Was für den Mineralisten, Vulkanologen
Ein kurzes Betrachten des Nachthimmels von einem besonders günstigen Standort von der Erdoberfläche aus genügt. Die pyroklastische Prachtbewölkung mit ihren vielerlei Blau- und Dunkelschattierungen zu Gesicht zu bekommen.
Mit bloßem Auge kann man die sich weiterhin ausdehnende Prächtigkeit beobachten, sie problemlos fototechnisch mit jeder gebräuchlichen Digitalkamera dokumentieren. Jene eine Pyro-Wolke, die bei ein-, eineinhalb Lichtjahren Ausdehnung ihr Limit überhaupt noch nicht erreicht hat.
Ein Angebot des Lichts, das im Heutigen abgegeben wurde. Daß die Frage in einem entstehen kann, wie es früherher an der Stelle ausgesehen hat. War da das Reiselicht schon in dieser flächigen Umfänglichkeit und Klarheit eingetroffen? Oder war dort bloß so ein matter Dunkelschimmer? Was ohne diese Schärfe, ein eher trauriger Umriß. Daß man allerhöchstens Kleinigkeiten erahnen durfte, von etwas Größerem; verdeutlichen wollte sich einem zwischendurch nicht viel.
Mithin ein Mysterium des Lichts. Entstanden daraus, daß es eine Geschwindigkeitsbegrenzung hat. Schneller kann es nicht. Nur, wenn einem das Lampenlicht unmittelbar ist, knallt er einem nur so ins Auge rein, der Lichtschein. Daß man fast nichts davon wissen will, wie umständlich lange das eine Lichtlein braucht, aus einer besseren Ferne zu einem hinzugelangen, an einen heranzukommen.
Auch zweitausend Lichtjahre Entfernung sind in der Hinsicht immerhin zweitausend Jahre. Wobei es sich bei der einen Rauchwolke um Räucherware, Stäube und Asche handelt. Was für den Mineralisten, Vulkankundler. Einem, der über die Vielfalt von Ascheflöckchen Bescheid weiß, über die Zusammensetzung von Stäuben.
Vereinzeltes Geschehen kommt da auf Erden einem Betrachter glattweg in die Sicht. Ein einzelnes Hitzeplasma-Paket, aus der galaktischen Mitte versandt. Eins, für das man zunächst ein Gefühl kriegen muß. Schließlich lediglich ein einzelnes abgeschicktes Päckchen, das im kalten Ätherischen, dem Vakuum nahe beim Spiralarm aufklatschte. Dabei auseinanderditschte. Mit einem schrillgrellen Aufblitzen, daß sich die Wucht von zig Hunderttausenden von Wasserstoffbomben bei der Explosion zum Ausdruck brachte. Vor schlappen zweitausend Erdenjahren deutlich sichtbar geworden, der Explosionsblitz. Das Explosionsaufblitzen, das innerhalb kürzester Frist am irdischen Nachthimmel verblaßte. Während sich in der Folgezeit das Pyroklastische blitzartig ausbreitetete, herumverteilte. Lange was, das es nicht so eilig damit hatte, als Umfinstertes gesehen zu werden. Das Expansionstempo der Radiusrundverteilung, das im übrigen im Heutigen mit einer gewissen Stetigkeit abgebaut wird.
An die Erde wird das eine trotzalledem kein Stückweit heranreichen. Demnach, für den Erdbewohner zunächst nichts Ernstes, Interessanteres. Davon abgesehen, daß da die Menschenkreatur ihr schnödes Glücksmoment schon lange hatte: Den Treffer bei einer ungezielten Maßnahme, den kriegte der sternenguckende Affe nicht ab. Dahingehend war dem Planetenbewohner kein Zufallsmoment gegeben. Nur sehen darf er, bei einer Interessenslage.
Weit entfernt befindet man sich als Insasse der Galaxie Milchstraße, in ihr ein ziemlich kurzzeitiger Mitreisender, von so Begebenheiten, wie sie sich innerhalb der Galaxie M51 abspielen. Zumindestens, offiziell teilt die Wissenschaftswelt nichts weiter mit einem. Nichts als das, daß das Schwarze Loch Sagittarius A keins wäre, das sich anders als in Lichtschluckerschwarz präsentiert. Artikel und Bücher, weiterhin ohne Unterlaß verfaßt und zum Verkauf angeboten, mit dem einen Schwarze Loch-Thema. Ein Zentral-Schwarzs Loch, das der Galaxie Milchstraße, eines, das sie allerhöchstens dann und wann schon aufblitzen gesehen haben.
Nichts Großes, also. Ein singuläres Ereignis, das dort in der näheren Spiralarmumgebung. Wie ein Regentropfen auf Erden, den man unter freiem Himmel auf der Haut spürt. Bei der Fragestellung: Fängt's nun zu regnen an? Oder hat man Glück, noch trocken dort hinzugelangen, wo man hin will?
Derweil, in der Galaxie M51 scheinen die klimatischen Stasisblasen-Bedingungen auf Dauerfunktion gestellt zu sein. Weil der Galaxien-Mittelpunkt sonnengleich gleißt, strahlt. Weswegen, überlegt man sich das Problem, überall alles in der Galaxie M51 in Mitleidenschaft gezogen sein dürfte. Auf vielfache Weise. Das gesamte weitläufige Blasen-Gebilde. Weil dort in M51 aus einem unbedeutenden, tröpfelnden Hitzeplasmaregen nicht nur ein kurzer Schauer, sondern ein anhaltender Starkregen gewoden ist. Einer, der sich in der Stasis-Blase der Galaxie M51 zur Voll- oder Ganzkörperdusche ausbildete. Zu einer wahren Sturzflut. Daß es nur so rausraucht aus der Galaxie M51.
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