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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 198

28. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Nichts Neues, das Verena dazu zu labern einfiel.

 

"Müssen Sie nicht lange selber bei sich daheim rumsuchen, Frau Tümmel", war Herrn Ernsts Fortsetzung. "Behalten können Sie die Klamotten dann auch gleich. Und wenn wir die nächsten Tage die Bank sprengen, hat sowieso keiner von uns mehr lange größere Sorgen."

 

Die Augen Verenas suchte Herr Ernst, um Verena so etwas wie ein freundliches, gewinnendes Lächeln zu zeigen.

 

 

"Morgen komme ich also so um halb vier, fünf zu Ihnen in die Wohnung, Frau Tümmel", wiederholte Herr Ernst das Gesagte von zuvor. "Daß ich zu Ihnen raufkomme, drauf können Sie sich verlassen."

 

"A-aber i-ich kann Ihnen und Ih-rem Freund kei-keinen Ge-winn verspre-sprechen", versuchte Verena sich noch mal, die Tatsache an den Mann zu bringen. "Und i-ich will da-das auch nich-nicht, daß ich wie-der so ein Unglück voraus-sehe. Sie können doch nicht ernsthaft glau-ben, daß i-ich ..."

 

"Hören Sie doch mit dem Gesülze auf!" Eine wegwerfende Handbewegung von Herrn Ernst. "Daß Sie mir morgen um halb vier, fünf ja in der Wohnung oben sind. Wäre nicht gesund für Sie, daß ich hinaufmache - und Sie sind nicht in Ihrer Wohnung. Sollten Sie überhaupt nicht dran denken. Könnt sein, daß ich dann andere Saiten bei Ihnen aufziehe. Verstehen wir uns?"

 

Nach linker Hand auf Herrn Ernst schaute Verena matt.

 

Am Arm packte Herr Ernst Verena unvermittelt, zog Verena in so eine Passage zwischen zwei Häusern hinein. Einsam und verlassen schien der Durchgang.

 

 

 

 

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