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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 195

26. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

"Und ob! Etwas andres würd' ich mir gut überlegen, Frau Tümmel!" Das Antlitz eines Mannes, der zu allem fähig war, brachte Herr Ernst immer näher an Verena heran. Bis auf Kußnähe. 

 

Die weit aufgerissenen Augen von Herrn Ernst glotzten starr auf Verena. Erzählten davon, daß es für Verena knapp war; äußerst knapp war es für Verena.

 

"Herr Di-schin-ger und Herr Kommissar Moinson ...", erinnerte Verena zaghaft. "We-wenn Herr Di-schin-ger und Kommissar Moin-son erfahren, da-daß Sie mi-mich hier ange-hen, Herr Ernst ..."

 

"Ach nee! Hören Sie lieber, was ich Ihnen sage: Sie werden Ihres Lebens hier in der Stadt ab morgen abend nicht mehr froh, wenn Sie nicht tun, was ich will. Sie haben zuerst mal Probleme, Frau Tümmel, würd' ich sagen." Ein bißchen trat Herr Ernst von Verena zurück, um Verena den Zeigefinger unter dem Wangenknochen in das Nachgiebige, Weiche der Wange zu bohren.

 

"Au-a!" ließ Verena hören, Verena, der der Fingerstich von Herrn Ernst nicht direkt größeren Schmerz bereitete.

 

Das Empfinden von etwas Unangenehmem an Verenas Wangenhälfte blieb, als Herr Ernst den Finger nach langen Augenblicken wieder dort wegtat.

 

 

"Was tun Sie denn mit der Frau da ...?" vernahm Verena eine helle Jungmädchenstimme. "Wollen Sie nicht damit aufhören?"

 

Ein vielleicht vierzehn-, fünfzehnjähriges Freundinnen-, Schwesternpaar blickte Verena. Mädels, die angesichts der Szene mit dem Polizisten in dunkelblauer Uniform, der eine sich mit dem Rücken an die Hausmauer drückende Frau Ende dreißig, Mitte vierzig grob bedrängte, mitten im Schritt innegehalten hatten.

 

 

 

 

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