Eine Versorgungslage
Was man also sieht, bei haufenweise Spiralarmgalaxien-Gebilden, ist, daß aus deren Mitte eine Sonne herausscheint. Ohne daß das Gleißende im Grunde irgendwie allzu viel mit einem Brüterstern wie dem Erdstern Sol zu tun hat. Vielmehr das bedeutet, daß da ein Schwarzes Loch in bessere Unruhe versetzt wurde. Indem es mit einem Übermaß an Randrängendem konfrontiert ward.
Überraschend ist dort ein Kampf entbrannt.
Bei einer hohen Zahl an Galaxien müssen sich die Schwarzen Löcher, die den Mittelpunkt, Zentralplatz bilden, einer Attacke erwehren. Demzufolge, mithilfe ihrer Düse, der Duschkopffunktion, Material, Zeug in die Blasengegend hineinverteilen, von sich weisen. Was da nur geht.
Das Überflüssige, an ihr Überschüssige, das ein Schwarzes Loch auch in seinem Normalzustand abweist. Das anlandende Vielzuviel, das, das nicht mehr reingeht ins Loch, das wird leichter Hand davongeschossen.
Eben, weil in so ein Schwarzes Loch nicht mehr hineingeht als eben in es hineineingeht. Genug ist genug. Die Überschußware wird weggeballert, rein in den Stasisblasen-Radius. Wie der Mensch ja auch nicht ständig was ißt oder trinkt, selbst wenn ihm nochmals etwas serviert wird. Mitunter läßt er das weitere Teller einfach stehen, kümmert sich nicht mehr drum. Fragt die mit am Tisch Sitzenden, ob nicht jemand von ihnen davon nehmen will.
Innendrinnen in der Stasisblasen-Einrichtung einer Galaxie kriegt von dem her auch anderes was ab, wird wie von Mutti ver-, umsorgt. Gehätschelt und gepflegt.
Wer satt ist ist nun satt. Dann ist das mit der Verdauung an der Reihe, kommt das mit den Verarbeitungs- und Aufbereitungsprozessen zu tragen. Was eben das Überleben selbst noch für ein paar Tage sichern könnte. Hunger muß mitunter auch erst wieder größer entstehen.
Genauso darf man die Geschichte sehen, wie es bei einem Schwarzen Loch zugeht.
Wenn die Klappe über dem Aufgehäuften fällt, muß im Ofen erst wieder einiges verbrennen, bis Holz nachgelegt werden kann, muß. Dann hat der Heizer mit der Schaufel Pause, kann die Landschaft genießen, während der Zug voranrollt. Bis ...
Mehr als das, was reingeht in es, geht eben nicht rein. Der Rest wartet denn draußen, steht dort rum. Ist sozusagen der Holzstapel vorm Haus. Wobei bei den Galaxien einiges als Holzstapeln, mögliche Freßware in der Vorratskammer allüberall rumplaziert ist. So viel, daß innerhalb der Galaxien Sonnen schon mal Milliarden an Jahren ihre Ruhe haben, Daß sie tatsächlich in aller Seelenruhe ausbrennen dürfen. Dermaßen eine Ruhestellung, daß dort im Vorbau Kleinigkeiten richtig ein Eigenleben zu führen beginnen. Wirklich voll fern von dem die Galaxie versorgenden Schwarzen Loch, dessen Stasisblase es zur Vollausbildung brachte.
Dem Besagten im Zentrum dient es nicht unbedingt jemals selber als Futter, Nachschub.
Dermaßen weit entfernt befinden sich da Sonnen mit ihren Systemen, daß Sterne sogar das Korona-Aufschlagen erfahren, zu Super Novas werden. Zu einem Feuerwerk an Super Novae kann es kommen. Zu zig Sternenresten, -Überbleibseln, die sich vielfach munter fort-, weiterentwickeln. Eine umfängliche Entwicklungsstrecke nehmen. In der Lage, irgendwann selber zu kleineren, größeren Schwarzen Löchern zu werden. Zur schwarmfähigen Brut, dem vom Nachwuchs.
Und - wenn dann was ein in harter Auslese geübtes Nachwuchs-Schwarzes Loch im Laufe von Verwirbelungen innerhalb der Galaxien nach außerhalb gerät, kommt es auf die bereits erworbene Dimensionierung des Schwarzen Lochs an. Ob es im besseren Stil was anzieht und praktisch, trotz seiner Sonnenschweren-Umfänge, nicht mehr alles verarbeiten, für sich selbst aufbereiten kann, von dem, das an Masse, Aufgeschlagenes an es herandrängelt, infolge seiner dauerwirksamen gravitatorischen Anziehung.
Wobei es sein kann, daß so ein Galaxien-Anhängsel sich schlußendlich doch von Muttern löst. Wie so die Blumensporen etwa von einer Distel. Einige halten sich länger an der Silberdistel, während andere sofort davonschweben, kaum daß der kleinste Windhauch blies.
Was jetzt nicht unbedingt so die Wolken der Großen Magellanschen Wolke erklärt.
Bei der es aber sein kann, daß sich drinnen in den kleineren Wolken noch kein so Taugliches einzelnes Großes Schwarzes Loch ausgebildet hat, das mit seiner eigenen Gravitation der Hauptgravitation der Großen Magellanschen Wolke was entgegensetzen und sich zur Abnabelung verhelfen könnte. Nichts, das sich bisher aus der Umklammerung der Gravitationskraft der Großen Magellanschen Wolke befreien hätte können, um mit sich und der eigenen Gravitation eine eigen-, selbstständige Galaxien-Welt zu unterhalten.
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