Zeug als üblich auf der Strecke rum? Daß der intergalaktische Straßenkehrer es schwer hat.
Selbst wenn man sich bei den Kehr- und Aufräumarbeiten untereinander aushilft, kriegt das der Szene auf der Strecke Nächstbefindliche manches ab.
Eine Masse, in die man nun mittenrein gebrettert ist. Verzweifelt das Übermaß von sich weist. Das bei einem angelangt ist, mittenrein ging. Selbst bis zum Zentrum, dem Mitte der Galaxie Milchstraße, daß es durchschlug.
In alles mögliche kann man derweil unvermittelt reinknallen, auf der einen flüchtigen Rase-Reise der doch durchlässigen Stasis-Blase. So hochgeschwind, wie man unterwegs ist. Wird doch von den Galaxien zugesehen, das ein Haltepunkt - so bei den zig Stellen hinter dem Komma, daß man doch noch wo ist -, so kurz wie möglich gehalen wird. Um das zu verhindern, daß da die Blase durchgreifend angefaßt, verdreckt wird.
Nur ... Wie ist es auf den Erdenweltautobahnen? Unfälle passieren. Erdrutsche, Brüche im Teerbelag. Und es gibt ihn überdies, den menschlichen Steinewerfer. Wenn man sich das mit dem, der Steine von einer Brücke runterschmeißt, mal fürs All weiterspinnt ... In die Überlegung einen Feind, Widersacher miteinbezieht. Irgendwas, das da mancherlei an Galaxiengebilden nicht leiden kann. Unberechenbare Faktoren sich demnach überlegt, die zu Ereignissen führen, daß den Galaxien ein urplötzlich behindernder besserer Batzen von jenseits der Galaxienstreckenführung reingeschoben werden.
Dann hat das dasselbe Ergebnis. Als wären Bäume wo durch einen Sturm umgekippt, auf eine viel befahrene Erdenautobahn draufgestürzt. Oder hätte es von einer Anhöhe aus Steinschlag, einen Erdrutsch gegeben. Alles, das mittenreingeht, in den Hochgeschwindigkeitsverkehr, der keine Geschwindigkeitsbegrenzung kennt.
Auch das kann bei dem Thema zum Blickwinkel werden: das der Natur. Das ANDERE, das wie am Erdenplatz unten auch, dauerpräsent bleibt. Das eine, daß ganz selbstverständlich dazwischenkommt, das, das seine alte Einflußsphäre gerne zurück hätte. Einfach so, weil bei den Galaxien eine Lücke im Angebot war. Daß was, weil man bei den Galaxien eine Sekunde nicht aufpaßte und für Platz gesorgt hat, so daß es rüberschwappen konnte. Mit als ein besseres Hindernis, das unvermittelt auf der Streckenlandschaft entstand.
Weil dem Fluidum nebenan, dem hat man zwar etwas abgerungen hat, wie der Mensch am Erdenplatz der natürlichen Fauna, nur ...
In einem Moment kann SIE wieder zurück sein. Mit seiner Flut über einen hereinbrechen.
Etwas, für das die Galaxien jedoch ihre eine Fahrweise hintereinanderher haben. Die, mit dem man sich aushelfen kann. Auch wenn es mal zwischendrinnen auf einer Strecke nicht so sauber, bereinigt zugeht, kann dem bald abgeholfen werden.
Auch etwas, für das man als Galaxie jede Menge Nachwuchs braucht. Wie das in jeder Stasis-Blase erkennbar ist. Deswegen, die Galaxien eher provisorische Dinger. Die Galaxien, die mit dem drübenher, überall seitlich, nichts als Fisimatenten, Umstände haben. Was mit der Grund ist, weswegen man so viele und hintereinanderherkarrend ist.
Wenn immer ein Übermaß an Unsauberkeit entsteht, kann die eigene Zahl jedoch mitunter reduziert werden.
Selbst wenn man immer massig Zeug abkriegt. Nur, wie es aussieht: Mit der Ware vielfältigster Herkunft muß zurechtgekommen werden.
Ganz so einfach ist das nicht. Der Luxus, der fordert auch seinen Tribut.
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