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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 34

3. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

 

Ob Verena eine Minute oder eine Stunde brauchte, die Stiegen aus dem vierten Stock ins Erdgeschoß des Gebäudes hinunterzusteigen, das war nochgerade egal. So was von egal. Piepeegal.

 

 

Bei der Ansteherei entdeckte Verena sich. Brav, daß Verena anstand. Ganz, ganz brav.

 

Eine Bewußtwerdung. Denn: Wie Verena von oben drunten angekommen war, das war Verena im Moment wie weggeblinkt.

 

Andererseits: Brauchte Verena diese Erinnerung eigentlich viel? Hauptsache, daß Verena wußte, daß Verena droben in der Einrichtung war und bei Herrn Mendl die Bürotür zu. Der Rest ...

 

Nun, das Anstehen. Als würde Verena schon wieder ewig am Ort rumstehen.

 

"Sie sind auch gelb, nicht?" redete eine Kurzhaarblondine, die Verena gesichtsweise länger kannte, Verena an.

 

Ihr schlafendes Baby schaukelte die Blonde im Arm.

 

"Ja, bin gelb", gab Verena zögerlich Antwort. "Hatte auch schon mal blau."

 

"Das ist heute wieder was hier!" Die Blonde mit Kind zuckte die Schulter, wie hilflos. "Es ist schon zwanzig nach zehn, und die mit der roten Farbe sind noch nicht durch. Und die, die gelb sind, die sind so viele vor uns. Nur, daß sie draußen sind ..."

 

Abwinken Verenas.

 

Mit dem Papiertaschentuch, das sie in der Faust geknüllt hatte, tupfte Verena sich unter den Augen.

 

 

"Zeit müssen wir hier verschwenden ...", war die Blondine mit dem Kleinkind mit einer neuerlichen Ansprache in Richtung Verena dabei.

 

 

 

 

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