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Blog von TeddeMehr

Verhülltes

2. April 2022 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #kleine Szenen

Geschmäcker sind eben verschieden.

Und - man wird schon wissen, warum man da von einem Urknall spricht. Wem das denn dient.

Nur, so bei "Sagittarius A", jenem Zentral-Schwarzen Loch der Galaxie Milchstraße, sehen welche auch zunächst stehende Sonnengebilde, Neutronensterne. Alles mögliche. Ohne deswegen das Urknallige zu erwähnen.

Jetzt also eben auch DORT, am Urknall-los-brech-Ort: plötzlich ist da ein Stern näher, als man je meinen wollte. Bei seinem irdischen Urknall-Moment. Mit dem man so viel in Zusammenhang setzt.

Wobei die Fläche scheinbar immer eingegrenzter wird; man nähert sich an. Während sie bei Sagittarius A ziemlich genau umrissen scheint.

Andererseits: Quasare sind einem bekannt. Verschiedene dieser Ausgestaltung sieht man auf einer Art Kreisebene sich annähern. Beinahe ganz alt, die Dinger. Urweltliches. Nebenher, ohne erkennbare Not die Drift, ran an sich.

Fast, als würde gelenkt; absichtsvoll gezielt auf sich zu.

Überdies, wenn man dort so die Kosmosgeschehnisse mit dem Hiesigen hier vergleicht, ist da eine seltsame Situation.

Schon die Frage, wo bei diesen Quasaren der große galaktische Stil hingekommen ist. Das weitflächige Umfeld.

Die Quasare wirken, wie von aller Kosmoswelt abgeschnitten. Die eine, die man vor Ort, wenn man da Richtung eines Urknalls starrt, ohne weiters in die Wahrnehmung kriegen kann. Alles wimmelt relativ.

Schließlich umgibt da jene Urknall-Örtlichkeit, dermaßen viel rundherum, Galaxie um Galaxie. Währenddessen da die Quasare um-, abgedunkelt sind. Scheinbar sind sie als Einzelstücker umhüllt. Irgendwas, das sich als Verhüller, Einnebler, Abdunkler bei ihnen gibt. Offensiv wird das nochgerade verhindert, daß die besagten Quasar-EinzelTeile nach überallhin ins Rund herumleuchten. Ihr grelles Licht über unendliche Weiten verbreiten. Jeder Quasar hätte angesichts seines Gigantismus normal eine riesige Leuchtkraft. Bloß, diese sich weit und tief sich herumverteilende Grellheit, sie wird der näheren, ferneren Kosmosumgebung nicht aufgetischt.

Von der Erde aus hat man erst dadurch da bei den Quasaren die Umdunklung durchdrungen, hinter sie und hinein geblickt, das Einhüllende aufgelöst, seitdem man eine früherher kaum vorstellbare Optik auf Lager hat. Eine massiv verbesserte Teleskoptechnologe. Dann Neuerungen bei der Schleiftechnik der Linsen, zudem: das Parallelschalten verschiedener Observatorien. Um das Auge zu schärfen. Daß im Grunde der Wahnsinn ausgebrochen ist.

Außerdem: die Möglichkeiten der Rechner, mit denen man arbeitet - womit man sich erst zu einem Blick verhelfen kann, voll das Exklusive.  Daß dort, um es so zu umschreiben, wo nichts als Finsternis sein sollte, im Grunde was eines gigantischen Lichtscheins zu gewahren war, von dem man bis jüngst die Tage so unsäglich herzlich wenig wußte. Ehedem, da war von Giganto-Galaxien nicht die Rede, wenn man Quasare besprach.

Nur - ein Problem bleibt: Was haben die Riesenteile, diejenigen ohne allzu vieles im Vorbau, davon, sich anzunähern, sich einander dazu zu begeben? Schlicht gefragt: Welchen Nutzen ziehen sie daraus?

Derweil - man hat neuerlich Licht gesehen. Von unvorstellbar weit weg. Nahezu ein Abgrund an Raum und Zeit trennt DAS von allem HIER, diese Kosmoslokalität. Ein Lokalität, in der alles noch schön zu sein scheint, definiert. Ein klein wenig ein kalter Friede herrscht vor. Beruhigung allenthalben.

Wenn man denn die Quasare der Vergängnis anheim fallen hat lassen - wie setzt sich die Szene hier fort? Wird sich dann um das sichtbare Universum gekümmert? Wird DAS attackiert?

 

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