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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 213

31. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Traurig seufzte Verena.

 

 

Kommissar Moinson und Herr Polizeihauptmeister Dischinger, die hochherrschaftlichen Staatsbeamten - sie hatten mit ihrer Einschätzung der Lage bei Verena Tümmel vollkommen recht. Sahen das total richtig. Beide wußten sie ja genauestens darüber Bescheid, daß Verena nichts Geldwertes besaß. Nichts, das Verena zu Geld hätte machen können.

 

Verenas Scheckkarte, am Monatsanfang zum Eintippen der Geheimzahl und für den gewünschten Geldbetrag gut. Dann konnte Verena die Plastikkarte, die andere alle paar Tage in den Schlitz des Bankautomaten einschoben, für den Rest des Monats vergessen.

 

Der Schmuck, der Verena einmal gehört hatte, den hatte Verena nach und nach verkauft. Oder versetzt. Das eine oder andere Mal war geschehen, daß Verena ihr Zeug nach dem Ablaufdatum auf dem Zettelchen nicht beim Pfandleiherdienst abholen hatte können. Bis Verena entdeckte, daß Verenas Schmuckschatulle leer war.

 

All das heutzutage schon wieder länger her.

 

An Verenas Rechner war die Festplatte kaputtgegangen. Unversichert gab es an dem Gerät keine Reparatur. Ohne eine gewisse Geldsumme keinen Ersatz. Höchstens, daß Verena das Teil für ein paar Cent an gewerbetreibende Leute verscherbeln konnte, die das Geräteinnere ausschlachteten.

 

Verenas letztes Handy war bereits beim Kauf veraltet gewesen. Der Telefonanbieter hatte die bei Frau Verena Tümmel gesperrte Nummer heute zu einhundert Prozent einem anderen Kunden zugewiesen.

 

Faßte Verena das Ganze für sich zusammen, bedeutete das nichts anderes für Verena als das, Verena, die hatte, besaß - nichts. Nicht das bißchen irgendwas.

 

 

 

 

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