"Die Augenzeugin": 19
28. November 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Andererseits, selbst wenn Thomas seine Ehegemahlin Verena vor seiner Abfahrt an jenem Samstag vor zehn Jahren ernster genommen hätte - was wäre gegen das schreckliche Geschehen zu unternehmen gewesen? Das mit dem Traum, in dem Verena das Unglück vorausgesehen hatte - das war nicht von der Hand zu weisen.
Wenn nicht so, hätte das Schicksal sich am Schluß einen anderen Weg gesucht, zu demselben Ergebnis zu kommen.
Auf den mechanischen Rundwecker auf dem Nachtkästchen zu ihrer Rechten starrte Verena.
Schlagartig klärte sich Verenas Blick auf.
Ein spitzer Schrei entfloh Verena. Auf die Beine hüpfte Verena.
Wo war denn die Zeit abgeblieben? Oder hatte Verena vorhin die Uhrzeit nicht richtig lesen gekonnt?
Höchste Zeit war es für Verena, aufzubrechen. Eine Viertelstunde blieb Verena, dann hatte Verena ihren Termin bei Herrn Mendl auf der Sozialstation.
Der war für Verena nicht eben ein unwichtiger. Für Verena ging es bei Herrn Mendl um was. Pünktlichkeit war in dem Fall wirklich das Angesagte.
Aus dem Schlafzimmer eilte Verena auf den Flurgang hinaus. Da stand der Rollkoffer für den vormittäglichen Ausflug zum Glück lange bereit.
Das Telefon klingelte, daß Verena zusammenzuckte.
Abheben? Nein, nicht abheben!
Wenn der Anruf aber wichtig war ...
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