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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 32

2. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

"Aber ...", beharrte Verena auf ihrem Standpunkt.

 

"Sie gehören auch zu denen, die unten anstehen, nicht? Wenn Gerald das möchte, geben Sie augenblicklich Ihren Ausgabeausweis ab. Sie wären nicht die erste, der das passiert. Und Sie können mir das glauben, daß wir das mit dem Hausverbot auch durchsetzen. Lassen Sie sich hier noch mal blicken, sehen Sie sich schneller Polizisten gegenüber, als Sie das meinen. Ein Anruf von einem von uns reicht. Eine Anzeige haben Sie daraufhin auch am Hals ..."

 

"Bit-te, i-i-ich ..." Die Hände, die Verena mitleidserregend in die Richtung von der von Sozialstation rang. Einen unvermittelten Schritt machte Verena auf die andere zu, buckelte sich herab - daß es beinahe aussah, Verena wolle sich auf den Boden schmeißen, der Dame vor die schwarzen Lederhalbschuhe.

 

"Lassen Sie das bitte!" Mit der flachen Hand vollführte die Büroangestellte eine abwehrende Handbewegung. "Lassen Sie das, ich bitte Sie! Kommen Sie mir ja nicht zu nahe, sag' ich Ihnen. Hören Sie, ich will nichts von Ihnen. Gar nichts. Keine Art von Beziehung möchte ich zu Ihnen haben. Kann ich gut drauf verzichten, auf so was. Mir ist alles hier eigentlich ziemlich egal. Wenn Sie jetzt schnell wieder von hier verschwinden, vergesse ich die ganze Angelegenheit mit Ihnen vielleicht sofort. Und wenn nichts weiter ist, vorkommt, weiß ich sicher bald von überhaupt nichts mehr. Sie können sich bei Gerald entschuldigen, weil Sie nicht zu dem Termin bei ihm erschienen sind. Wird Gerald sicherlich einen neuen Termin mit Ihnen ausmachen. Nicht wahr? Heute aber nicht mehr. Diese und die nächste Woche durch jedoch leider auch nicht. Tut mir leid. Wären Sie früher hierhergekommen, pünktlich ..."

 

"Wenn i-ich Herrn Mendl aber jetzt nötig bräuch-bräuchte ..." Beide Handflächen wie zum Gebet in der Kirche aneinandergelegt, mit dieser bittenden, flehentlichen Geste versuchte Verena sich.

 

 

 

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