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Blog von TeddeMehr

Die Stange Dynamit explodieren sehen

6. November 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Den Spieltisch, den muß man sehen. Die unterschiedlichen Charaktere, die sich da rundherum gegenübersitzen. Was an Einsatz aus dem Gestern auf der Tischfläche herumliegt und weiterhin draufgeworfen wird. Wobei man sich, wenn alles am Tisch so harmlos wirkt, friedlich oder so, kaum vorstellen kann, was es da schon an Geschichten gegeben hat. Wie sich die Dinge dort bei den Spielern sogar noch auf die Erdenwelt insgesamt auswirkten. Bis heute auswirken.

Groß, daß es erdenweltweit wegen DEM, zu dem man sich verhelfen konnte, schon seit ganz zu Beginn abging. Während man ohne Rücksicht auf Verluste die Geschichte mit dem Großen Knall durchzog.

So das eine mit der bis dahin schlichten Modellvorstellung Urknall, mit der man bereits seit dem neunzehnten Jahrhundert bei den Weltenentstehungslegenden umging. Das neunzehnte Jahrhundert, als da die Dynamitstangen groß in Mode waren.

Eine Lunte, die wurde angezündet, man sah die Lunte abbrennen - und dann: peng! Es ergab sich eine Explosion. Je nach der Menge des Dynamits, die man hernahm, war da die Detonation einmal stärker oder weniger gewaltig.

Diese eine Lunte-und-Dynamitstangenszenerie, die wurde dermaßen umfänglich, daß man sie sich im neunzehnten Jahrhundert sogar noch als Modell für den Kosmos insgesamt zu betrachten anfing. Der Luntenentzünder - quasi der absichtsvolle Funke einer Göttlichkeit, die Hand anlegte. So was, bei Worten wie Schöpfergott und Gottes-Faktor. Wie so ein X-Faktor, den Wissenschaftsleute oft außer acht ließen; statt den mit in die Rechnung miteinzubeziehen.

Explosive Stangen Dynamit, so, wie man sich da seine Sachverhalte, kriegerisch das Gemüt, eben vorstellte. Ehedem. Nachdem man rumsuchte, wie man bei seinen Betrachtungen auch mit dem Weltall draußen zurechtkommen könnte. Eine große Explosion ist dabei sicher besser, als wenn man sich schlicht denkt, die Kosmoslage wäre aus dem Reingarnichts entstanden.

Aus dem Nichts einfach mal so konnte nichts aufgetaucht sein. Es benötigte was Ursache und Wirkung. Und die war bei der Dynamitstangenbetrachungsweise gang und gäbe. Bei ihr war irgendwas zuvor schon vorhanden, wenn es da was gegeben hat, das in die Luft fliegen konnte. Etwas, an das eine göttliche Macht dann seine Zündschnur anlegte. Diese war zwischendurch anzuzünden. So was war das doch, beim Modellhaften. Nebenher hatte man bei ihr den vollen Umfang seiner religiösen Betrachtungsweisen irgendwie selbstverständlich mit am Bild. Einen Anfang, etwas zwischendrinnen - und am Schluß ... Alles kriegte man scheinbar inklusive, bei der Weise einer Großexplosion im Kosmosmaßstab.

Mit so was könnt's direkt glatt angefangen haben, das war die Überlegung. Warum auch immer Dinge hochgehen, explodieren müssen. Bloß, beim Kampf Gut gegen Böse, da kann's schon manches geben. Und so die Bücher der Bücher geben was her, was da den Widerstreit des Guten mit dem Bösen anbetrifft. Wie es nun mal so ist, kann man sich alles mögliche Weiterführende bei der Explosionsspielwiese bestens ausdeuten. Beguckt man sich das mit der Materie, aus der die hiesige Feststoffwelt hier besteht. Von so einem Knallpunkt aus verteilt sich schon was großflächiger herum ins Kosmosrund. Mitten beim Moment des Rundherumverteilens des Zeugs, daß man derweil zu leben scheint.

Plausibel, oder? Viele mit Religionsbetrachtungsweisen, die drängelten sich da ran an die der europäischen Wissenschaftswelt. Schon mal im neunzehnten Jahrhundert, Bezeigt wurde Wissenschaftsleuten, daß es das Knall-Konstrukt doch sein müßte. Fürs Kosmische. Bloß, der europäische Wissenschaftsmensch, der war stur, widerborstig. Richtig genau wußte der an sich nie etwas. Nur das, daß er nichts wußte, war ihm klar. Die der Wissenschaftsfakultäten unterschieden sich ein Stückweit von denjenigen, die die Struktur von Ländereien abbildeten. Ob es da Monarchie war, in der viel Religion und Glaube Platz nahm, und was immer bei dem Thema hofiert wurde, oder nicht. Die der Wissenschaftswelten interessierten sich dafür nur oberflächlich. Man war außerdem als Wissenschaftler in Europa ein gebranntes Kind. Viel hatte man als Mensch des Wissens und der Forschung schon durch Kirchenwelten und -betrachtungsweisen zu erleiden. Übergriffig gegen den Wissenschaftsgelehrten und den Forschenden zeigten sich die religiösen Mächte oft genug im Mittelalter. Am europäischen Festland. In dem Sinne, die europäischem Gelehrten- und Wissenschaftsmenschen, die wollten nicht unbedingt so, wie manche, die eine Religionsperspektive an den Tag legten, sich das wünschten. Eine relative Distanziertheit übte man, zu den Theologen, Klerikern.

Das größte an Gefühlen war am Ende das, was da die mit der besonderen Religonsmotivation in Europa kriegen konnten, daß man die Knall-Idee mit hinzu nahm, den besseren Weltenentstehungslegenden beifügte. Als etwas jedoch, das sich auch erst endgültig zu beweisen hätte. Wie anderes auch.

Wobei es denn jahrzehntelang ewig blieb. Bis die gesamte Wissenschaftsszene nach und nach nordamerikanisch wurde. Bis Hubble geschah. Hubble und seine US-Kollegenschaft. Hubble und seine gottsucherischen US-Kollegahs, diejenigen, die zu Kriegszeiten vielerlei Galaxien-Kleinigkeiten betrachteten. Zwischendurch häufig mit welchen aus dem und dem Kirchenstaat telefonierten. Briefe und sonstwie Depeschen wurden hin und her versandt. In der nordamerikanischen Wissenschaftsszene bereitete sich der Große Knall über Jahre hinweg in seiner Umfänglichkeit vor.

Mit den Betrachtungsweisen Hubbles und seiner Kollegenschar konnte man den Urknall bei den Weltentstehungslegenden wieder groß aufs Tapet bringen. Damit baute man am Spieltisch seine Jetons auf. Der Gottsucher-Wissenschaftler setzte jede Menge auf den Großen Knall. Euphorisierte sich an ihm. Zeigte sich bei ihm übergriffig und durchgreifend. Von oben herab.

 

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