"Die Augenzeugin": 02
16. November 2011 Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Ratenzahlung war vereinbart worden. Neben all den anderen Kleinigkeiten zum Beispiel für eine Kühltruhe, einen Küchenherd und ein Fernsehgerät der Nobelklasse mit Rundumraumklang.
Das mit dem Bezahlen, das hätte Verena bestens hingehauen. Keine Frage.
Wäre Verena nach einem Jahr nicht plötzlich ihrer Tätigkeit im Supermarkt verlustig gegangen. Total überraschend, für Verena.
Weil Helga, die Leiterin des Supermarkts, dachte, den Kostenfaktor Arbeit minimieren zu müssen.
Und Verena, die arbeitete nirgends anders. Verena hatte lediglich diesen Einjahresvertrag unterschrieben. Der Arbeitsvertrag Verenas wurde nun einfach nicht verlängert. Wie es Katha und Zwinni, den beiden Lehrmädchen, ähnlich geschah. Die, nachdem das mit ihrer Lehrzeit im Supermarkt vorüberging, das Pech hatten, nicht übernommen zu werden. Obwohl Katha und Zwinni sogar bereit gewesen wären, für ihren Arbeitsplatz auf Transit zu gehen. Überdies hatte das mit einer Weiterbeschäftigung für Katha und Zwinni bis ein, zwei Monate zuvor nicht schlecht ausgeschaut.
Die Not steigerte sich bei Verena mehr und mehr. Eine neue Arbeitsstelle, nicht zu finden für Verena. Das haute einfach nicht hin.
Irgendwann konnte Verena ihren monatlich laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht länger nachkommen.
Der Weg führte die verzweifelte Verena schlußendlich in das Gebäude, in dem die Dame von der Schuldnerberatung ihr Büro hatte.
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