Nie reichte der Blick ins All weiter
Da die eine berichtete Sternenguckerneuigkeit, daß man in einer etwas ferneren Galaxie, die man trotzdem umfänglich im Blick hat, beim Hingucken einen Zufallstreffer landete. Indem man einen Weißen Riesen bei einem Geschwindigkeitsaufkommen von drei Lichtsekunden voranschießen sah.
Sicherlich fort von seinem ursprünglichen, altvorderen Sonnensystemplätzchen.
Nur die Erklärung fehlt relativ, wie dieser eine besagte Weiße Riese neunhundert Kilometer in der Stunde als Tempoaufkommen draufkriegen konnte.
Hat sich der Weiße Riese selbständig auf die Reise gemacht? Oder haben in jener weit entfernten Galaxie innergalaktische Winde, Jets gewirkt?
In jedem Fall ballerte der Weiße Riese kurz mal dem Milieu rundherum davon. Einem, von dem man an sich einiges erraten kann. Wenn man sich überlegt, wie es rundum um den Erdstern Sol und dem Stern Tau Ceti zugeht. Der Erdstern Sol und der Stern Tau Ceti, beide in einer Rote Zwerg-Umgegend. Derweil bei einer Entfernung von siebzehn, zwanzig Lichtjahren noch mehr ist, das anrollt. Hier im Spiralarm der Galaxie Milchstraße.
Zwischenzeitlich hält der Erdstern Sol lediglich eine Vier Komma drei Lichtjahre-Distanz zu dem Roten Zwerg in Proxima Centauri.
Beim Stern Tau Ceti geht es noch viel knapper zu. Bloß zwei Lichtjahre trennen den Stern Tau Ceti von was Umfinstertem. Dunkelstrotem.
Diese dunkle Röte, die einem Wissenschaftler auf dem Planeten Erde erst vor ein paar Jahren überhaupt in die Wahrnehmung, das Bewußtsein geriet.
Die gesamten Jahre, Jahrzehnte zuvor, war der Mensch in den Observatorien Sternenereignisse beobachtend, dem gegenüber blind. Technisch dazu überhaupt nicht in der Lage, jene Dunkelroteinfärbung in der nächsten Nähe des Sterns Tau Ceti zu bemerken.
Das Dunkelstrote, von dem behauptet werden darf, daß das durchaus schlimme Folgen für den Stern Tau Ceti hat. Wobei sich die Menschenkreatur, damals die Tage, immer besser mit den Supererden im das Leben ermöglichenden Bereich der Sonne Tau Ceti vertraut machte. In einer Weise, daß sich in diesen Gegenwartszeiten schwer sagen läßt, ob da Planetendarstellungen noch künstlerische Darstellungen sind oder längst Fotos von planetarischen Welten.
Alles klar?
Oder nicht?
Doch schwer die Frage: Mühen sich in heutiger Gegenwartsära noch irgendwelche Phantasten, phantasiebegabten Künstler, die nebenher auch Wissenschaftler, Designer, Zeichner und alles mögliche sind, mit irgendwelchen Planetendarstellungen ab - oder sind das nun reale Fotoaufnahmen? Wie vom FKK-Strand in der Nachbarschaft.
Bilder, die einem der tolle Zoom ermöglicht hat, mit dem man kameratechnisch eine Planetenwelt ins Visier nahm, die sich lediglich drei-, fünfzehn Lichtjahre von einem weg befindet?
So das schwächste Licht läßt sich verstärken, das einem Szenen abliefert, drei-, fünfzehn Jahre Zeitunterschied. Währenddessen die eigentlichen Menschheitsprobleme anfangen, wenn so eine Menschenkreatur nach einer dieser Planetenwelten, jene beim Stern Tau Ceti, hinreisen will.
Das klappt kaum. Das Hingucken, Beobachten dagegen ... Da beginnt man, zu überlegen, was vor drei-, fünfzehn Jahren am Erdplaneten für Ereignisse waren. Denn das, das sich von DORTHER, Stern Tau Ceti, präsentiert, ist für einen drei-, fünfzehn Jährchen her. Schlimmer ist der Zeitunterschied in Wahrheit nicht.
Unmittelbarer wie im Gegenwärtigen ist nichts einer Möglichkeit mehr inbegriffen. Wenn man die Optik auf Tau Ceti-Planeten ausgerichtet hat, die dortige Atmosphäre beruhigt ist, freie Sicht auf Planetenoberflächen gewährt wird.
In den Zehner-Jahren nach dem Millenium hat in der Astronomie schließlich eine neue Zeitrechnung angefangen. Eine Revolution war. Das sollte sich jeder klarmachen. Zu Bewußtsein bringen.
In der Gegenwart sieht man Dinge, die nie zuvor ein Erdenmensch gesehen hat.
Bildtechnisch im man ungeheuer hochgerüstet. Gucken tut man nach überallhin wie ein Wahnsinniger.
Vielleicht ist mancher dabei auch wahnsinnig geworden. Wurde zumindestens an seine geistigen Grenzen gebracht.
Derweil der eine oder andere Kleinigkeiten so und nicht anders haben möchte. Alles soll gelten, nur nicht das reale Weltall. Allen möglichen Vorstellungen soll das All entsprechen. Daß das Kosmische auch jedem gefällt. Auch dem, der von sich meint, er wäre einem Gott nacherschaffen, hätte ein göttliches Antlitz.
Letztens hat man es echt geschafft, Sagittarius A, das Schwarze Loch in der Mitte der Galaxie Milchstraße, ziemlich drall und farbenprächtig nuanciert abzubilden. Heißere, kühlere Stellen.
Beinahe erinnerte das an einen Hintern. Mit besagter Öffnung.
Verbarg sich dahinter eine Absicht? Bei seinem eigenen menschlichen Gottesantlitz? Hat man selber nicht ein angenehmeres Gesicht?
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