"Die Augenzeugin": 17
27. November 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Verena hatte den Uniformgestalten matt hingenickt, wandte sich zur Seite ab und machte die Tür weit auf. Ins Wohnzimmer schritt Verena voraus. Auf das schwarze Ledersofa hockte Verena sich nieder, guckte zu den Männern in Uniform hinauf.
Eine traurige Stimme unterrichtete Verena, daß ihr Ehemann und ihr kleiner Sohn tot seien.
Auf der Autobahn habe es einen Unfall gegeben.
Ein Kleintransporter sei bei zu hoher Geschwindigkeit nach der Seite ausgebrochen, ins Schleudern geraten. In den Transporter sei jenes nachfolgende Fahrzeug hineingeknallt, das Verenas Ehemann am Lenkrad sah.
Jeder der Fahrzeugführer habe sein Kraftfahrzeug nahe am Geschwindigskeitslimit bewegt. Eine Kleinigkeit, die die Gefahrenmomente multiplizierte.
Der Transporter sei mit Umzugsmöbeln überladen gewesen. Das sei der eine Grund für das unvermittelte Ausbrechen. Der zweite, womit das Problem verschärft wurde, waren die Reifen. Da konnte kein Mensch mehr von einem brauchbaren Reifenprofil sprechen.
Unglaublich oft müßten sie, sie von der Polizei, sich darüber wundern, in welchem Zustand Transportfahrzeuge wären, die auf der Straße durch die Gegend kurvten. Wenn dann dazu die Fahrgeschwindigkeit nicht im geringsten angemessen war, waren Katastrophen irgendwann zwangsläufig. Der Fahrer des Kleintransporters habe zudem die Ladungssicherheitsvorschriften erheblich mißachtet.
Die Insassen des Personenkraftwagens ...? Pech, das sie hatten.
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