Die Einsicht
Muß man doch sehen: Diese Macht, Kraft, die sich jetzt zwei Lichtjahre entfernt vom Stern Tau Ceti drängelig zeigt, man hätte sie in der Vergangenheit irgendwie wahrnehmen müssen, sollte sie präsent gewesen sein. Als irgendeine Art, Raum/Zeit-Verzerrung. Örtliche Unschärfe in der Tau Ceti-Lichtjahre-Radiusumgebung.
Trotzdem, daß dem Sterngucker ehedem nicht so viel nahe beim Stern Tau Ceti komisch aufstieß. Erst jetzt, jüngst.
Nur, kann das möglich sein?
Noch mal: der Stern Tau Ceti war doch immer ein Ziel menschlicher Träume. Auf den Stern Tau Ceti hatte man von der Erde aus viel Aufmerksamkeit gerichtet. Weshalb man sich einiges fragen darf.
Doch unvorstellbar, als Möglichkeit der Betrachtung, daß diese Gerätschaft mit ihrer Kraft-, Machtentfaltung glattweg erst kürzlich am Tau Ceti-Plätzchen eingetroffen wäre. DORT. Statt mittenrein zu gehen, entschied sich ein Ding zu einem verzagten Zwischenstopp. Dem beim Stern Tau Ceti. Irgendwie nicht die große Übergriffigkeit, oder? Vielmehr ein Erscheinungsbild, beinahe das eines Geheimnisträgers. Das Verhalten eines verhuschten, vorsichtigen Geheimagenten, der nächtens wo eindringt, bei seinem Einbruch möglichst nichts und niemand im Gebäude aus dem Schlaf reißen möchte. Dieser Geheime, Agent, etwas einzelnes, dem doch noch etwas angeht, in Beschlag nehmen kann. Weshalb lieber rumgeschlichen wird, statt in dem Haus das Licht einzuschalten, zu lautstark herumzupoltern. Seine Anwesenheit mitzuteilen.
Aufzustören, das versucht dieses Ding scheinbar nicht. Eines, doch noch ein Roter Zwerg. Jedoch einer in seiner Übergangsphase.
Dunkelstrot hat man es vom Blauen Planeten aus plötzlich bemerkt. Jenes Herbeigeschlichene. Als Rotverschiebung. Weiterhin der Hauch einer Dunkelrötung, der dem mitunter schnell passiert.
Glatt vor kurzem am kuscheligen, schnuckeligen Tau Ceti-Plätzchen eingetroffen?
Wann wäre das ungefähr? Das Licht vom Stern Tau Ceti her reist mit Lichtgeschwindigkeit in drei- bis fünfzehn Jahren an. So, seit man da an den Teleskopen seine Hochtechnologie auf Lager hat, daß man tatsächlich was beim Stern Tau Ceti merkte: die Zehner-Jahre nach dem Millennium sind anzusetzen. Demnach könnte man auf ein Zeitmaß von fünfundzwanzig bis fünfunddreißig Erdenjahren kommen. So irdisch die Jahre der Neunziger-Dekade. Um den Dreh rum.
Oder - befindet es sich doch schon ein bißchen länger am Platz?
Für mich ein klein wenig ein Problem. Denn, wie gesagt, früher war man als Astronom auch nicht unbedingt dämlich. Außerdem gab es Zeiten, da hat die Wissenschaftswelt Neuigkeiten, Nachrichten kurzentschlossen in einem Augenblickchen mitgeteilt. Gab's etwas, wurd's vermeldet.
Viele Leute guckten in vergangenen Epochen Tag für Tag zu den Sternen hinauf. Nochgerade Richtung Stern Tau Ceti. Der Stern Tau Ceti, für manches Volk ein wahrer Augenstern. Ziel von Phantasterei, Traumgespinsten, Planetenbesiedlungswünschen. Daß, demzufolge, wenn beim Stern Tau Ceti was Komisches, Irritierenderes gewesen wäre, man das vielleicht mitkriegen, bemerken hätte können. So die indirekte Art und Weise, daß es zu Auffälligkeiten ... Daß doch noch mal intensiver von ein paar mehr der Sache hinterhergegangen worden wäre.
Um das zu wiederholen: Das eine in Dunkelstrot hat Macht, Kraft, stellt Kleinigkeiten an. Daß einem da was komisch aufstoßen hätte können. Nicht erst mit der besagtem Hochtechnologie-Optik, die der Gegenwartszeit der Zehner-, Zwanziger Jahre nach der Jahrtausendwende.
Ungefähr so, wie man sich irdisch auf die Planetensuche begeben hat. Direkt kriegt man jedenfalls kaum was zu sehen, was die Planetenscharen angeht. Viel zu finster, zu umdunkelt, der Einzelplanet im Weltraum. Derart. daß Wissenschaftswelt sogar lange die Existenz von Planetenkugeln bestritt. Das Feststellen von Planetenreihen wo als Phantasterei abtat. Bewiesen werden mußten SIE, die Planeten. Oder sie war inexistent.
Dem Erdplaneten wurd quasi die allergrößte Exklusivität zugesprochen. Ähnlich jenes Geistes, der im Mittelalter widerlegt wurde. Und zwar der, daß sich die Sonne um die Erde dreht. Und nicht die Erde um das Zentralgestirn, das im Systemmittelpunkt, das mit seiner Gravitation die Planetenanzahl auf ihren Umlaufbahnen hält. Während man bis jetzt für die Planetensuche die Tatsache ausnutzt, daß so Planeten an Sonnenkörpern, Roten Zwergen Schattenpunkte werfen.
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