"Die Augenzeugin": 08
18. November 2011 Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
In Wiederholung meinte sie, Verena, zu Thomas, daß das ein schlimmes Unglück wäre, das sich der ganzen Familie ankündige. Eins mit Thomas und Hannes. Ihnen beiden.
Das wünschte Verena nicht, daß Thomas fortfuhr, Hannes selber im Auto vom Zeltlager abzuholen.
Bloß lächerliche zehn Kilometer. Die Strecke gerade ins Nachbarstädtchen. Nicht die Rede wert, die im eigenen Fahrzeug unfallfrei zu fahren. Das redete Thomas, lachte über die Zustände und Aufführungen Verenas.
Verena wiederholte und wiederholte das Thomas, daß Hannes auch mit dem Zug vom Zeltlager heimfahren könnte.
Die Augen verdrehte Thomas. Seine Frau Verena und ihre ewigen Hirngespinste. Auch wenn das eine oder andere schon mal wahr geworden war, was er, Thomas, ihr, Verena, durchaus zugäbe.
Das Kopfschütteln blieb allerdings bei Thomas, wegen Verenas Getue.
Das wäre wirklich nichts Großes für ihn, Thomas, im Büro der Zeltlagerleute anzurufen, versuchte es Verena nochmals. Richtiggehend beschwörend.
Den Menschen dort könnte Thomas das doch sagen, daß sie Hannes das mitteilten, daß Hannes für die Heimfahrt den Zug nehmen sollte. Am Bahnhof des Städtchens, zu dem ihm die Mitarbeiter des Zeltlagers mit den anderen Jungs und Mädels sicher im Kleinbus mitfahren lassen konnten, könnte Hannes sich eine Zugkarte kaufen.
So oft war Hannes in seinem Leben noch nicht Zug gefahren. Eine Zugfahrt nach Hause, bestimmt mindestens genauso lustig für Hannes, als von Vati im Auto heimgefahren zu werden.
08
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