"Die Augenzeugin": 128
6. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Seitlich hockte Verena sich auf den Holzstuhl im Eckenstil. Sich die Landschaft in ihrem Rücken anzugucken.
Über dem grauen Türrahmen der Bürotüre war eine runde, weiße Uhr mit schwarzen Zeigern angebracht.
Dafür war Sorge getragen, daß die Uhr lautlos tickte.
Fünf nach halb eins war es. Mittagszeit.
Nach dem Gefühl Verenas hätte es viel später sein müssen. Eigentlich schon halb zwei.
So konnte man sich täuschen, konstatierte Verena.
Auf dem Sitzpolster ihres Stuhls wandte Verena sich wieder herum. Neuerlich dem Schreibtischdoppel zu.
Ihren Magen hörte Verena rumoren.
Viel gegessen hatte Verena nicht, seit Verena am Morgen aufgestanden war.
Die Mineralwasserflasche griff Verena sich von der Schreibtischkante.
Nach ein paar Momenten des Zögerns, während Verena die Flaschenkante am Schenkel aufstehen hatte, drehte Verena der Wasserflasche den Plastikverschluß herunter.
Einen Schluck zu trinken war angesagt. Weil: Getrunken hatte Verena jetzt ein geraumes Weilchen auch nichts mehr.
Für langsame, kleine Schlucke entschied Verena sich.
Abrupt, daß hinterrücks von Verena die Türklinke herabgedrückt wurde, daß Verena vor Schreck die Flasche Mineralwasser aus den Fingern glitt.
Wasser spritzte, als Verena die Glasflasche am gläsernen Hals zu fassen kriegte.
"Was treiben Sie denn, Frau Tümmel?" klang die Stimme Herrn Polizeihauptmeister Dischingers.
Keine Erwiderung, Regung Verenas nach hinten zu Herrn Polizeihauptmeister Dischinger.
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