Wo viel zu verlieren ist
Bis heute nahezu das Unvorstellbare, wieviel an für den Urknall Eingesetztem weiterhin am Spieltisch rumliegt.
Ein Jeton-Berg; das Tausendste, das Spielern verlorengehen könnte.
Wobei es die letzten Jahre, geradezu Jahrzehnte, die seit der Knall-Werdung auf Erden vergangen sind, immer klarging, wem da die Tonnen an Jetons gehören: IHNEN. IHNEN, denjenigen am Ur-Böller.
Bis hinein in die heutige Gegenwartszeit hat sich wenig dran geändert.
Nur, es ist trotzdem etwas passiert. Was den Großen Knall durchaus in eine Gefährdungs-, Schieflage bringt.
Jedem mußte das jetzt mehrere Generationen lang ganz selbstverständlich begreiflich sein, daß nahezu nichts zu unternehmen war. Gegen das Knall-mäßige. Daß die mi dem Urknall, einer Singularität und irgendeinem X-Faktor diejenigen wären, denen einfach insgesamt alles des am Spieltisch Herumliegenden gehört.
Die mit dem Knallerchen-Moment, die wähnten das, sie hätten das beste aller Spielblätter. So ließen sie sich auch ständig sehen. Widerspruch zwecklos. Was man gegen den Urknall daherschwatzte, wer wollte irgendwas davon hören, zur Kenntnis nehmen?
Fromm und erfüllt mit Gottesfürchtigkeit, wie sie nun mal waren, ans Verlieren verschwendeten sie nie den allerkleinsten Gedanken. Die mit dem Elementar-Böllerschlag. Nichts anderes war bei IHNEN einer Gegenseite gestattet, als ständig bei den höchsten Summen mitzugehen. Müde belächelt wurd man; als der, ohne jede Hoffnung auf irgendeinen Gewinn. War eben so, warum sollte man Dummköpfe daran hindern, Jetons zu lösen und diese dem fetten Pott dazuzuwerfen, den man in seiner unendlichen Großzügigkeit und voll mit Spott am Spieltisch liegenließ.
Was anderseits bei der Angelegenheit nicht unbemerkt blieb, wer da mitging. Folgen für manche berufliche Perspekive im Forscherberuf konnte das zwischenzeitlich durchaus mal haben. Zumindestens für den, der sich in der Wissenschaftsszene noch keinen besseren Namen gemacht hatte. Wer allerdings kündbar war, einen prekären Vertrag wo unterschrieb, den konnte man sich genauer ansehen, ihm eventuell bei Gelegenheit kündigen oder schlicht den Vertrag nicht verlängern. Gab schließlich mehr als genug Volk, das es an die Sternwarten drängte. Unmittelbar fehlte da niemand. Unter den Besten der Besten konnte man auswählen.
Außerdem den aussuchen, der einem opportun war. Ohnehin, ohne einen besseren Knall-Blickwinkel war es nicht unbedingt was, an zusätzliche Pfründe ranzukommn. Bei dem Versuch, bei den Literaturmagazinen mit Textzeilen anlanden zu wollen, konnte man vielleicht was merken. Und zwar das, daß andere Texte weitaus besser, gebräuchlicher, nützlicher und zwischendurch droben am elementaren Böllerschlag waren. Eine Debatte gegen die Urknall-Lage, wollt man die denn führen? Nicht mit jedem!
Nur, im Heute, die Gegenwartstage der Zwanziger-Jahre nach dem Millenium, da ist etwas passiert. Etwas, das selbst noch den allerbesten Urknall mitsamt seinem Inflationären in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Schließlich hat es das Ereignis gegeben, daß man weit wie nie in die Kosmosweite hinaussehen konnte. Neues uraltes Licht, das dem Sternengucker aufblitzte. Derweil das nicht alles war, weil im Lichtschein noch viel mehr auftauchte.
Weshalb verschiedene Dinge vorkommen, am Spieltisch mit den Jetons: Die Gegenübersitzenden, die im Widerspruch zum Großen Knall, die werden deutlicher. Sie lassen sich erkennen, müssen glattweg auch als Opponenten zur Kenntnis genommen werden. Wie immer sie sich von Haus aus auch äußern. Ohne daß man da eine Meinung leicht und mit wegwerfender Handbewegung abtun könnte. Nicht die Art, wie die Jahre zuvor.
Verschiedentlich sieht da einer am Großen Knall tatsächlich einen, der kein Stückweit für den Großen Knall geht, sich dabei sogar wichtig in Pose wirft.Die gesamte Jeton-Prise auf der Spieltischfläche, breit grinsend umfaßt der Lackaffe diese mit seinen schmierigen Pratzen. Macht glatt Anstalten, diese zu sich rüberzuschieben. Der Jeton-Berg, der wird bewegt. Derweil der mit der Grinsemiene die anschaut, die ihm JENE sind, die Widersacher. Diese bestimmten, ewigen Knall-Jünger. Die, die sich empören. Lauthals, daß sie losbellen, nach dem Wachdienst rufen. Aus der Räumlichkeit entfernt soll da einer werden.
Nur, der eine, der wird nicht von irgendwelchem Schlagstock-Personal angepackt und vom Gestühl runtergezerrt. Fürsprecher präsentieren sich zudem bei dem. Sitzen darf der also ganz offizell bleiben. Während der gottsucherische Knall-Anhänger gesagt bekommt, er soll doch die Priester rufen; velleicht helfen die, wie SIE schon mal halfen.
Jedenfalls gab es draußen was zu blicken. Die unendlichste Weite. Neues Lichtgefunkel. Und in diesem Lichterglanz hat sich was hergezeigt.
Bei dem Abgrund dazwischen, zwischen DEM und HIER, müssen die mit dem Böllerschlag eine Geschichte doch mal wieder genauer erläutern. Ihre Geschmeidigkeit präsentieren. DAS haben SIE zu erläutern, wie dort Galaxien sein können. Eine wahre Heerschar an Galaxien. Was für die Fortsetzungspunkte. Zu allem Überfluß alles auch noch hübsch abgetrennt von dem Kosmosszenenbild hier vor Ort.
Zigfach Spiralarmgalaxien gelangten in Sicht, DRAUSSEN. Währenddessen, so richtig daheim scheint da die Galaxie Milchstraße hier im Galaxienhaufen gerade eben nicht zu sein. Mitten unter Spiralarmgalaxien, solchen derselben Art, hält sich die Spiralarmgalaxie Milchstraße im Moment wahrlich nicht auf.
Dort, einhundert Milliarden Jahre entfernt wäre die Spiralarmgalaxie Milchstraße viel heimischer. Wie hier die Lokalität, so zwischen Wolken, Nebeln ... Eingekreist.
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