"Die Augenzeugin": 151
13. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Herum wandte sich Verena. Verenas Blick richtete sich ausschließlich auf die weiße Uhr mit den schwarzen Zeigern. Zwei Minuten nach halb drei Uhr am Nachmittag war es.
Herr Ernst hatte sich vorhin darüber beklagt, daß Verena eine geschlagene Viertelstunde auf der Kloschüssel gehockt hätte. Also mußten es jetzt so siebzehn Minuten sein, die Verena gebraucht hatte, in diese Räumlichkeit eines Büros im Polizeigebäude zurückzukehren.
Gegenüber von Verena zog Herr Ernst, der Verena die Momente, bis Verena ihn jetzt wieder offen anschaute, freiweg verstohlen beobachtet hatte, mit dem Mienenspiel eines Schlechtgelaunten die graufarbene Bürotüre zu.
Die Tür fiel für Verena ins Schloß.
Mit einem Seufzer drehte Verena sich auf dem Absatz herum, trippelte zu dem Holzstuhl im Ecken-, Kantenstil, plazierte ihr Hinterteil auf dem Sitzpolster.
Das brachte Verena in ihrer gegenwärtigen Lage mitnichten irgendwie weiter, daß Verena die erste war, die in die Büroräumlichkeit zurückkehrte. Weiterhin wußte Verena nichts Genaues darüber, wie es mit Verena weitergehen sollte. Ob es für Verena heute noch mal nach Hause ging, das war eine gewichtige Frage.
Die Lüftungsgeräusche der weiterhin eingeschalteten technischen Gerätschaften drängelten sich Verena, weil Verena alleine blieb, ins Bewußtsein.
Der Flachbildschirm bei Kommissar Moinson auf der Schreibtischehälfte war momentan so hingedreht, daß Verena einen guten Blick auf die schwarze Bildschirmfläche hatte.
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