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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 148

12. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Der Mineralwasserkasten war aus Verenas Sicht rechter Hand von der Bürotüre mitten an die weißgestrichene Raumwand geschoben. Ganz ordinär.

 

Fasziniert beobachtete Verena Kommissar Moinson dabei, wie Kommissar Moinson erst zwei Flaschen Mineralwasser mit Glasgeklingel aus dem Hartplastikkasten herausholte. Dann noch mal zwei.

 

Mit den Flaschenhälsen in den Fingern beider Hände ging Kommissar Moinson zur Tischkante von Herrn Polizeihauptmeister Dischingers Schreibtisch. Die Mineralwasserflaschen positionierte Kommissar Moinson in Reihe nebeneinander hinter dem schwarzen Serviertablett mit den eßbaren Kleinigkeiten, schob dafür einen großen metallenen Papierlocher immer weiter seitlich, daß es für einen stiftgefüllten Becher gefährlich wurde.

 

"Kommen Sie, Frau Tümmel!" forderte Kommissar Moinson, der sich Verena zugewandt hatte, lächelte. "Suchen Sie sich was aus. Es ist für jeden mehr als genug da. Sie müssen doch Hunger haben, Frau Tümmel. Es ist lange Mittagszeit. Bitte, warum sollen wir stundenlang mit Ihnen reden wollen und Sie hungern lassen?"

 

Die Stirn in Falten, glotzte Verena.

 

"Tun Sie sich nur keinen Zwang an, Frau Tümmel ...", setzte Kommissar Moinson mit seiner schönsten Freundlichkeitsmiene fort. "Los, suchen Sie sich was aus. Was immer Sie wollen."

 

Einladend deutete Kommissar Moinsons Zeigefinger auf das in Klarsichtfolien eingewickelte Tablettallerlei.

 

Bloß vorbeugen mußte Verena sich, den Arm mit der Hand vorne dran losschicken. Um mit den Fingern zuzugreifen.

 

 

 

 

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