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Blog von TeddeMehr

Wie 'ne Stopfgans

26. November 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Mancherlei Treiben der Galaxie Milchstraße soll es bereits gegeben haben. Dinge, von denen man an sich in der momentanen Galaxien-Gegenwart nicht allzuviel mitkriegt. Weil da der Horizont, der sich als Gegenwart der Galaxie Milchstraße zeigt, bei fünfzigtausend Lichtjahren des Galaxiendurchmessers endet. Also nicht mehr an Zeitblickwinkel hergibt. Währenddessen sich die Galaxie Milchstraße von früheren Geschichten ziemlich erholt vorzeigt. Denen auf Erden etwa. Die Erdlinge, die eigentlich nichts weiter mitkriegen, als das, daß die Galaxie Milchstraße eine langweilige, abenteuerferne Ruhephase durchlebt. So relativ klar, rein, sauber, wie es in der Galaxie Milchstraße für den menschlichen Betrachter zugeht. Selbst noch die Nachwuchs-Schwarzen-Löcher sieht der Sternengucker an den Teleskopen, neuerdings.

Nur, mittlerweile darf man sagen, daß sich bei der Galaxie Milchstraße Neuigkeiten anbahnen. Ohne daß sie einen und die eigene Lebensspanne irgendwie größer betreffen. Die Zukunft, da werden die Spielsteine zunächst nur ein bißchen rumgeschoben, andeutungsweise sind die Züge am Brett zu erkennen.

Erst mal hat es damit angefangen, daß der Galaxie Milchstraße die Düse geht. Irgendwas, gut für eine Entzündung  selbst des zentralen Schwarzen Lochs der Galaxie Milchstraße, Sagittarius A geheißen, hat da die durchlässige Stasis-Blase der Galaxie Milchstraße abgekriegt. Sich eingefangen. Etwas, das nicht an dem Schwung an Sternen und bei anderem an Kleinigkeiten der Galaxie Milchstraße hängenblieb, sondern mittenrein ging, mitten ins - ö? - Herz der Galaxie.

Sagittarius A, im Grunde ein Schwarzes Loch von fünf Millionen Sonnenschweren, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ziemlich betroffen. Sagittarius A, das Zentrums-Schwarze Loch der Galaxie Milchstraße, das der Sternenbeobachter Mensch von der Erde aus ewige Jahrzehnte lang als was des Schwärzesten des Schwarzen im All kundgab. Schließlich schlucken Schwarze Löcher alles, selbst noch am Lichtphoton tun sie sich gütlich. Woher die Dunkelschwärze des Schwarzen Lochs Sagittarius A gleichfalls kam.

Nur, das mit der allerschwärzesten Schwarze Loch-Lichtschlucker-Konsistenz, das hat sich voll geändert. So seit dem letzten Jahrzehnt, Ende der Zehner-Jahre nach dem Millenium, ist ein sonnenartiges Gleißen dort wahrnehmbar, wo sich Sagittarius A als Schwarzes Loch gewahren ließ. Nochgerade die grellste Giganto-Sonne scheint dort aufgegangen zu sein, wo der an sich lichtbefreite Standort von Sagittarius A war. 

Sagittarius A - als Schwarzes Loch wurde Sagittarius A angezündet. Präsentiert sich einem sonnengleich entbrannt.

Sicherlich keine Interessenslage des Schwarzen Lochs Sagittarius A, grell wie eine Sonne draufloszuscheinen. Wohl eher das Zeichen eines wüsten Abwehrkampfes, den Sagittarius A führen muß.

Daß da Wissenschaftsleuten was klar ist, daß was abgeht, bei Sagittarius A, das beweist das, wie ausführlich sie Jets diskutieren. Gewiß nichts Unnormales, diese Jets. Sie kommen mehr oder weniger häufig jederzeit vor. Das mit den Jets, das heißt, daß das Schwarze Loch Sagittarius A schon mal in seinem bestem dunkelschwärzesten Zustand nicht alles, was da für es am Tisch rumstand. dafür da, einverleibt zu werden, an sich ranließ. Überschüssiges, das, das mehr als genug war, für die fünf Millionen Sonnenschweren von Sagittarius A, wurde weggeballert, reingeknallt in die Weite der Stasis-Blase. In üblicher Weise abgewiesen, abgewehrt. Von sich gewiesen. Schiebt ja auch ein Mensch, wenn er genug gespeist hat, das Teller am Restauranttisch von sich weg. Mag nicht mehr weiteressen. Selbst wenn er das Tellervoll noch nicht leergegessen hat.

Sag mal, so kann man das mit den Jets mitunter auch beschreiben: Es reicht. Bis auf weitere ist man satt. Das Überschüssige, das wird mit Hilfe der Jets davongejagt. Soll auch die Blase mit ihrem Sternenzeug was davon haben.

Nur, heute hat da Sagittarius A was vor sich auf der Tischfläche stehen, das gegessen werden will und dabei rüberkommt, wirkt, als wolle da was Sagittarius A in eine Stopfgans verwandeln. Oder, um das menschlich zu verbildlichen, jemand hätte genug gegessen. Jedoch sollte derjenige weiteressen und -trinken. Und, damit da was wirklich weitergeht, bei ihm, da wird die Umgebung übergriffig, setzt beim Menschen noch einen Trichter an, schiebt ihm diesen in den Mund.

Das mit der Nahrungsaufnahme soll weitergehen, ob einer will oder nicht. Was immer aus den Mundwinkel rausläuft, ob einer bricht, piepeegal. Eben, die Szene bei einer Gans, die gestopft und gestopft wird.

Damit hat Sagittarius A anscheinend im Gegenwärigen nun herumzukämpfen. Womit es vor vierundzwanzigtausend Jahren anfing, weil das Licht mit seiner Fahrt vierundzwanzigtausend Jahre der Reise brauchte, was den Erdenbewohner davon Kunde zu geben. Das, daß da Sagittarius A böse attackiert wird. Ein Abwehrkampf ist das, der von Sagittarius A von mal zu mal wüster, verzweifelter geführt wird.

 

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