"Die Augenzeugin": 49
9. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Andererseits: Hätte Hansi einen breitkrempigen Hut aufgehabt, daß Hansi auch an einen Cowboy in einem Westernfilm erinnert hätte. Fand Verena wenigstens.
Die Männer und manchmal auch die Frauen, die in diesen Filmen immer wichtig lederne Revolvergürtel um die Hüften geschnallt hatten. In der Gegenwart waren das aber keine Pistolen mehr, mit denen man sich links und rechts schmückte. Sondern die Erzeugnisse der modernen Telefonier- und Informationsgesellschaft mit ihren irre vielen Möglichkeiten. Die der einzelne immer und überall funktionsbereit mit sich herumtrug.
Bereit, gezogen und präsentiert zu werden.
Eine neue Nachricht, die man erhalten hatte. Der nächste Anruf, der entgegengenommen werden mußte.
Jedem, der sie haben wollte, dem man die Nummer gab. Unter der man für alles und jeden jederzeit erreichbar war. Wünschte jemand irgendwas von einem, ein Fingerdruck, mehr brauchte derjenige nicht. Was gleichzeitig hieß, man war wichtig auf der Welt. Existierte.
Das verleugnete Verena nicht bei sich, daß Verena den Status für sich bei Hansi gerne höher geschaltet hätte. Auf "wichtig", "bedeutend".
Einen Anruf von Hansi zu erhalten ...
Hansi anrufen zu können, weil Hansi Verena eine Nummer von sich übermittelt hatte.
Immer, wenn Verena das Verlangen in sich spürte, von Hansi in die starken Arme genommen zu werden. Den Telefonhörer zu nehmen, mehr mußte Verena dafür nicht tun.
Hansi, der bei Verena vorbeikam. Hansi, der Verena in die starken Arme nahm, Verena tröstete.
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